Öffentlicher Personennahverkehr Telematik, Apps und IKT Visualisierung

[Visualisierung] Bedienhäufigkeiten von ÖPNV-Linien

Atlanta ÖPNV-Angebot werktags morgens Visualisierung
Zahl der ÖPNV-Fahrzeuge in Atlanta am Dienstag, den 15.08.2017 um 05:33 Uhr - Visualisierung: Will Geary
Räumlich-zeitliche Visualisierungen bieten die Möglichkeit, nicht nur Linienverläufe sondern auch Bedienhäufigkeiten einzelner Linien darzustellen und schließen damit eine Lücke zwischen Liniennetzplan und Fahrplan.

Liniennetzpläne zeigen oftmals nur ein unvollkommenes Bild des -Angebots, da sie einen wichtigen Bereich nicht oder nur unvollständig darstellen: die Bedienfrequenz.

Die Häufigkeit, mit der Fahrzeuge einer Linie eine Haltestelle in der Stunde anfahren, bestimmt die durchschnittliche Wartezeit. Diese hat wiederum einen Einfluss auf die Flexibilität der Nutzung. Je häufiger eine Linie eine Haltestelle bedient, desto flexibler kann der ÖPNV genutzt werden. Große Abstände zwischen den einzelnen Fahrzeugen haben zur Folge, dass man eine Fahrt intensiver planen muss und zudem zeitlich stärker gebunden ist. Wird eine Haltestelle von einer Linie hingegen im Fünf- oder Zehn-Minuten-Takt bedient, ist ein höheres Maß an Flexibilität möglich, da nach kurzer Wartezeit bereits das nächste Fahrzeug kommt.

Manche Verkehrsunternehmen versuchen, die Frequenz einzelner Linien über unterschiedliche Liniendicken, Farbcodes oder Linienmuster (gestrichelt, gepunktet, etc.) in den aufzunehmen. Mitunter leidet hierbei jedoch die Erkennbarkeit wie das Beispiel zeigt:

SFMTA Liniennetzplan mit Bedienhäufigkeit
Liniennetzplan mit Bedienfrequenz in San Francisco (Ausschnitt) – Grafik:

Die einzelner Haltestellen wird daher üblicherweise erst durch den Fahrplan verdeutlicht. Dieser kann jedoch mitunter nur schwierig zu verstehen sein und bietet darüber hinaus keinen räumlichen Bezug.

Durch das Verschneiden von Liniennetzplänen und Fahrplänen zu räumlich-zeitlichen Visualisierungen werden die räumliche und zeitliche Komponente in Kontext gesetzt. Die Bedienfrequenz einzelner Linien kann schneller erfasst werden. Dies macht es einfacher, die Qualität eines ÖPNV-Angebots bewerten und diskutieren zu können, bietet aber zugegebenermaßen für die alltägliche Nutzung oder Fahrtenplanung wenig Mehrwert.


Hinweis: Weitere Visualisierungen aus den Bereichen Öffentlicher Personennahverkehr, Bahnverkehr, Luftverkehr, etc. sind hier zu finden.


Die Erstellung der Visualisierungen ist relativ einfach. Will Geary hat unter der Bezeichnung TransitFlow mehrere Skripte bereitgestellt. Diese bestehen zum einen aus Phyton-Skripten, um die notwendigen Daten von Transitland zu beziehen. Transitland bietet auch Menschen mit geringen oder keinen Programmierkenntnissen die Möglichkeit, Daten öffentlicher Verkehrsangebote wie Linien oder Haltestellen zu visualisieren. Die Visualisierung selbst wird mit Processing und Unfolding Maps angefertigt.

Die Visualisierungen machen die Hauptachsen eines ÖPNV-Netzes, die zeitlich unterschiedlichen Bedienhäufigkeiten einzelner Linien und Verkehrsmittel und zeitlich und / oder räumlich ungenügend bediente Bereiche einfach erkennbar. Beispiele:

San Francisco

Vancouver

Rom

City

Lissabon

Sydney

Boston

Denver

Portland

Philadelphia

Zukunft Mobilität folgen und abonnieren



Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

Telefon +49 (0)351 / 41880449 (voicebox)

E-Mail: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
 
Bild(er) hinzufügen
 
 
 
Audio- und Videodateien
 
 
 
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:

Jetzt abonnieren!

Auszeichnungen

Grimme Online Award Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den Grimme Online Award 2012 in der Kategorie Information erhalten. Ich möchte mich bei all meinen Lesern für die Unterstützung bedanken!

PUNKT Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den PUNKT 2012 der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) in der Kategorie "Multimedia" gewonnen.

Logo VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hat mich im Rahmen der VDV-Jahrestagung 2013 in Mainz als “Talent im ÖPNV” des Jahres 2013 ausgezeichnet. Der VDV vertritt rund 600 Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs, des Schienenpersonennahverkehrs, des Schienengüterverkehrs, der Personenfernverkehrs sowie Verbund- und Aufgabenträger-Organisationen.

Lizenz

Zukunft Mobilität Creative Commons

Die Inhalte dieses Artikels sind - soweit nicht anders angegeben - unter CC BY-SA 3.0 de lizensiert. Grafiken sind von dieser Lizenz aus Vereinfachungs- und Schutzgründen ausgenommen (Anwendung aufgrund der Verwendung von Grafiken / Bildern mit unterschiedlichen Lizenzen zu kompliziert) außer die CC-Lizenz ist ausdrücklich genannt.

Weitere Informationen

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

Telefon +49 (0)351 / 41880449 (voicebox)

E-Mail: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net