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Der systemische Fehler des Radverkehrs

„Kampf-Radeln“ war bereits Thema in diesem Blog. Für ein weitergehendes Verständnis dieses Themenkomplexes (u.a. Analyse von Unfallzahlen, Verkehrsverstößen durch , etc.) lege ich jedem die Lektüre dieses Artikels nahe.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer möchte gegen die sogenannten „Kampf-Radler“ vorgehen. Wieder einmal. Dabei verkennt er allerdings das Grundproblem.

Nachtaufnahme des Radverkehrs in UtrechtIn vielen deutschen Städten und Ländern wächst der . Dieser Effekt ist politisch erwünscht und gewollt. Der ist eine günstige, umweltfreundliche Verkehrsart, die zudem wenig Fläche verbraucht. Daher arbeiten Verkehrsplaner und engagierte Mitarbeiter in Kommunen und anderenorts stetig daran, die Bedingungen für den zu verbessern und diesen zu fördern.

Dies ist auch dringend angebracht. Künftig werden nur jene erfolgreich sein, die ihren Einwohnern eine Wahl lassen. Die Wahl, welches Verkehrsmittel für den jeweiligen Zweck das richtige ist. Mono-Strukturen sind überholt und werden sich in Zukunft selbst abschaffen. Die Abhängigkeit von einem einzigen Werkzeug (in heutigen Zeiten zumeist das Auto) war langfristig noch nie existenzsichernd. Oder gar nachhaltig. Oder innovativ. Oder zukunftsgewandt.

Viele Städte befinden sich in einem , um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können. Die Förderung des Radverkehrs ist dabei ein wichtiger Baustein.

Dies ist eine Seite der Medaille.

Auf der anderen Seite fühlen sich einige und Autofahrer ebenso wie unser Bundesverkehrsminister von dieser neuen Entwicklung bedroht. Die extremste Ausprägung ist der „(Kampf-)Radler“. Aber nicht weil er per se Menschen verletzen will oder sich aus anarchischen Beweggründen gegen das System auflehnt. Das Problem „Kampf-Radler“ ist nur das Phänomen eines größeren Problems. Wenn auch ein Schwerwiegendes…

Dies zeigen alleine die Reaktionen:

In Autozeitschriften und Automobilforen wird über die wachsende Gefahr auf deutschen Straßen geschimpft und eine starke Verfolgung und Bestrafung des rüpelhaften Verhaltens gefordert. Ein Wunsch, dem unser Bundesverkehrsminister anscheinend gerne nachkommen möchte.

Gefordert werden stärkere Strafen, eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder, eine , eine absolute Radwegbenutzungspflicht und weitere ordnungspolitische Maßnahmen, deren Hauptziel es ist, den Radverkehr einzuschränken oder zumindest das Wachstum abzuschwächen.

Regelverstöße und Gefährdungen anderer Menschen sind per se schädlich und uneingeschränkt abzulehnen. Menschen, die andere Personen gefährden, verletzen oder gar töten, müssen durch die entsprechenden Stellen verfolgt und von Gerichten bestraft werden. Hier gibt es keinerlei Zweifel. Regeln sind in unserer Gesellschaft vorhanden, um unser Zusammenleben erträglich zu machen. Ohne Regeln herrscht Anarchie das Recht des Stärkeren, der seine Macht willkürlich ausüben kann. Unsere Gesellschaft hat sich vor einiger Zeit dazu entschlossen, das persönliche Mittel der Gegenwehr und Rache zu institutionalisieren und in die Hände des Staates zu legen. Wir alle berufen uns tagtäglich auf diese Regeln und Konventionen. Aus diesem Recht folgt allerdings auch die Pflicht, uns diesem System selbst unterzuordnen und die Regeln zu akzeptieren. Damit wir friedlich zusammenleben können.

Kampf-Radler, Kampf-Autofahrer, Kampf-Fußgänger…

Das Auflehnen gegen Regeln und Konventionen wird im Leben jedes Menschen irgendwann attraktiv. Wir verstehen nicht immer den Grund für eine Regel. Aus Unverständnis wird Ablehnung und aus Ablehnung ein Regelverstoß. Jeder, der schon einmal mit Menschen, die sich über Geschwindigkeitsmessungen aufregen (Abzocke!), geredet hat, wird mir da beipflichten.

Eine Verrohung der Sitten auf deutschen Straßen wird seit einigen Jahren immer wieder konstatiert. Dies betrifft nicht nur den Radverkehr, sondern auch den Auto- und sogar Fußgängerverkehr. Durch das verstärkte Auftreten von Radfahrern in jüngerer Zeit entstehen nur neue Konfliktpotenziale und Reibungsflächen. Hinzu kommt: Das Neue und Unbekannte wird zunächst per se abgelehnt oder zumindest mit Skepsis begegnet.

Konservative Verkehrspolitiker wie haben ein bestimmtes Weltbild. Ich möchte nicht unterstellen, dass unser Bundesverkehrsminister den Radverkehr generell ablehnt. Er ist ihm nur nicht geheuer. Analogien lassen sich durchaus mit dem Internet ziehen. Auch innerhalb und außerhalb des Internets gibt es Diskussionen über dieses Medium. Gefordert wird eine Ausweispflicht, ein Verbot von Pseudonymen, eine stärkere Durchsetzung von Regeln aus der analogen Welt und ein Übertragen von bisherigen, uns wohlbekannten Strukturen auf diesen (noch) freien Raum.

Dabei werden Forderungen erhoben, die aus Unkenntnis über die Struktur dieses Mediums, nicht umsetzbar sind. Unter anderem um Beleidigungen und rüpelhaftem Verhalten zu begegnen, die unter dem Deckmantel eines Pseudonyms abgesondert werden.

Wer erkennt die Analogie zum Radverkehr?

Die Forderung einer Klarnamenpflicht entspricht dem gleichen Grundsatz einer Kennzeichenpflicht für Fahrräder. Die (vermeintliche) Verrohung der Sitten im Internet der Verrohung im .

Die geforderten Maßnahmen werden die Probleme aber weder im virtuellen Raum noch im Straßenraum lösen.

Ich kann mich nicht zu 100 Prozent in einen „Rüpel-Radler“ hineinversetzen. Ich kann nur versuchen, aus anderen Verhaltensmustern Ableitungen zu ziehen.

Wenn Menschen unter Stress stehen, steigt der Adrenalinspiegel und unsere Rücksichtnahme nimmt ab. Wer von uns achtet in der gleichen Weise auf andere, wenn man schnell seinen Anschlusszug erreichen muss? Ich jedenfalls nicht (auch wenn ich zum Glück noch nie jemanden dabei verletzt habe).

Radfahrer agieren im Straßenraum nicht alleine. Rücksichtsloses Verhalten von Autofahrern gegenüber Radfahrern ist in deutschen Städten leider an der Tagesordnung. Es wird zu nah überholt, gehupt, die Vorfahrt missachtet und am Steuer über die vermeintlich langsamen Radfahrer geschimpft, die sich doch bitte auf die Radwege verziehen sollen. Man hat schließlich für diese Straße Steuern bezahlt und dabei das Recht, ungehindert zu fahren, gepachtet.

Vergessen wird oftmals, dass Radfahrer die gefährdeteren Verkehrsteilnehmer sind. In Interaktion mit Pkw-Verkehr existiert ein großes Stresspotenzial, schließlich schwebt man ständig in der Gefahr geschnitten oder verletzt zu werden. Natürlich existieren in der Extrem-Radler-Fraktion Sprüche wie „Wer in der Gosse fährt, muss sich nicht darüber wundern, wenn er dort landet.“ Solche Aussagen sind aber kein Symptom, sondern stellen das Dilemma recht passend dar.

Konfliktpotenzial ist auf allen Ebenen vorhanden. Fußgänger versuchen mit Schirmen und Stöcken Radfahrern in die Speichen oder auf den Körper zu schlagen, Autos drängeln, öffnen abrupt die Türen oder hupen und Radfahrer schlagen auf Dach und Motorhaube. Ein Aggressionspotenzial ist auf allen Seiten vorhanden.

Der systemische Fehler

Herr Ramsauer und alle anderen, die über „Rüpel-Radler“ schimpfen, harte Strafen fordern und oftmals selbst nicht besser sind, verkennen nur, dass nicht der Radler an sich an den Verwerfungen und dem Konfliktpotenzial Schuld ist, sondern die Strukturen nicht mehr zeitgemäß sind.

Eine schlechte Radwegeinfrastruktur, schlechte Straßen (unter denen Radler mindestens genauso, wenn nicht sogar stärker leiden als Autofahrer), mangelnde Abstellmöglichkeiten und eine nicht vorhandene Kultur des Miteinanders sind Alltag in deutschen Städten.

In vielen Regionen und Kommunen kommt dem Radverkehr nicht die Aufmerksamkeit entgegen, die ihm eigentlich zusteht. fahren wird als Freizeitbeschäftigung gesehen, nicht aber als Werkzeug zur Bewältigung der Alltagsmobilität anerkannt. Menschen, die in falsche Strukturen gedrängt werden, stehen unter Stress. Menschen, die nicht anerkannt werden oder gar Ablehnung erfahren, werden wütend. Menschen, die bestehende Strukturen bedrohen und mehr Raum für sich einfordern, werden als Gefahr angesehen. Menschen, die eine andere Lebenseinstellung haben und die eigene kritisieren, sind unsympathisch. Aber es sind Menschen!

Eines ist klar: Der Radverkehr wird auch in Zukunft weiter wachsen. Entweder löst sich das Gefühl des gegenseitigen Misstrauens von alleine oder wir bekommen ein Problem. Ich hoffe auf Ersteres. Hass und Misstrauen waren noch nie eine Basis für ein friedliches Miteinander.

Die Lösungskette

Wir sind mitten in einer Phase des Argwohns. Neues wird allerdings irgendwann bekannt und dann selbstverständlich. Mit fortschreitender Zeit dürften sich die vorhandenen Probleme zu einem gewissen Teil selbst lösen.

Durch stärkere Präsenz steigt die Aufmerksamkeit. Durch mehr Aufmerksamkeit wächst die Rücksichtnahme. Durch mehr Rücksichtnahme sinkt die Zahl der , aggressives und rüpelhaftes Verhalten wird gesellschaftlich geächtet.

Man muss es nur so weit kommen lassen. Eine Schwächung dieses kleinen Sprosses für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr durch Verbote ist kontraproduktiv. Nur zu hoffen, dass dies unser Bundesverkehrsminister auch irgendwann versteht.

Foto: Lambert Wolterbeek Muller @ Flickr – CC BY-NC-ND 2.0

Verfasst von:

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität. Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden. Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

15 Kommentare

  1. Michael Kleine-Möllhoff

    Dem Text kann ich nur zustimmen.
    Für mich persönlich stelle ich fest, wenn ich durch die Verkehrssituation massiv benachteiligt werde, wächst meine Bereitschaft mich nicht an die Regeln zu halten.
    Eine Ampel, die mich dreimal betteln und warten lässt, während der PKW in einem Zug weiterkommt, kann ich nicht mehr ernt nehmen. Da werde auch ich zum „Kampf-Radler“.
    Wenn es allerdings um die Beeinträchtigung schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger geht, würde ich auch gerne öfter Knöllchen verteilen.
    Radfahrer gehören auf die Straße, nicht auf den Fußweg.

    Antworten
  2. rudirestmuell

    Sie schreiben:
    „Regeln sind in unserer Gesellschaft vorhanden, um unser Zusammenleben erträglich zu machen. Ohne Regeln herrscht Anarchie.“

    Das ist inhaltlich falsch. Offenbar gehen Sie von dem von Boulevard-Medien, Behörden und etablierter Politik etablierten Anarchie-Begriff aus, der mit dem politikwissenschaftlichen nichts zu tun hat. Anarchie bezeichnet den Zustand der Abwesenheit von Herrschaft, nichts anderes, was bedeutet, dass in anarchistischen Gesellschaften deren Mitglieder darauf verzichten, eine Gruppe aus ihrer Mite mit Entscheidungsbefugnissen über die gesamte Gesellschaft zu legitimieren. Das bedeutet nicht, dass man sich dort nicht auf gemeinsame Werte und Regeln konsensual einigen kann.

    Beiträge wie dieser tragen dazu bei, dass sich diese Falschvorstellung und damit die Negativrezeption des Begriffs „Anarchie“ weiterhin verfestigt

    Antworten
    • Martin Randelhoff

      Okay, um einer weitergehenden Festigung dieser Falschvorstellung und der damit verbundenen Negativrezeption entgegenzuwirken, werde ich den Satz entsprechend umformulieren. Danke für den Hinweis! Ich merke gerade, dass ich doch nur sehr wenig weiß… ;-)

      Antworten
  3. Frank Kemper

    Sie schreiben: „Vergessen wird oftmals, dass Radfahrer die gefährdeteren Verkehrsteilnehmer sind.“ Nun, mein Eindruck als Viel-Auto-und-wenig-Fahrradfahrer ist, dass vor allem die Radfahrer selbst das vergessen und – manchmal, selten – sich selbst so ein bisschen wie ein „menschliches Schutzschild“ einsetzen. Simple Geschichte: Wenn es Nacht ist, muss man mit Licht fahren. Dies wird von ca. 1/3 aller Fahrradfahrer einfach ignoriert. Man darf auch nicht eine Fahrbahn in der falschen Richtung befahren. Auch das wird von viele Fahrradfahrern ignoriert. Es gibt viele Probleme zu lösen, zum Beispiel auch die mangelhafte Kompatibilität der geltenden Verkehrsregeln mit den Bedürfnissen der Fahrradfahrer. Es ist einen Radfahrer nicht zu verdenken, dass er genervt ist, wenn er zum Linksabbiegen an einer Kreuzung mit Ampeln gefühlt fünf Minuten an irgendwelchen Ampeln warten muss, während ein Auto das in einem Zug kann. Aber eine zunehmende Zahl von Fahrradfahrern zieht aus solchen Vorkommnissen den Schluss, dass Straßenverkehrsregeln ausschließlich für den motorisierten Straßenverkehr gelten – und das stimmt eben nicht. Neulich wurde eine Kollegin von der Polizei aufgehalten, weil sie mit ihrem Fahrrad bei rot eine Ampel überfahren hatte. Sie musste ein Bußgeld zahlen, ich glaube, es waren 25 Euro. Die Empörung der Kollegin kannte keine Grenzen. Sogar das Argument, wenn sie sich beim Rotlichtverstoß von der Polizei hat erwischen lassen, dann habe sie wohl nicht sorgfältig genug auf den Verkehr geachtet, verfing nicht: Die Frau ist Akademikerin und Journalistin – und sie fühlt sich in der Tat ungerecht behandelt, wenn sie mit Vorsatz ein Verkehrsdelikt begeht, das einem Autofahrer einen Monat Fahrverbot einbringen würde.

    Andererseits: Wenn Peter Ramsauer etwas ankündigt, dann muss man sich darum keine Gedanken machen. In meinen Augen ist der Mann der unfähigste Verkehrsminister, den wir je hatten. Man betrachte einfach einmal, wie er mit Fleiß das Thema „Wechselkennzeichen“ maximal vergurkt hat.

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    • Martin Randelhoff

      Über mangelnde Beleuchtung und „Geisterradeln“ müssen wir gar nicht erst groß diskutieren. Hier existieren eindeutig Defizite. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dies an zu laschen Gesetzen oder eher an der geringen Kontrolldichte liegt. Durch härtere Strafen mag zwar der Einzelne – falls er erwischt wird – bestraft werden, bei nur wenigen Kontrollen ändert sich aber an der allgemeinen Situation nichts oder nur sehr wenig. Und Polizei ist Ländersache. Eine Verbesserung dieses Zustands ist recht einfach durch die Politik machbar, hier helfen allerdings keine populistischen Sprüche sondern nur Taten.

      Zudem sollte man eventuell endlich darüber nachdenken, die StVo-Regelung über festinstallierte Beleuchtungsanlagen an Fahrrädern über 11 Kilogramm aufzuweichen oder abzuschaffen. Batteriebetriebene Leuchten sind von der Leuchtkraft her meist besser und auch weit verbreitet. Ich verstehe zwar den Sinn dieser Regelung, aber finde sie trotzdem veraltet.

      Schlechte Radverkehrsinfrastrukturplanung und mangelhafte LSA-Schaltungen werden sich mit der Zeit von selbst erledigen. Die heutige Riege der kommunalen Verkehrsplaner hatte den Radverkehr lange Zeit nicht auf dem Schirm, dies ändert sich zum Glück zur Zeit. Auch werden die einschlägigen Richtlinien wie RiLSA, RaSt, usw. weiter auf Bedürfnisse des Radverkehrs hin optimiert. Und im Studium wird darauf auch mittlerweile viel Wert gelegt.

      Wegen des mangelnden Unrechtbewusstseins habe ich auch keine Lösung. Eventuell müssten hier an Schulen die Verkehrserziehung etwas stärker gefördert werden oder man müsste in Fahrschulen ein bisschen auf die Regeln für Radfahrer eingehen. Ein Patentrezept gibt es hier aber sicherlich nicht.

      Und zu Herrn Ramsauer habe ich bereits genug geschrieben…

      Hier zum Thema Staubekämpfung:

      http://j.mp/I5IzTM

      http://j.mp/tDDxyR

      Hier zum Thema Güterverkehr:

      http://j.mp/oXwBPA

      Hier zum Thema Wechselkennzeichen:

      http://j.mp/vZjFDI

      Hier zum Thema DB:

      http://j.mp/Hx147I

      Hier zum Thema Investitionsrahmenplan:

      http://j.mp/uVQE4K

      to be continued…

      Antworten
  4. Jens Friedrich

    „eine nicht vorhandene Kultur des Miteinanders sind Alltag in deutschen Städten.“ Mehr ist da wohl nicht zu sagen.
    Die Diskussion um den Radverkehr wird m.E. typisch übertrieben und derzeit destruktiv geführt (auch und gerade von Radlern und ihren Vertretungen). Ein Gegeneinander spielt nur den Poitikern in die Hand, die Wirtschaftspolitisch denkend, eher den Verlust von Steuergeldern sehen. Insofern ist der Radfahrer nichts anderes als die E-Zigarette…

    Antworten
  5. Hans

    Was ist eigentlich dieser „Kampf-Radler“ bzw. „Rüpel-Radler“, wie er hier auch im Artikel enthalten ist? Ich denke, hier werden aus verschiedenen Gruppen bestimmte Merkmale zusammengesetzt und voilá: Das ist „der Kampf-Radler“.

    1. Radsport
    In Foren kommt immer das Schlagwort „Papageienkostüum“ oder „Möchtegern-Jan-Ulrich“, also Radsportler, die trotz Radwegs Fahrbahnen benutzen und dort *sogar* nebeneinanderfahren (Anm.: im Verbund ab 15 Fahrer durchaus erlaubt). Diese dürften mengenmäßig so gering sein, dass die Mehrheit ihn wohl eher von den Übertragungen der Tour de France als aus dem Straßenverkehr kennt, geschweige denn eine vermeintliche Behinderung tatsächlich erlebt mal zu haben.

    2. Alltagsfahrer
    Der wohl meist männliche Fahrer, der sein Fahrrad als Verkehrsmittel ansieht und für eine Vielzahl von Wegen verwendet. Er kennt seine Rechte und Pflichten im Straßenverkehr. Dementsprechend benutzt er etwa nicht benutzungspflichtige Radwege zwecks zügigem Vorankommen auch nicht oder hält auf der Fahrbahn den vorgeschriebenen Abstand zum Bordstein. Also erstmal unerwartetes Verhalten für viele. Quert auf seiner täglichen Strecke häufig eine Ampel bei Rot, weil auf diesem Radwegabschnitt die Schaltung mit der nächsten nicht koordiniert ist. Ständiger Regelbrecher! Auf bestimmte Aktionen (etwa knappes Überholen durch Autofahrer) reagiert er auch aggressiv, was ihn scheinbar unberechenbar macht.

    3. Gelegenheitsfahrer
    Eher selten mit dem Rad unterwegs, mal zum Bäcker oder in die Kneipe, vielleicht auch mal sonntags bei schönem Wetter 10 km in den Biergarten, das geht in jedem Alter gut und ist akzeptiertes gesellschaftliches Verhalten. Dank jahrzehntelanger Trimmung auf Seitenstreifen auch linken Radwegen und Gehwegen nicht abgeneigt und wird dort mit seinen 15 – 20 km/h bereits von Fußgängern als bedrohlich wahrgenommen. Fährt unter Prüfung des Querverkehrs auch mal bei Rot, um nicht anhalten zu müssen. Wegen der mangelhaften Ausrüstungsvorschriften funktioniert sein Licht nicht zuverlässig, daher lässt er auf „kurzen Strecken im Dunkeln“ auch gerne mal aus. Regelbrecher! Sieht ein Fehlverhalten bei einer der Polizeikontrollen gegen die „Kampfradler“ vielleicht gar nicht ein. Also auch unberechenber!

    So werden dann also Fahrern mit dem Aussehen von 1 und soziodemografischen Merkmalen von 2 die alltäglichen „Rüpelhaftigkeiten“ von 3 zugeschrieben. Nur welches Verhalten soll nach Herrn Ramsauer stärker überprüft und sanktioniert werden? Wie wäre es zusätzlich mit besserer Aufklärung, was erlaubt ist (die Idee, den „7. Sinn“ wieder einzuführen, hat da durchaus was…)?

    P.S. Dass die immer wieder geforderten Führerschein und Kennzeichenpflicht gar nicht zum Ziel eines „ordentlichen“ Verhaltens führen, sieht man doch bereits heute – beim Kraftfahrzeugführer.

    Antworten
    • Martin Randelhoff

      Hallo Hans,

      für die genaue Definition von „Rüpel-/Kampf-Radlern“ wird man wohl Herrn Ramsauer fragen müssen. Ich habe mir den Begriff nur zu Eigen gemacht um darauf eingehen zu können.

      Danke für deine Aufstellung. Ich bin ja der Meinung, dass der Großteil der Deutschen nie oder nur sehr selten in Kontakt zu Radlern kommt, die andere Leute gefährden. In Städten wie Berlin, usw. mag dies eher der Fall sein als in Castrop-Rauxel. Es kommt auch immer darauf an wie verbreitet der Radverkehr in einer gewissen Stadt und wie sich die Nutzerschichten zusammensetzen. Der Großteil der Bevölkerung wird sicherlich an den Typ „Fahrradkurier“ denken, der sich zwischen wartenden Autos durchdrängelt, über Rot und in Fußgängerzonen fährt und das mit einer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit. Dies iat aber im gesamten Kurier- und Expressbereich so. Da geben sich Kurierfahrer in ihren Kleintransportern, Motorradkuriere oder eben Fahrradkuriere nichts.

      Was ich vor allem als Problem ansehe ist die mangelnde Akzeptanz von einigen Regeln. Fahrradfahrer sind nunmal schnell und wendig und können einige Strecken befahren, die sonst nur Fußgängern vorbehalten sind.

      Problematisch sind vor allem Fußgängerzonen, die nicht für den Radverkehr freigegeben sind. Man hat oftmals einen großen Straßenquerschnitt, also Platz, und sieht nicht ein wieso man schieben soll. Durch die vielen Fußgänger, die man umkurvt, entsteht eben auch ein Konfliktpotential.

      Problematisch sind auch Zebrastreifen. Oftmals wissen Radfahrer und Autofahrer nicht, dass Radler Zebrastreifen befahren dürfen aber kein Vorrangrecht haben. Hier kommt es aus Unkenntnis zu Missverständnissen und Unfällen.

      Und ein großes Problem ist natürlich das Gefährungsgefühl das Gelegenheitsradler verspüren wenn sie auf der Straße fahren. Autofahrer halten nicht den notwendigen Sicherheitsabstand ein, man muss bei Längsparkern immer aufpassen dass keine Tür aufgeht oder niemand ausschert, usw. Daher weichen viele auf die Gehsteige aus. Auch wenn Radwege nicht wirklich beliebt sind und wegen ihrer schlechten Qualität und Planung ein höheres Unfallpotenzial als die Straße aufweisen, bin ich doch ein Freund von ihnen. Gelegenheitsradler können auf Radwegen eine gewisse Grundsicherheit erlangen und durch dieses gesteigerte Sicherheitsgefühl im Anschluss auf die Straße ausweichen. Wenn Radwege baulich vom restlichen Verkehr getrennt sind ist das sicherlich nur zu begrüßen. Man muss es nur richtig machen…

      Antworten
      • Hans

        Hallo,

        die Fahrradkuriere habe ich tatsächlich vergessen. Aber ich müsste auch lange überlegen, wann ich das letzte Mal einen in Aktion gesehen habe. Hier gibt es wie bei den Radsportlern ein sehr vereinzeltes Auftreten, das aber nach außen eine große Wirkung hat, was Regelverstöße angeht.
        Beim Sicherheitsgefühl von Gelegenheitsradlern auf Radwegen muss ich dir widersprechen. Ich halte es für keine besonders gute Idee, unsicheren Radfahrern das Gefahrenbewusstsein auf Radwegen zu nehmen. So kommt es meiner Meinung nach gerade zu den Unfällen mit rechtsabbiegenden Kfz, von denen (ohne gerade eine Statistik zur Hand zu haben) besonders häufig Kinder und ältere Menschen betroffen sind. Einmal rechnen diese nicht damit, dass sie auf dem abgetrennten Radweg dann doch Autos begegnen und reagieren dann auch noch falsch/zu spät/gar nicht.
        Andere wiederum ziehen sich aus der Unsicherheit dann auch auf Gehwege zurück, weil die ja genauso wie Radwege „ungefährlich“ sind. Dort kommt es meiner Erfahrung nach durchaus zu gefährlichen Situationen (bei mir in der Straße fahren solche Radfahrer auch gerne mal mit mehr als 15 km/h direkt an Haustüren vorbei). Auch viele Autofahrer rechnen noch weniger mit Radfahrern auf Gehwegen als auf Radwegen.
        Und auch die Frage erlaube ich mir: Wie soll eine bauliche Trennung der Radwege vom restlichen Straßenverkehr funktionieren? Jede Grundstückszufahrt und jede Einmündung unterbrechen ja die Trennung. Also komplett niveaufrei vom Kraftfahrzeugverkehr? Wer weicht denn dann in andere Ebenen aus? Ich bin mir durchaus bewusst, dass z.B. in Kopenhagen und Amsterdam das Radwegkonzept in der Innenstadt einfach auf Grund der Zahl der Radfahrer funktioniert. Wie es allerdings außerhalb der Innenstädte mit weniger Radfahrern aussieht, kann ich mangels eigener Erfahrung nicht sagen.

        Gruß, Hans

        Antworten
        • Martin Randelhoff

          Moin!

          Eine bauliche Trennung auf Straßen mit vielen Einmündungen und Ein-/Ausfahrten wird sicherlich nicht funktionieren. Das ist eher ein Thema bei anbaufreien Straßen mit wenig Querverkehr. Es ist mir durchaus bewusst, dass dieser Straßentyp weder flächendeckend noch oft vorkommt. Ich bin nur der Meinung, dass wenn so ein Straßentyp vorhanden ist man über den Bau solcher Radwege durchaus nachdenken sollte.

          Das Konfliktpotential Fußgänger < -> Radfahrer sehe ich auch. Diese Begegnungen sind auch durchaus unfallträchtig. Mir ging es auch eher darum das „Flucht“potential zu verdeutlichen. Ein Ausweichen auf Fußwege erfolgt ja nur, wenn das Unsicherheitsgefühl auf der Straße zu groß wird. Dies ist ja meistens an Straßen mit einer großen Verkehrsstärke und Geschwindigkeit der Fall. Es soll ja durchaus Städte in Deutschland geben, die keine Radwege an einer Hauptverkehrsstraße (Geschwindigkeit 70km/h) haben und der Gehweg nicht zur gemeinsamen Nutzung freigegeben ist. Nur sehr wenige Elfjähjrige oder auch Erwachsene werden hier auf der Straße fahren und sich dabei wohlfühlen. In solchen Fällen verstehe ich ein eigentlich verbotenes Ausweichen auf den Gehweg.

          Aber generell sollte Radfahrern von anderen Verkehrsteilnehmern das ungefährdete Fahren auf Straßen ermöglicht werden. Das gebietet schon der Anstand und die menschliche Logik. Dass es bei manchen aussetzt, disqualifiziert sie eigentlich schon ein Kraftfahrzeug führen zu dürfen. Denn hier entsteht ein so großes Verletzungsrisiko (wenn nicht sogar schlimmer), dass es einfach unverantwortlich wäre, solche Menschen weiterhin die Möglichkeit zu geben mit ihrem Fahrzeug Menschen gefährden zu können…

          In den Niederlanden existieren an den meisten stark befahrenen Landstraßen durch einen Grünstreifen abgetrennte Radwege. Ansonsten kann man sich in 99,9% der Fälle auf Rücksicht und einen ausreichenden Sicherheitsabstand niederländischer Autofahrer verlassen…

  6. Malte

    Meiner Meinung nach ist auch ein wesentliches Problem, dass eben niemand die Straßenverkehrs-Ordnung so richtig toll kennt. In der Fahrschule lernt man irgendwie mit dem Auto durch den Verkehr zu kommen, aber über die speziellen Verkehrsregeln für Radfahrer lernt man dort genauso viel wie über die komplexen Vorrangsregeln bei abknickenden Vorfahrtsstraßen oder Kreisverkehren — nämlich nichts.

    Dann verhält man sich eben so, wie sich alle anderen verhalten. Bestes Beispiel: sobald jemand anfängt sein Kraftfahrzeug halb auf dem Gehweg abzustellen, machen das alle anderen nach; ganz egal ob es sich um eine wenig befahrene Tempo-30-Zone handelt oder um eine Hauptverkehrsstraße mit ausreichender Breite. Und wenn es eine Straße ohne Radweg gibt, die optisch oder sonstwie nach Hauptverkehrsstraße aussieht, verziehen sich alle Radfahrer eben aus Tradition auf den Gehweg. Das hat umgekehrt auch den Effekt, dass Autofahrer nun glauben, Radfahrer müssten dort den Gehweg befahren und mitunter vollkommen ausrasten, wenn jemand im Sinne der Straßenverkehrs-Ordnung auf der Fahrbahn radelt. Dass keinesfalls jeder Radweg befahren werden muss weiß ja auch niemand, die Straßenverkehrs-Ordnung ist den meisten offenbar nicht einmal bis § 2 Abs. 4 StVO bekannt.

    Nun erwartet der Gesetzgeber offenbar nicht, dass sich Autofahrer nach der Fahrschule noch mal hinsetzen und ihre restlichen Wissenslücken direkt aus der Straßenverkehrs-Ordnung schließen. Warum sollten also Radfahrer, die nicht einmal eine Fahrerlaubnis brauchen, oder gar Kinder nach dem in der Regel eher mangelhaften Verkehrsunterricht in der Grundschule oder in weiterführenden Schulen noch aus eigenem Antrieb die Straßenverkehrs-Ordnung studieren?

    Ich finde, es wäre langsam Zeit für etwas mehr Bildung. Aber anstatt die Medien das fehlende Wissen einstreuen zu lassen wird dort ja momentan der Kampfradler abgefertigt. Und tatsächlich kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass das Klima auf der Straße deutlich schlechter geworden ist. Wurde man früher allerhöchstens zwei Mal pro Woche belehrt, wenn man an bestimmten Strecken nicht auf dem Gehweg fuhr, buckelige und nicht-benutzungspflichtige Radwege mied oder an einer großen Kreuzung direktes Linksabbiegen praktizierte anstatt über mehrere Verkehrsinseln einzeln zu zuckeln, werde ich momentan vier Mal täglich deutlich aggressiver angegangen und beleidigt, obwohl ich mich mutmaßlich deutlich strenger an die Straßenverkehrs-Ordnung halte als andere Verkehrsteilnehmer. Eigentlich wäre es langsam vor allem an der Zeit, dass Herr Peter Ramsauer sich ein neues Betätigungsfeld abseits der Politik sucht.

    Antworten
    • Martin Randelhoff

      Letztendlich läuft es immer darauf hinaus, dass die Strukturen nicht mehr in die heutige Zeit passen. Weder Infrastrukturell noch vom Wissen der breiten Bevölkerung.

      Ich hatte diesen Beitrag ganz vergessen, den ich im Januar geschrieben hatte: „Wenn Straßenverkehr Aggressionen weckt: Alle brechen die Regeln“ http://j.mp/xLCFb7

      Man sieht ganz schön das Wachstum des Radverkehrs im Vergleich zum Pkw. Die Autonutzung nimmt zumindest in Großstädten messbar ab, zwischen 1991 und 2008 wurde in Dresden ein Wachstum des Radverkehrs um 166,67% gemessen (und DD ist jetzt nicht als DIE Fahrradstadt bekannt, da sind Berlin und München beispielsweise noch weiter, hab aber leider grad keine Daten zur Hand…)

      Mehr Aufklärung tut sicherlich ganz gut. Eventuell hilft ja der „7. Sinn“ – wenn er denn wiederkommt – ein wenig. Man muss nur aufpassen, dass jetzt nicht wieder die Forderung nach einem verpflichtenenden Führerschein für das Fahrrad aufkommt. Gibt es ja hin und wieder… In diesem Falle würde man ja schließlich am meisten aufklären, gleichzeitig aber dem Radverkehr den Todesstoß versetzen!

      Generell sollten alle Verkehrsteilnehmer die Rechte und Pflichten der anderen gut kennen. Manchmal gibt es ja doch ein paar Reibungspunkte, die man durch ein „ach, er hat ja doch recht“ sicherlich entschärfen oder ganz vermeiden könnte. Würde das Aggressionspotential sicherlich senken…

      Antworten
  7. Johannes Maier

    Wahrscheinlich hat der Verband der Automobilindustrie dem Minister ein paar schwarze Köfferchen vorbeigebracht mit einem Manuskript dazu? Wer weiß, wer weiß?

    Antworten
    • Martin Randelhoff

      Tja, wer weiß das schon…

      Ich weiß nur, dass solche Kommentare auf jeden Fall keinen substantiellen Beitrag zu diesem Problem und Herrn Ramsauers Forderungen leisten… ;-)

      Antworten
  8. Christoph

    Einen Minister der aus einer persönlichen Erfahrung („…letztens sah ich Radfahrer über rot fahren unter den Augen der Polizei…“) eine seiner monatlich wiederkehrenden ich-erzähl-mal-der-bild-zeitung-was aktionen macht, braucht man nicht ernstzunehmen. Wenig von dem was er sich in seinem lächerlichen Aktionismus ausdenkt ist von Dauer. Leider stehen die Medien voll auf seine abstrusen Gedanken.

    In 2011 sind in Berlin 6 von 11 tödlich verungückten Radfahrern von abbiegenden LKW überrollt worden. Von ich glaube 40 getöteten waren 37 Fussgänger und Radfahrer.
    Wie kann man hier von rüpelhaften Radfahrern sprechen? Unfassbar.

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