Mobilität zum Anziehen – Das XOR-Exoskelett (Designstudie)

Verfasst von: 
Veröffentlicht am:
Zuletzt aktualisiert am:
3. Februar 2026

Der indische Transportdesign-Student Bimal Rajappan hat für seine Masterthesis am Industrial Design Centre (IDC) des IIT Bombay ein sehr neuartiges und innovatives Verkehrsmittel entworfen. Das XOR-Exoskelett ist ein Individualverkehrsmittel für die Kurzstrecke, das sich sowohl in heutige Strukturen einpasst als auch aus ihnen herausbricht.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Foto: Bimal Rajappan

Ein Exoskelett ist eine Art Rüstung, welche die natürlichen Bewegungen des Körpers unterstützt und verstärkt.

Es besteht aus zwei selbstausgleichenden Rädern mit Elektromotor und zwei an den Armen angeschlossenen Steuergeräten. Gesteuert werden die beiden übergroßen „Rollschuhe“ mittels Körperbewegungen und zwei Tasten zur Geschwindigkeitskontrolle.

Die Bewegungen werden mit Hilfe von Druckluftbetriebenen „Muskeln“ auf Höhe der Oberschenkel massiv erleichtert, indem sie entsprechend der Körperbewegungen kontrahieren bzw. expandieren. Diese stellen auch die Verbindung zwischen Antriebs- und Steuereinheit dar. Am Rücken befinden sich auch die Batterie-Panele, welche die Elektromotoren mit Energie versorgen. Unterhalb der Rückleuchte finden sich Lüftungsschlitze zur Kühlung der Akkus.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Bild: Bimal Rajappan

Im Kniebereich befinden sich zwei Aktivdämpfer, die die Gelenke vor Erschütterungen schützen. Die nabenlosen Räder sind in Leichtbauweise gebaut. Der Elektromotor befindet sich am Radumkreis („Orbit“), bei dem die Nabe der Felge gleich gestellt ist.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Bild: Bimal Rajappan

Die nabenlosen Räder sind in Leichtbauweise gebaut. Der Elektromotor befindet sich am Radumkreis („Orbit“), bei dem die Nabe der Felge gleich gestellt ist.

Bimal Rajappan XOR Exoskelett

Bild: Bimal Rajappan

Aus Sicherheitsgründen ist die Höchstgeschwindigkeit auf 10 km/h begrenzt.

Die Idee eines Exoskeletts ist übrigens nicht so weit verbreitet, auch wenn ich im Blog bereits das Ein-Personen-Motorrad „Deus ex Machina“ von Jake Loniak vorgestellen habe.

Artikel teilen:
Verfasst von: Martin Randelhoff
Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, arbeitet im Hauptjob im ARGUS studio/ in Hamburg. Zuvor war er Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum und nachhaltige Verkehrskonzepte. Kontaktaufnahme: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
4 Kommentare
Neueste
Älteste
​Der Versand der Newsletter erfolgt über den Anbieter mailerlite, bei dem die E-Mail-Adresse und weitere Informationen zum Versand und zur Erfolgsmessung (u.a. Öffnungsrate, Klicks) gespeichert werden. Die Datenspeicherung erfolgt innerhalb der EU.

Durch Eintrag Ihrer E-Mail-Adresse gestatten Sie mir, Ihre Daten entsprechend der Datenschutzerklärung zu verarbeiten und Ihnen Informationen via E-Mail zukommen zu lassen. Sie können den Empfang des Newsletters jederzeit über den Abmeldelink in den E-Mails kündigen. Die Datenschutzerklärung mit Informationen zum Datenschutz und Widerrufshinweisen finden Sie hier.
Die Inhalte dieses Artikels sind - soweit nicht anders angegeben - unter CC BY-SA 3.0 de lizensiert. Grafiken sind von dieser Lizenz aus Vereinfachungs- und Schutzgründen ausgenommen außer die CC-Lizenz ist ausdrücklich genannt.
Weitere Informationen

Zukunft Mobilität

est. 2010