urbane Mobilität USA

[Video zum Wochenende] Midtown New York City in Bewegung

New York City ist eine der faszinierendsten und bedeutendsten Städte der Welt. Die bevölkerungsreichste Stadt der USA übt seit jeher eine große Anziehungskraft auf Einwanderer, Touristen, aber auch US-Amerikaner selbst aus. Auch verkehrlich hat New York eine große Bedeutung und verfolgt seit einigen Jahren eine Politik der konsequenten Modernisierung der Verkehrssysteme. Daher ist die Stadt vergleichsweise häufiges Thema dieses Blogs:

Informationen zum New Yorker Verkehr (aus Wikipedia)

Straßenverkehr

Die Straßen von New York haben eine Länge von 10.200 Kilometern. Das gitterförmige Straßennetz in Manhattan ist nummeriert und unterteilt in Ost und West (mit der Trennung an der 5th Avenue). Die Ausnahme bildet hier das unterste Downtown, wo dieses Gittersystem endet. In Brooklyn und Queens gibt es ähnliche Gitternetze, die aber historisch bedingt eine eher unregelmäßige und von Brüchen gekennzeichnete Struktur aufweisen.

Bezüglich der benutzten Verkehrsmittel ist New York eine sehr unamerikanische Stadt, denn die meisten Bewohner benutzen öffentliche Verkehrsmittel. Auf den Straßen Manhattans fahren nur etwa 50 Prozent Privatfahrzeuge – das Bild prägen vor allem die über 12.000 gelben Taxis („Yellow Cabs“). Grund sind unter anderem hohe Parkgebühren sowie hohe Gebühren für Brücken und Tunnel.

Öffentlicher Verkehr

Das New Yorker U-Bahn-Netz, das in weiten Streckengebieten einen 24-Stunden-Service bietet, ist eines der größten der Welt. Der erste Tunnelabschnitt wurde am 28. Oktober 1904 von der Interborough Rapid Transit (IRT) eröffnet. Rund 6000 Wagen der U-Bahn verkehren auf 27 Linien mit 476 Bahnhöfen. Das Netz hat eine Länge von 407,2 Kilometer – davon sind 393,3 Kilometer für den öffentlichen Verkehr bestimmt. 371,1 Kilometer werden von der New York City Transit Authority (NYCTA) betrieben und 22,2 Kilometer von der Port Authority Trans-Hudson (PATH). Letztere verkehrt zwischen Manhattan und New Jersey. Die Subway befördert wochentäglich 4,5 Millionen und jährlich 1,5 Milliarden Fahrgäste. Täglich werden 7.400 Zugfahrten durchgeführt.

Für den Pendlerverkehr in Richtung Long Island ist die Long Island Railroad (LIRR) zuständig. Die Vorortszüge von New Jersey Transit transportieren Pendler von New Jersey nach New York. Auf Staten Island verkehrt die Staten Island Railway; die Insel ist durch die Verrazano-Narrows-Brücke mit Brooklyn und durch die Staten Island Ferry mit Manhattan verbunden.

Zusätzlich existiert ein gut ausgebautes Busnetz. In der Stadt verkehren über 4000 Busse auf 235 Linien mit über zwei Millionen Fahrgästen an Wochentagen (jährlich 666 Millionen). Zwischen dem 8. Oktober 1921 und dem 26. Juli 1960 fuhren Trolleybusse in New York.

Am 26. November 1832 eröffnete die New York and Harlem Railroad die erste Pferdestraßenbahn der Welt in der Stadt. Ab 1893 wurde das Straßenbahnnetz teilweise elektrifiziert, das Verbot von Oberleitungen und die technisch aufwendigeren Unterleitungen sorgten dafür, dass New York einen der letzten Pferdebahnbetriebe der USA hatte. Der Großteil des Netzes wurde so schon vor 1922 eingestellt. 1956 fuhr über die George-Washington-Brücke die letzte Straßenbahn aus Jersey City, wo sie seit 15. April 2000 wieder verkehrt, nach Manhattan.

In New York werden 29 ständige und saisonale Fährlinien betrieben. Die kostenlose Staten Island Ferry verbindet Manhattan und Staten Island. Zusätzlich verkehren zahlreiche kommerzielle Fähren über den Hudson sowie verschiedene Fähren, die Brooklyn mit Manhattan verbinden.

New York: Auch bei Fotografen beliebt

Über schöne Fotoaufnahmen New Yorks stolpert man recht oft. Ebenso war New York schon mehrmals im Video zum Wochenende vertreten:

MIDTOWN, das neuste Projekt von Andrew “Drew” Geraci von District 7 Media legt die Messlatte für die schönsten und eindrucksvollsten Zeitrafferaufnahmen New Yorks meiner Meinung nach nochmals ein ganzes Stück höher. Aus sechs Monaten Arbeit, Fahrten von Washington D.C. nach New York und 50.000 Einzelaufnahmen wurde ein 2 Minuten und 43 Sekunden langes Meisterwerk erzeugt, das mit zum Ort und zur Situation passenden Soundeffekten unterlegt wurde. Dadurch gibt der Film einem das Gefühl, wirklich vor Ort zu sein.

Übrigens: Das Filmen und Fotografieren in New York ist seit einigen Jahren recht schwierig geworden. Bei den Filmarbeiten hat man mehrmals Bekanntschaft mit der Polizei und Sicherheitskräften machen dürfen.

Randelhoff Martin

Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, arbeitet im Hauptjob im ARGUS studio/ in Hamburg. Zuvor war er Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

Telefon +49 (0)351 / 41880449 (voicebox)

E-Mail: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net

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Verfasst von:

Randelhoff Martin

Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, arbeitet im Hauptjob im ARGUS studio/ in Hamburg. Zuvor war er Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund.
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