Future Mobility Camp Berlin 2013 – Eine Nachlese

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3. Februar 2026
Etwas größer, etwas organisierter und etwas professioneller ist es geworden, das Future Mobility Camp Berlin 2013. Gemeinsam mit dem InnoZ organisiert, fand am 25. und 26.10.2013 das zweite FMC auf dem EUREF-Campus in Berlin statt. Doch wohin soll die Reise gehen? Dies wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren!

Etwas größer, etwas organisierter und etwas professioneller ist sie geworden, die zweite Auflage des Future Mobility Camps. Bereits kurze Zeit nach dem ersten Future Mobility Camp im April dieses Jahres in Dresden war mir klar, dass das von uns erprobte Veranstaltungskonzept eines Nachfolgers würdig ist.

Mit dem Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) fand sich in Berlin ein geeigneter Partner, der durch Valentin Jahn erfolgreich vertreten wurde. Die derzeitige Diskussion um die Finanzierung unserer Infrastruktur, Planungsprinzipien und die Datenschutzproblematik von Verkehrsdaten (Maut, elektronische Fahrscheine, etc.) setzte den entsprechenden thematischen Rahmen.

Etwa 200 meist junge Teilnehmende diskutierten Ende Oktober angeregt mit Vertretern aus Politik, Unternehmen, Organisationen und der Wissenschaft über Trends und Entwicklungen in den Bereichen Fahrgastinformation im 21. Jahrhundert, Nachfrageorientierte (Echtzeit-) Verkehrsplanung, Bürgerbeteiligung bei Infrastrukturprojekten, u.v.m.

Weitere Impressionen der Veranstaltung sind hier zu finden.

Future Mobility Camp 2013 Berlin

Angeregte Diskussion bspw. mit Dominique de Ternay, Head of Marketing R.A.T.P. Développement – Foto: Patrick Johannsen

Ich persönlich war mit dem Verlauf des FMC Berlin 2013 im Großen und Ganzen zufrieden und habe mich insbesondere über die tolle Atmosphäre und den offenen Austausch gefreut. Hierfür möchte ich mich bei allen Teilnehmenden recht herzlich bedanken!

Die Veränderungen, die wir im Vergleich zum ersten Future Mobility Camp in Dresden umgesetzt haben, entfalteten ebenfalls ihre Wirkung. Durch den stärkeren Workshop-Charakter des ersten Tages wurde das klassische Prinzip aus Vortrag und anschließender Frage-Antwort-Runde aufgebrochen, die Interaktion und der Austausch sowie eine weitergehende Auseinandersetzung mit bestimmten Themen gefördert. Dies werden wir auch in Zukunft beibehalten bzw. noch weiter ausbauen!

Wir haben auf die Teilnehmer des FMC Dresden gehört und den Wunsch nach einer Abendveranstaltung erfüllt! Freundlicherweise hat uns das Deutsche Technikmuseum Berlin die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, welche uns den Brückenschlag zwischen alt und neu, etabliert und innovativ ermöglicht haben.

Herausstechendes Element des Abends war sicherlich die Podiumsdiskussion, die ich mit solch illustren Gästen wie Prof. Dr. Andreas Knie (DB / InnoZ), Hartmut Mehdorn (Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH), Burkhard Stork (Bundesgeschäftsführer ADFC), Anton Hofreiter (MdB Bündnis 90/Die Grünen, Co-Fraktionsvorsitzender, seit 2011 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Deutschen Bundestag), Prof. Dr. Dirk Böndel (Direktor des Deutschen Technikmuseums Berlin), Andreas Leo (Pressesprecher Daimler Mobility Services / car2go) und Martin Schmitz (Geschäftsführer Technik Verband Deutscher Verkehrsunternehmen / ehem. Geschäftsführer Vossloh Kiepe GmbH) moderieren durfte. 

Podiumsdiskussion FMC Berlin

Podiumsdiskussion auf dem Future Mobility Camp Berlin mit Prof. Andreas Knie, Hartmut Mehdorn, Burkhard Stork, Andreas Leo, Martin Randelhoff, Prof. Dirk Böndel, Martin Schmitz, Anton Hofreiter (von links nach rechts) – Foto: Patrick Johannsen

Es dürfte allerdings sehr schwer werden, dies nochmals zu toppen. Nichtsdestotrotz werden wir uns dieser Aufgabe natürlich stellen!

Wie geht es weiter?

Die ersten beiden Future Mobility Camps haben gezeigt, dass das Format funktioniert. Dies soll es aber nicht gewesen sein! Wir haben auch erkannt, dass in diesem Format noch enorme Potenziale stecken, die wir gemeinsam heben und entwickeln möchten. 

Der gesellschaftliche Diskurs, wie die Mobilität der Zukunft, und damit einhergehend unser Leben in der Zukunft, gestaltet sein soll, muss auch von jenen geführt werden, die hoffentlich auch noch in fünfzig Jahren auf diesem Planeten leben werden. Das FMC bietet eine Plattform für diesen Austausch und wird hoffentlich auch im Jahr 2014 interessante Menschen miteinander vernetzen.

Die Planungen für das kommende Jahr haben wir bereits kurz nach dem FMC Berlin 2013 aufgenommen und uns viele Gedanken gemacht, wie das Future Mobility Camp weiterentwickelt werden kann. Wir würden uns an dieser Stelle auch über Vorschläge von außen freuen. Berlin hat bei mir persönlich weitaus mehr Fragen aufgeworfen als Antworten geliefert.

Martin Randelhoff Foto auf dem Future Mobility Camp Berlin 2013

In welche Richtung soll es gehen? – Foto: Patrick Johannsen

Wir werden uns in den kommenden Wochen Gedanken darüber machen müssen, wie das FMC auch eine langfristige Wirkung entfalten kann. Wie können wir mit drei oder vier Veranstaltungen im Jahr an wechselnden Orten und mit wechselnden Schwerpunktthemen eine Kontinuität und Weiterentwicklung in der Diskussion erreichen? Kann und muss man jedes FMC isoliert betrachten oder gelingt es uns, verschiedene Veranstaltungen miteinander zu verknüpfen? Wie können wir Verbände und Organisationen tiefer einbinden und entsprechende Teilnehmer gewinnen? Wie sollen die Themen festgelegt werden? Ist ein Fokus auf ein, zwei Kernthemen sinnvoll oder sollte man die ganze Bandbreite der Mobilität abdecken? Wie können wir Bauingenieure, Fahrzeugtechniker, Architekten, Designer, Stadt- und Raumplaner, etc. besser integrieren? Schaffen wir es, von einer reinen Betrachtung der Verkehrssysteme hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Themas Mobilität mit all seinen Facetten und Wirkungsmechanismen zu kommen? Ist dies im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung abzubilden?

Wir haben viele Fragen, mit denen wir uns in den kommenden Wochen beschäftigen müssen. Wir freuen uns, wenn sich möglichst viele Leser dieses Blogs, Teilnehmer des FMC und jene, die es noch werden wollen, an dieser Diskussion beteiligem. Denn nur gemeinsam können wir das Future Mobility Camp weiterentwickeln!

Wir sehen uns in Dresden!

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Verfasst von: Martin Randelhoff
Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, arbeitet im Hauptjob im ARGUS studio/ in Hamburg. Zuvor war er Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum und nachhaltige Verkehrskonzepte. Kontaktaufnahme: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net
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