Öffentlicher Personennahverkehr Straßenverkehr urbane Mobilität

[Video zum Ostersonntag] Berlin in Bewegung

U1 Warschauer Straße Berlin metro U-Bahn U1 BVG
U1 fährt in die Station Warschauer Straße ein - Foto: Flowizm ... @ Flickr - CC BY 2.0

In der deutschen Bundeshauptstadt Berlin leben 3,440 Millionen Einwohner (30. Juni 2014), die tagtäglich ihre Wege in Berlin zurücklegen. Hinzu kommen bei 28,7 Millionen Übernachtungen 11,8 Millionen Übernachtungsgäste bei einem anhaltend starken Wachstum (+4,8 Prozent im Jahr 2014 im Vergleich zu 2013). Berlin ist zudem einer der besucher- und umsatzstärksten Messe- und Kongressstandorte der Welt.

Neben des hohen lokalen Verkehrsaufkommens ist Berlin ein wichtiger europäischer Verkehrsknotenpunkt. Hinzu kommt aufgrund der engen Verflechtung mit dem Umland ein hoher und weiter wachsender Einpendlerüberschuss, 2013 wurde 21,3 %, d. h. jede fünfte Stelle in Berlin von außerhalb besetzt.

Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahnhalbkreis ( – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (E 55 – Berliner Ring). Die beim Dreieck Funkturm ist der meistbefahrene Autobahnabschnitt in Deutschland.

Von der A 100 aus führen innerhalb des Stadtgebietes mehrere Autobahnabschnitte in Richtung Berliner Ring. Die A 111 (E 26) führt in nach Nordwesten in Richtung Hamburg und Rostock. Die A 113 in Richtung Südosten (nach Dresden und Cottbus) beginnt am Dreieck Neukölln und führt zum Schönefelder Kreuz (A 10) und bindet den in Bau befindlichen Flughafen Berlin Brandenburg an das Autobahnnetz an. Die A 115 (E 51) erstreckt sich nach Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig). Deren nördliches, gerades Teilstück ist als AVUS bekannt.

Karte übergeordnetes Straßennetz Berlin
Übersichtskarte des Berliner Straßennetzes – Karte: Alexrk2 @ Wikimedia Commons auf Basis von OpenStreetMap-Daten – CC BY-SA 3.0

Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin. Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100) nach Süden hin mit dem Ortsteil Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 (Westtangente), auf der die Bundesstraße 1 verläuft, verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam. Die historische Mitte Berlins wird vom Innenstadtring umschlossen, der abgesehen von der Invalidenstraße im nordwestlichen Abschnitt bereits komplett ausgebaut ist. Dort soll der Ausbau bis 2015 erfolgen. Ferner verlaufen durch Berlin die Bundesstraßen B 1, B 2, B 5, B 96, B 96a, B 101, B 109 und B 158.

Entwicklung der Verkehrsmittelwahl
im Gesamtverkehr (in %)
199219982008
Öffentlicher Verkehr312726
Motorisierter Individualverkehr353832
Radverkehr71013
272529

Die Bedeutung des motorisierten Individualverkehrs hat in den vergangenen Jahren jedoch abgenommen. Mit 324,4 zugelassenen Pkw je 1000 Einwohner weist Berlin die geringste Pkw-Dichte in Deutschland auf.

Pkw-Dichte in Berlin, Haushalte ohne Pkw in Berlin
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Der Rad- und Fußverkehr spielt in Berlin eine große Rolle. Beide Verkehrsarten wachsen in ihrer Bedeutung weiterhin. In Berlin standen 2012 662 km bauliche Radwege, 174 km auf der Fahrbahn, 100 km gemeinsame Geh- und Radwege, 50 km auf dem Gehweg markierte Radwege, 5 km für Radfahrer freigegebene Radwege sowie 16 Fahrradstraßen zur Verfügung. 80 km Bussonderfahrstreifen sind für die Mitbenutzung durch Radfahrende freigegeben.

Entwicklung des Radverkehrs in Berlin
Entwicklung des Fahrradverkehrs in Berlin 1951 – 2012 – Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin; Ingenieurbüro für Verkehrserhebungen, -statistik und -planung stadtplan: Fahrradverkehr-Pegelzählungen Jahresbericht 2012 im Auftrag der Verkehrslenkung Berlin, Grafik: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin / Mobilität der Stadt – Berliner Verkehr in Zahlen, S. 41

Öffentlicher Personennahverkehr

Das innerstädtische öffentliche Personennahverkehrangebot wird von 15 S-Bahn-Linien (betrieben von der GmbH) sowie zehn U-Bahn-, 22 Straßenbahn-, 150 Bus- und fünf Fährlinien (alle betrieben von der ) dargestellt. Wichtiges Element ist die als Viaduktbahn angelegte Stadtbahn, welche die Innenstadt in Ost-West_Richtung durchquert. Die Strecke verbindet den Ostbahnhof mit dem Bahnhof Charlottenburg und passiert dabei die wichtigen Verkehrsstationen Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Friedrichstraße und Alexanderplatz. Die Stadtbahn wird täglich von etwa 600 S-Bahn- und 300 Regional- und Fernzügen befahren.

Am neuen Hauptbahnhof, der im Jahr 2006 eröffnet wurde, besteht die Umstiegsmöglichkeit zu Zügen, welche im Tunnel der Nord-Süd-Fernbahn zwischen den Fernbahnhöfen Gesundbrunnen und Südkreuz verkehren. Stadtbahn- und Nord-Süd-Fernbahn sind Elemente des sogenannten “Berliner Pilzkonzepts”. Der Hut des Pilzes ist der nördliche Abschnitt der Ringbahn, der von Hamburg kommende Züge ans nördliche Ende des neuen Tunnels leitet, sowie ihre nordwestlichen und nordöstlichen Abschnitte, die für betriebliche Zwecke (insbesondere zum Betriebsbahnhof Berlin-Rummelsburg) ausgebaut worden sind.

Berliner Pilzkonzept Deutsche Bahn Eisenbahn Schienenverkehr
Bahnstrecken und Bahnhöfe zum Pilzkonzept der Deutschen Bahn für Berlin. Alle gezeigten Strecken und Bahnhöfe (außer dem Tiergarten-Tunnel) existierten schon vorher, waren aber teilweise zwischenzeitlich stillgelegt. Die grün eingezeichneten Strecken wurden für den Personenfern- und -nahverkehr wieder hergerichtet. Geplante und noch nicht realisierte Abschnitte gestrichelt. – Karte: Xerxes2k, Srittau, Störfix @ Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0

S-Bahn Berlin

Die S-Bahn Berlin wird im Rahmen eines bis 2017 laufenden Verkehrsvertrags mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg von der zur Deutschen Bahn gehörenden S-Bahn Berlin GmbH betrieben. Auf dem Streckennetz von 331,5 Kilometern verkehren 15 Linien, die 166 Bahnhöfe bedienen, davon befinden sich rund 75 Kilometer und 33 Bahnhöfe im Land Brandenburg. Die Berliner S-Bahn-Züge werden über eine seitlichen Stromschiene mit 750 Volt Gleichspannung versorgt.

Gegenwärtig setzt die S-Bahn Berlin Fahrzeuge die Baureihen 480, 481/482 und 485/885 im regelmäßigen Liniendienst ein.


In Ost-West-Richtung durchquert die Stadtbahn die Innenstadt. Sie teilt sich im Westen (Bahnhof Westkreuz) in die Strecken nach Spandau und Potsdam (über Wannsee). Im Osten (Bahnhof Ostkreuz) verzweigt sie sich in die Richtungen Erkner und Strausberg Nord mit weiteren Abzweigen nach Ahrensfelde und Wartenberg.

In Nord-Süd-Richtung verläuft der speziell für den S-Bahn-Verkehr erbaute Nord-Süd-Tunnel. Die Nord-Süd-Strecke schließt in Richtung Norden an die Nordbahn (Richtung Oranienburg) mit den Abzweigen in Richtung Bernau und Hennigsdorf an. Am südlichen Ende führen die Wannseebahn und die Dresdener Bahn (Richtung Blankenfelde) mit dem Abzweig in Richtung Teltow Stadt weiter. Eine Querverbindung zwischen den nach Norden führenden Strecken besteht zwischen Blankenburg und Hohen Neuendorf über den Berliner Außenring. Die Ringbahn umschließt das Innenstadtgebiet. Von ihr zweigt am Bahnhof Treptower Park die Görlitzer Bahn mit den Strecken nach Königs Wusterhausen, Spindlersfeld und Flughafen Berlin-Schönefeld ab. Sie ist zusätzlich über die Verbindungsbahn Baumschulenweg–Neukölln an die südliche Ringbahn angeschlossen. Zwischen der Stadtbahn und der Ringbahn besteht eine betriebliche Verbindung über die Südringkurve (Halensee – Charlottenburg). Die Ringbahn ist mit den Nord-Süd-Strecken im Bahnhof Gesundbrunnen und über eine Kurve (Schönhauser Allee – Bornholmer Straße) verbunden. Eine Verbindung zwischen den Ost-West- und den Nord-Süd-Strecken besteht im Bahnhof Wannsee.

Berliner S-Bahn-Netz Netzplan Berlin S-Bahn Deutsche Bahn
Geographischer der S-Bahn Berlin – Karte: Maximilian Dörrbecker (Chumwa) @ Wikimedia Commons auf Basis von OpenStreetMap-Daten – CC BY-SA 2.0

Das S-Bahn-Netz ist zum größten Teil zweigleisig ausgebaut. Es gibt nur wenige eingleisige Streckenabschnitte, die vor allem in den Außenbereichen zu finden sind. An 27 Bahnhöfen ist der Übergang zur U-Bahn möglich.

U-Bahn Berlin

In Nord-Süd-Richtung übernehmen die U-Bahnlinien U9 und U6 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn.

Die U-Bahn wurde 1902 als „Hoch- und Untergrundbahn“ eröffnet und besitzt heute 173 Bahnhöfe und ein Liniennetz von insgesamt 146 Kilometer Länge im Klein- bzw. Großprofil. Die zehn Linien  werden in der Hauptverkehrszeit im 4- oder 5-Minuten-Takt befahren, in der Nebenzeit im 5- oder 10-Minuten-Takt.

Entwicklung des Berliner U-Bahn-Netzes 1902 - 2009 BVG U55
Entwicklung des Berliner U-Bahn-Netzes seit 1902 – Karte: Sansculotte, Jcornelius, Chumwa, Kopiersperre @ Wikimedia CommonsCC BY-SA 2.0

Straßenbahn

Die Berliner Straßenbahn ist eines der ältesten Straßenbahnnetze und war 2010 das drittgrößte Straßenbahnnetz der Welt. Das normalspurige Netz hat eine Streckenlänge von 189,4 Kilometern und 794 Haltestellen. 22 Linien befahren ein Liniennetz von 299,9 Kilometern am Tag, in der Nacht verkehren neun Linien. 2014 beförderte die Berliner Straßenbahn 174,7 Millionen Fahrgäste.

Mit der Teilung Berlins wurde auch die BVG in einen westlichen und einen östlichen Betrieb gespalten. Im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung wurden im Jahr 1992 auch der Berliner Nahverkehr sowie die BVG (West) und BVB (Ost) wieder zur BVG vereinigt.

Die folgenden Aufnahmen zeigen Fahrten mit der Straßenbahn durch Ost-Berlin im Jahr 1990 (Falkenberg – Weissensee – Mitte – Hackescher Markt auf dem Linienweg der heutigen M4). Die Aufnahmen wurden von Stefan Münster (Steffy van Valanger) mit einer Super 8 Kamera gemacht und mit Techno aus dem Jahr 2014 (Transducer von Philllip Sollmann aka Efdemin) unterlegt.


Bis 1967 wurden alle Straßenbahnlinien in West-Berlin stillgelegt. Wie in anderen Städten wurde die Straßenbahn als veraltet und überflüssig betrachtet. Die Streckenstilllegungen geschahen in großer Geschwindigkeit: Ende 1962 verkehrten im Westteil der Stadt noch 18 Straßenbahnlinien. Mit Ausnahme dreier nach der deutschen Wiedervereinigung in den ehemaligen Westteil der Stadt verlängerter Streckenteile verkehrt die Straßenbahn aufgrund der Geschichte heute nur im ehemaligen Ostteil der Stadt. In den vergangenen Jahren wurden einige neue Straßenbahnstrecken in Betrieb genommen.

Berliner Straßenbahnnetz
Netz der Straßenbahn Berlin im Dezember 2014 – Karte: Pechristener @ Wikimedia Commons auf Basis von OpenStreetMap-Daten – CC BY-SA 2.0

Die Berliner Straßenbahnflotte umfasst 361 Fahrzeuge, davon 149 Tatra-Triebwagen, 105 Niederflur-Einrichtungswagen, 45 Niederflur-Zweirichtungswagen und 62 Bombardier FLEXITY Straßenbahnen.

Busverkehr

Der Busverkehr in Berlin wird weitgehend von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) betrieben. Auf dem größten Stadtbusnetz im deutschsprachigen Raum verkehren rund 1.450 Busse (415 , 406 Eindecker (12 m), 466 Gelenkbusse und 15 m-Busse sowie 14 Sonderwagen.). Pro Tag legen sie etwa 300.000 Kilometer im Linienverkehr zurück.

Die Busse verkehren auf 149 Linien am Tag, davon 17 MetroLinien und 13 ExpressBuslinien, und 62 in der Nacht. Die Busse bedienen während des Tages 6.403 Richtungshaltestellen bei einem mittleren Haltestellenabstand von 0,48 km.

Der Fernbusverkehr zu deutschen und europäischen Zielen wird über den Zentralen Omnibus-Bahnhof am Funkturm (ZOB) abgewickelt. Gegenüber dem Messegelände gelegen, ist er direkt über den Berliner Stadtring (A 100) erreichbar und mit dem öffentlichen Personennahverkehr durch Bus-, U- und S-Bahnlinien verbunden.

Fährverkehr

Die BVG bietet darüber hinaus über Subunternehmen fünf Fährlinien an, davon drei ganzjährig. Die Fährlinien F11 (Oberschöneweide, Wilhelmstrand – Baumschulenstraße), F12 (Wendenschloss, Müggelbergallee – Grünau, Wassersportallee), F21 (Krampenburg – Schmöckwitz, Zum Seeblick) und F23 (Müggelwerder Weg – Rahnsdorf, Kruggasse) werden seit Anfang 2014 mit Solarfähren betrieben.

Fährlinien in Berlin der VBG
Fährlinien der BVG – Karte: Локоmotiv @ Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0
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Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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Kurt

Hallo Martin,
eine Sache ist aus meiner Sicht besonders interessant:
Kopenhagen priorisiert seit Jahren den Fahrradverkehr mit immer neuen Strategien und Konzepten und feiert sich selbst als Fahrrad-Hauptstadt der Welt. Im Ergebnis ist der Anteil der Radfahrer am Modal Split in 10 Jahren von 30% (1998) auf rund 36% (2008) gestiegen; also um gut 20%. Selbst wenn die Daten aus Kopenhagen insgesamt ein wenig widersprüchlich sind und man folgende Angaben aus 2011 mit einkalkuliert “The number of kilometres cycled has risen by around 30% since 1998 …” beträgt das Gesamtwachstum beim Fahrradverkehr maximal 30% (kk.sites.itera.dk/apps/kk…/823_Bg65v7UH2t.pdf).

Dasselbe, nämlich eine Steigerung des Fahrradverkehrs um 30%, hat man in Berlin im gleichen Zeitraum mit minimalen Investitionen in die Infrastruktur und ohne eine groß angelegte Neuaufteilung der nutzbaren Verkehrsflächen erreicht. Im Prinzip hat in Berlin eine verkehrliche Entwicklung stattgefunden, die anders als in Kopenhagen, nicht von oben herab gesteuert bzw. verordnet wurde, sondern von unten eingesetzt hat. Es geht also auch anders.

Übrigens: Wenn man die Daten zum Modal Split von 2012 heranzieht, liegt der Anteil des Fahrradverkehrs in Kopenhagen inzwischen sogar nur noch 26%! http://de.wikipedia.org/wiki/Modal_Split. Sollten diese Angaben so stimmen, verdeutlicht dies aus meiner Sicht auch das größte Problem der dänischen Fahrradstrategen und Stadtplaner: Die Menschen wollen sich bei der Wahl ihres bevorzugten Verkehrsmittels nicht bevormunden lassen.

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Verfasst von:

Martin Randelhoff

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