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Herausragende Radverkehrsinfrastruktur: Der Hovenring bei Eindhoven

Hovenring Eindhoven Nachtaufnahme
Hovenring bei Nacht. - Foto: www.TheEnvironmentalBlog.org via Flickr - CC BY-NC-ND 2.0

Zwischen den beiden niederländischen Orten Eindhoven und Veldhoven befindet sich nahe der Autobahn A 2 der sogenannte “Hovenring” (Standort).

Der Hovenring ist eine kreisförmige Brücke für den Zweirad- und Fußverkehr (Durchmesser: 72 Meter), welche mit 24 Abspannseilen an einem 70 Meter hohen Pylonen über der für den Straßenverkehr wichtigen Verkehrsachse Heerbaan aufgehängt ist. Die Auf- bzw. Abfahrten zum Kreisverkehr wurden mit einer geringen Steigung (1,86% – 3,09%) gestaltet, um den Radfahrern einen möglichst großen Fahrkomfort zu bieten.

Hovenring schematische Zeichnung
Grafik: ipv Delft

Der Bau der Brücke wurde aufgrund einer notwendigen Kapazitätserhöhung der Kreuzung und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit errichtet. Pro Tag passieren etwa 25.000 Fahrzeuge die heute leicht tiefergelegte Ampelkreuzung, etwa 4000-5000 Radfahrer und ca. 500-700 Motorroller/Mofas nutzen täglich den Hovenring.

hovenring-eindhoven-visualisierung-draufsicht
Grafik: ipv Delft

Vor Errichtung des Hovenrings war der Kreuzungsbereich durch einen großen Kreisverkehr, dessen Fahrbahn die Breite von drei Fahrstreifen hatte, die aber absichtlich nicht mit Längsmarkierungen ausgestattet waren, gestaltet. Separate Radwege verliefen entlang der Zufahrtsstraßen sowie des Kreisels selbst. Die Vorfahrt wurde durch Lichtsignalanlagen für den motorisierten sowie für den Rad- und Fußverkehr geregelt.

Die Baukosten betrugen elf Millionen Euro. Das architektonisch anspruchsvolle Bauwerk wurde vom Ingenieurbüro ipv Delft geplant.

Eindhoven Hovenring Bild Creative Commons
Hovenring nahe Eindhoven bei Nacht – Foto: John Tarantino @ Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0

Mit dem Bau wurde Mitte Mai 2011 begonnen. Am 30. Dezember 2011 wurde die Kreuzung offiziell eröffnet. Kaum eine Woche später jedoch wurde die Kreuzung wieder für den Verkehr geschlossen, weil in den Spannseilen durch die teilweise kräftigen Winde in der Region Schwingungen auftraten, die gegebenenfalls zu gefährlichen Situationen führen könnten. Durch bauliche Veränderungen, der Installation weiterer Schwingungsdämpfer und Gegengewichte wurde daraufhin zusätzliche Stabilität erzeugt. Die Installation verzögerte sich jedoch aufgrund der ungünstigen Wetterlage um ein halbes Jahr. Erst am 9. Juni 2012 wurde die Kreuzung für den Autoverkehr freigegeben und am 29. Juni der Hovenring offiziell eröffnet. In der Nacht vom 26. auf 27. Juni wurden falsch installierte Schwingungsdämpfer ausgebessert.

Randelhoff Martin

Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, arbeitet im Hauptjob im ARGUS studio/ in Hamburg. Zuvor war er Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

Telefon +49 (0)351 / 41880449 (voicebox)

E-Mail: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net

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Alex
9. Februar 2021 23:04

Ein sehr schönes Blog hat mir gut gefallen

Manni
28. Januar 2014 00:26

Ständig bekommt man zu hören das man auf die Umwelt achten muss aber wenn es um den Ausbau von Radfahrerwege geht dann wird das vernachlässigt, und das nicht nur auf den Coesfelder Kreuz.

Rasmus Richter
Rasmus Richter
6. Januar 2014 14:19

Ich wünschte mir, das Coesfelder Kreuz in Münster würde so aussehen. Stattdessen: Trotz umfangreicher Umbaumaßnahmen im Millionenbereich Bettelampeln mit endlos langen Wartezeiten für Radfahrer und direkt vor der Mensa ein nicht annähernd ausreichend breiter Zweirichtungs-Zwangsradweg. Ich fange hier gleich an zu heulen…

Rasmus Richter
Rasmus Richter
Reply to  Randelhoff Martin
8. Januar 2014 01:17

Tot ziens!

Jonas Harz
5. Januar 2014 19:47

Auch interessant ist der Fietsrotunde in Zwolle:
http://www.diezerpoorter.nl/eerste-fietsrotonde-in-nederland-komt-in-zwolle/

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Verfasst von:

Randelhoff Martin

Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, arbeitet im Hauptjob im ARGUS studio/ in Hamburg. Zuvor war er Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund.
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