Fußgänger- und Radverkehr

[Video zum Wochenende] Vorfahrt fürs Fahrrad? (NDR Dokumentation)

radfahrerin radverkehr hamburg
Foto: Kieran Sheehan @ Unsplash.com - Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch die Unsplash-Lizenz
Die NDR-Dokumentation "Vorfahrt fürs Fahrrad" berichtet über die Situation des Radverkehrs in Osnabrück, Hamburg und im ländlichen Raum. Besonders wirkungsvoll ist der gezeigte Kontrast zwischen Aussagen der Politik und der Realität.

Die Dokumentation “Vorfahrt fürs Fahrrad” von Güven Purtul (Twitter) ist eine sehr gut gemachte zur aktuellen Situation des Radverkehrs in Deutschland. Im Gegensatz zu vielen anderen Beiträgen hat sie sich zum Ziel gesetzt, die aktuelle Lage in norddeutschen Städten zu beschreiben und nicht nur über Leuchtturm-Projekte oder “best practice”-Beispiele aus dem In- und vor allem Ausland zu berichten (Link zum Beitrag in der Mediathek). Das Video ist Stand Februar 2022 noch bis zum 04.11.2022 abrufbar und muss im Anschluss zum Schutze von Verlegerinteressen depubliziert werden.

Anmerkungen:

  • Die an der Erstellung der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) beteiligten Personen sind in der Publikation vorne aufgeführt.
  • In der wird folgende Situation am in Hamburg dargestellt. Links eine Planvariante mit einem auf der Wasserseite, rechts die mit beidseitigen Radfahrstreifen.
hamburg ballindamm radverkehrsanlage plan umsetzung zweirichtungsradweg
in Hamburg, links ein auf der Wasserseite (Entwurf), rechts die mit beidseitigen Radfahrstreifen – Ausriss: NDR (2021): Vorfahrt fürs Fahrrad?

Das Bezirksamt Mitte äußert sich zum Sachverhalt wie folgt (Auszüge):

“Es war dabei Vorgabe, dass alle drei Seiten der Binnenalster einheitliche Radverkehrsanlagen bekommen sollten. […] Die Variante mit dem hätte für den Radverkehr ein häufiges Verflechten in den großen Knoten bedeutet. Dies ist sehr aufwändig und führt insbesondere beim Radverkehr zu Zeitverlusten. Zudem hat an immer das Problem mit dem Ziel- und Quellverkehr, der auf der Gebäudeseite keine Radverkehrsanlagen vorfindet und dann auf der Fahrbahn im Mischverkehr fahren muss oder illegal auf dem Gehweg unterwegs ist. Zudem gab es seitens der Verkehrsbehörden Befürchtungen, dass der nicht mehr ausrechend leistungsfähig ist um die Verkehre in Richtung abführen zu können, insbesondere bei Störungen auf der Spur.”

Die Schwierigkeiten der in Form eines Zweirichtungsradwegs im Bereich der Kreuzung Ballinstraße / Glockengießerwall / Ferdinandstor sind für mich zunächst nachvollziehbar. Welche Rolle die Befürchtungen der Verkehrsbehörde gespielt haben, kann ich nicht bewerten.

Anonymous

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

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E-Mail: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net

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