Lange Zugreisen sind auf die Dauer meist ermüdend und unbequem. Die zu harten bzw. durchgesessenen Sitze, die nicht ganz sauberen Zugtoiletten und die mangelnde Privatsphäre lassen viele Reisende das Auto einer Zugfahrt vorziehen. Massentransportmittel bewegen sich immer in einem Spannungsfeld zwischen Komfort und Anschaffungs- und Unterhaltungskosten.
Um eine Zugfahrt angenehmer zu gestalten, entwarf der russische Designer Andrey Chirkov einen Reisezugwagen, der modernen Ansprüchen an Komfort und ein wenig Luxus genügt und dennoch für die Bahngesellschaften bezahlbar bleibt.
Im Mittelpunkt steht dabei die Privatsphäre der Reisenden ohne die persönliche Freiheit der Mitreisenden einzuschränken. Die Innenausstattung ist geräumig und lässt viele Freiflächen.

An den Ende jedes Wagens finden sich zwei Toiletten und Duschen.
Um den Raum ideal zu nutzen ist die Gepäckbeförderung wie in einem Flugzeug geregelt. Größere Gepäckstücke werden in einem Frachtraum, einem extra abgetrennten Abteil, transportiert. Kleinere Gepäckstücke können von den Reisenden mit in den Fahrgastraum genommen werden und werden dort über oder unter den Liegen verstaut.
Um auch längere Reisen für die Reisenden möglichst angenehm zu gestalten, steht ein abgetrennter Schlafbereich zur Verfügung.
Ein Rolladen trennt den Schlafbereich vom restlichen Raum. Die Schlafkabinen sind mit Flüssigkristallbildschirmen, Fernbedienung, Klimaanlage, Radio, USB-Anschluss, 220 Volt Steckdose und Lampen ausgerüstet. Multifunktions-Touchdisplays sind an jedem Ende der Kabinen angebracht.
Über diese Bildschirme werden der Rolladen und die Trittleiter gesteuert, die Menükarte des Bordrestaurants kann heruntergeladen und Informationen über die Gegend, die der Zug derzeit durchfährt, gelesen werden. Des Weiteren können Musik gehört und Filme angesehen werden.
Die Zugriffskontrolle geschieht durch das elektronische Ticket, das jeder Reisende erhält. Mit diesem können die Rolladen geschlossen und geöffnet werden.