Straßenverkehr urbane Mobilität

[Video zum Wochenende] Stadtverkehr – Nicht ohne mein Auto?

Urbane Mobilität Zenbrastreifen Menschen Fußverkehr
Foto: Ryoji Iwata @ Unsplash - Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch die Unsplash-Lizenz

Die ARTE-Informationssendung “Mit offenen Karten” (frz. Le Dessous des cartes), in der seit 1990 wöchentlich Sachverhalte anhand von grafisch aufbereiteten Landkarten aufbereitet werden, beschäftigte sich in der Ausgabe 568 mit dem Thema Stadtverkehr und Ansätzen zur Lösung der mit dem Verkehrszuwachs verbundenen Probleme.

Weltweit zieht es die Menschen in Städte und urbane Ballungsräume: Dort versprechen sie sich Arbeitsplätze und eine hohe Lebensqualität. Durch die Urbanisierung wachsen die Großstädte immer weiter an, was wiederum zu einem immer dichteren Stadtverkehr, zur Überlastung der Straßen und einer immer stärkeren Luftverschmutzung führt. Wie könnte die urbane Infrastruktur der Zukunft aussehen?

Ganz im Charakter der Sendung wurde zunächst der aktuelle Zustand in den verschiedenen Teilen der Welt mittels aktueller statistischer Daten beschrieben. Darauf aufbauend wurden verschiedene Lösungsansätze zur Reduktion des Pkw-Verkehrs (sog. MIV – motorisierter Individualverkehr) und für eine Verbesserung der Luftqualität vorgestellt.

In London wurde auf die Innenstadtmaut und die Aufschläge für ältere Diesel- und benzinbetriebene Pkw, die sogenannte Toxicity Charge informiert. Darüber hinaus existiert in der britischen Hauptstadt mit der Ultra Low Emission Zone eine nahezu flächendeckende Umweltzone. Die französische Hauptstadt Paris setzt stattdessen auf eine flächendeckende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sowie Fahrverbote.

Diese Maßnahmen werden im Allgemeinen auch als “push-Maßnahmen” bezeichnet, welche das Autofahren weniger attraktiv machen sollen. Auf der anderen Seite sollen “pull-Maßnahmen” Autofahrer von stadtverträglicheren Verkehrsarten wie dem öffentlichen Verkehr und dem Radverkehr sowie dem zu Fuß gehen überzeugen.

Ein leistungsstarkes öffentliches Verkehrsangebot ist der Schlüssel für eine Reduktion des MIV in innerstädtischen Gebieten. Darüber hinaus setzen viele Städte mittlerweile wieder auf das gute alte . Dies wird in dem 12:12 Minuten langen Beitrag am Beispiel der Stadt mit ihrem länderübergreifenden Radwegenetz illustriert. Das ist nicht nur ein flächeneffizientes sowie städtisch und ökologisch sehr verträgliches , es bietet darüber hinaus auch noch vielfältige Gesundheitsvorteile. In Summe ergibt sich ein überaus positiver Gesamtnutzen, der viele andere Verkehrsarten bei Weitem übertrumpft.

https://www.youtube.com/watch?v=UB4-Re_dCpk

Zum Weiterlesen:

Folgende auf Zukunft Mobilität veröffentlichte Artikel ermöglichen einen Einstieg in eine vertiefte Auseinandersetzung mit den angesprochenen Themen:

[Verkehrswissen kompakt] 180.000 Menschen ziehen jeden Tag vom Land in eine Stadt

Luftreinhaltung: 45 Maßnahmen für bessere Luft in den Städten und weniger Emissionen im Verkehr

[Fakt der Woche] Verkehr in der City of London 2018 (hohe Bedeutung des Rad- und Fußverkehrs, Wirkung der Congestion Charge)

Innenstadtmaut in London, Mailand und Stockholm – eine Übersicht

London: Die Folgen der Innenstadtmaut und der Low Emission Zone

Paris und Madrid planen starke Restriktionen für den Autoverkehr in den Innenstädten

Umbau des Seine-Ufers: Paris korrigiert Fehler der 1960er Jahre

Auf dem Weg zur Fahrradstadt: Paris errichtet bis 2020 innerstädtische Radschnellwege (REV) und investiert 150 Millionen Euro in den Radverkehr

Eine umfassende Parkraumreform bringt die Parkraumbewirtschaftung in Paris ins 21. Jahrhundert

Asien auf dem Weg zu einem nachhaltigen ÖPNV

Entwicklung der Metrosysteme Shanghai und Rio de Janeiro in den Jahren 1979 – 2014

[Verkehrswissen] Nutzen eines Kilometers Fahrt mit dem Fahrrad in Kopenhagen

[Video zum Wochenende] Radverkehr in Kopenhagen

Kopenhagen – Licht und Schatten der “Fahrradhauptstadt”

Martin Randelhoff

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

Telefon +49 (0)351 / 41880449 (voicebox)

E-Mail: randelhoff [ät] zukunft-mobilitaet.net

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