[Visualisierung] Bedienhäufigkeiten von ÖPNV-Linien~2 Minuten Lesezeit

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Liniennetzpläne zeigen oftmals nur ein unvollkommenes Bild des ÖPNV-Angebots, da sie einen wichtigen Bereich nicht oder nur unvollständig darstellen: die Bedienfrequenz.

Die Häufigkeit, mit der Fahrzeuge einer Linie eine Haltestelle in der Stunde anfahren, bestimmt die durchschnittliche Wartezeit. Diese hat wiederum einen Einfluss auf die der Nutzung. Je häufiger eine Linie eine Haltestelle bedient, desto flexibler kann der ÖPNV genutzt werden. Große Abstände zwischen den einzelnen Fahrzeugen haben zur Folge, dass man eine Fahrt intensiver planen muss und zudem zeitlich stärker gebunden ist. Wird eine Haltestelle von einer Linie hingegen im Fünf- oder Zehn-Minuten-Takt bedient, ist ein höheres Maß an möglich, da nach kurzer Wartezeit bereits das nächste Fahrzeug kommt.

Manche Verkehrsunternehmen versuchen, die Frequenz einzelner Linien über unterschiedliche Liniendicken, Farbcodes oder Linienmuster (gestrichelt, gepunktet, etc.) in den aufzunehmen. Mitunter leidet hierbei jedoch die Erkennbarkeit wie das Beispiel zeigt:

SFMTA Liniennetzplan mit Bedienhäufigkeit

Liniennetzplan mit Bedienfrequenz in San Francisco (Ausschnitt) – Grafik:

Die einzelner Haltestellen wird daher üblicherweise erst durch den Fahrplan verdeutlicht. Dieser kann jedoch mitunter nur schwierig zu verstehen sein und bietet darüber hinaus keinen räumlichen Bezug.

Durch das Verschneiden von Liniennetzplänen und Fahrplänen zu räumlich-zeitlichen Visualisierungen werden die räumliche und zeitliche Komponente miteinander in Kontext gesetzt. Die Bedienfrequenz einzelner Linien kann schneller erfasst werden. Dies macht es einfacher, die Qualität eines ÖPNV-Angebots bewerten und diskutieren zu können, bietet aber zugegebenermaßen für die alltägliche Nutzung oder Fahrtenplanung wenig Mehrwert.


Hinweis: Weitere Visualisierungen aus den Bereichen Öffentlicher Personennahverkehr, Bahnverkehr, Luftverkehr, etc. sind hier zu finden.


Die Erstellung der Visualisierungen ist relativ einfach.  hat unter der Bezeichnung TransitFlow mehrere Skripte bereitgestellt. Diese bestehen zum einen aus Phyton-Skripten, um die notwendigen Daten von Transitland zu beziehen. Transitland bietet auch Menschen mit geringen oder keinen Programmierkenntnissen die Möglichkeit, Daten öffentlicher Verkehrsangebote wie Linien oder Haltestellen zu visualisieren. Die selbst wird mit Processing und Unfolding Maps angefertigt.

Die Visualisierungen machen die Hauptachsen eines ÖPNV-Netzes, die zeitlich unterschiedlichen Bedienhäufigkeiten einzelner Linien und Verkehrsmittel und zeitlich und / oder räumlich ungenügend bediente Bereiche einfach erkennbar. Beispiele:

San Francisco

Vancouver

New York City

Prag

Lissabon

City

Boston

Chicago

Portland

Verfasst von

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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