Designstudie Straßenverkehr urbane Mobilität

Elektroautos durch Fahrradnutzung kaufen – geht ganz einfach (Designstudie von Vincet Montreuil)

Elektro-Pod Amsterdam Vincet Montreuil DesignstudieDer französische Designer Vincet Montreuil hat einen Wettbewerbsbeitrag für den Shell GameChanger DRIVEN Amsterdam eingereicht. Ziel des Wettbewerbs war es, ein umweltfreundliches Fahrzeugkonzept zu entwickeln.

Sein Wettbewerbsbeitrag ist ein kompaktes elektrisch betriebenes “Pod Car”, das sich gut in die in Amsterdam existierenden Verkehrsoptionen einfügen soll.Elektro-Pod Amsterdam Vincet Montreuil DesignstudieDas Fahrzeug kann je nach Einsatzweck unterschiedlich genutzt werden. Die Sitzposition kann entweder für die innerstädtische Fahrt, das sportive Fahren oder eine Fahrt über größere Distanz eingestellt werden. Trotz der komapkten Maße können bis vier Personen auf einmal mit dem Fahrzeug fahren.Elektro-Pod Amsterdam Vincet Montreuil DesignstudieSinn des Fahrzeugkonzepts ist die bessere Vereinbarkeit mit dem Radverkehr. Autos, Motorräder / -roller und Busse in Amsterdam sollen durch die kompakten Elektroautos ersetzt werden. Damit soll zum einen die Übersichtlichkeit gestärkt werden und zweitens sollen größere Fahrzeuge aus dem winkligen Innenstadtbereich entfernt werden.Elektro-Pod Amsterdam Vincet Montreuil DesignstudieGrundbaustein für das Fahrzeug ist eine gemeinsame Plattform, in der sich Elektromotor und Batterien befinden. Auf diese Plattform lassen sich je nach Bedarf verschiedene Aufbauten montieren. Der Rahmen besteht aus einer Sandwichplatte mit Wabenkern, die aus Aluminium gefertigt wird. So erreicht eine möglichst große Steifigkeit bei niedrigem Gewicht.

Um den Verkehrsfluss zu verbessern und Unfälle zu vermeiden, stehen die Fahrzeuge im ständigen Kontakt miteinander.

Podcar Elektroauto AmsterdamDie Lithiumphosphat-Batterie (50 kg) ermöglicht eine Reichweite von 100 Kilometern.

Das Aussehen kann vollständig angepasst werden. Die Karosserieteile sind steckfähig und können beliebeig ausgetauscht werden. So lassen sich die Fahrzeuge individuell anpassen und leicht verändern.

Das Fahrzeug steht allerdings nicht für sich alleine, sondern integriert sich in ein spezielles System, in dem der Radverkehr im Mittelpunkt steht:

Für jeden Kilometer, der mit dem Fahrrad zurückgelegt wurde, erhält man einen Punkt (Gegenwert 1 Euro). Diesen Punkt kann man nun für eine Fahrt mit dem Bus oder für einen Kilometer Fahrt mit dem oben beschriebenen Fahrzeug verwenden.

Diese Punkte lassen sich auch für den Kauf des Fahrzeuges (5000 € = 5000 Punkte = 5.000 km mit dem Rad) oder die jährliche Leasingrate (1000 € = 1000 Punkte = 1000 km) einsetzen. Somit wird der Radverkehr aktiv gefördert und gleichzeitig eine umweltverträgliche Art des motorisierten Individualverkehrs angeboten, die Fahrten, die nicht mit dem Fahrrad möglich sind, ersetzen.Vincet Montreuil Elektroauto Designstudie AmsterdamDurch die kompakten Maße ist es möglich, bei zweispurigen Straßen eine Spur ausschließlich für den Radverkehr freizugeben und die andere für die Elektro-Pods.

Das nachfolgende Video hebt noch einmal die Vorteile der Designstudie hervor und beschreibt wie genau sich das Fahrzeug in den Amsterdamer Mobilitätsmix einfügen soll:

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Randelhoff Martin

Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, arbeitet im Hauptjob im ARGUS studio/ in Hamburg. Zuvor war er Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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