Verkehrssicherheit

Analyse Fußgänger- und Radverkehr Studien Verkehrssicherheit

Wieso die Behauptung “Fahrradhelme verhüten 85% der Kopf- und 88% der Hirnverletzungen.” (Thompson et al. 1989) nicht belastbar ist

Alles Wissenswerte zum Thema Radhelmpflicht und deren Wirkung auf den Radverkehr finden Sie in unserem Dossier. Die Studie “A Case-Control Study of the Effectiveness of Bicycle Safety Helmets” von Frederick P. Rivara, Diane C. Thompson und Robert S. Thompson aus dem Jahr 1989 wird von Medien, der Politik, Versicherungen und medizinischen Vereinigungen sowie Befürwortern einer allgemeinen Radhelmpflicht oft zitiert. Die damals erste größere Untersuchung der Wirksamkeit von Radhelmen kam zu dem Ergebnis, dass Fahrrad fahrende Personen durch Tragen eines Radhelms das Risiko einer Kopfverletzung um 85 Prozent und das Risiko einer Gehirnverletzung um 88 Prozent senken. Diese Werte werden seitdem oft wiederholt: Internationale Studien zeigen, dass ein Radhelm das Risiko einer...

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Eisenbahn Schienenverkehr Studien Verkehrssicherheit

Kleine Änderung, große Wirkung: Stürze alkoholisierter Personen vom Bahnsteig ins Gleisbett verhindern

Japanische Wissenschaftler haben im Auftrag der West Japan Railway Company Unfälle untersucht, bei denen Personen vom Bahnsteig ins Gleisbett gefallen sind. Im Jahr 2013 sind insgesamt 221 Personen auf diese Weise verunglückt, etwa doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Alkohol ist oft die Ursache für den Kontrollverlust mit teilweise schrecklichen Folgen. Im Rahmen der zweijährigen Untersuchung wurden 136 Unglücksfälle in Osaka, Kobe und Kyoto untersucht. Hierfür wurde das Videomaterial in den Minuten vor den Stürzen in das Gleisbett gesichtet und analysiert. Zu Forschungsbeginn wurde davon ausgegangen, dass ein großer Anteil der verunfallten Personen den Bahnsteig auf und ab gewandert sei, sich dabei der Bahnsteigkante immer weiter genähert hätte und seitlich ins Gleisbett gefallen sei...

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Fußgänger- und Radverkehr Verkehrssicherheit

[Bitte um Diskussion] Bedeutung von Radwegen und Radfahrstreifen für die Radverkehrsförderung

Ich habe mir in den vergangenen Tagen einige Gedanken zum Radverkehr, Radverkehrsförderung und der vorhandenen Infrastruktur gemacht. Die Beantwortung einiger Fragen fiel mir relativ leicht, bei einer anderen – und durchaus wichtigen Frage – bin ich jedoch ins Grübeln gekommen und habe noch keine befriedigende Antwort gefunden. Der Radverkehr teilt sich strukturell in den Freizeitverkehr und den Alltagsradverkehr auf. Insbesondere in letzter Gruppe sind viele engagierte Radfahrer vertreten. Ein Hauptanliegen dieser Gruppe ist die Abschaffung der Separation der Verkehrsarten, da Radwege und Radfahrstreifen das Unfallrisiko gegenüber dem Fahren auf der Fahrbahn stark erhöhen können. Diese Radfahrer sehen sich aufgrund der unzulänglichen Gestaltung von Radwegen, gemeinsamen Rad...

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Analyse Fußgänger- und Radverkehr Öffentlicher Personennahverkehr Verkehrssicherheit

Transport for London testet Fußgänger- und Radfahrer-Detektionssysteme an Bussen

Transport for London hat begonnen, zwei Systeme zur Erkennung von Radfahrern und Fußgängern im Gefahrenbereich von Bussen zu testen. Mithilfe der Video- und Radar-basierten Detektionssysteme sollen Radfahrer und Fußgänger im toten Winkel erkannt und das Fahrpersonal gewarnt werden. Kollisionen mit Bussen und schweren Lkw sind für einen Großteil der in London schwer verletzten und getöteten Radfahrer verantwortlich. Verletzliche Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer stellen mit 76,6 Prozent die Mehrheit der auf Londons Straßen getöteten und schwer verletzten Verkehrsteilnehmer, auf Fahrzeuginsassen entfallen 17,8 % der KSI casualties (Killed or Seriously Injured). In Relation mit der Anzahl oder Länge der zurückgelegten Wege, der Fahrleistung und der Reisezeit...

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In eigener Sache Straßenverkehr Verkehrssicherheit

[Hörtipp] “Rüpelzone Straßenverkehr: Wie können Radler, Autofahrer und Fußgänger fairer miteinander klarkommen?” – Im Gespräch bei DRadio Kultur

Eine Hörempfehlung in eigener Sache: Am Samstag, den 21.06., war ich zwischen 09:05 – 11:00 Uhr in der Sendung „Im Gespräch“ des Deutschlandradio Kultur zu Gast. Das Thema der Diskussion lautete “Rüpelzone Straßenverkehr: Wie können Radler, Autofahrer und Fußgänger fairer miteinander klarkommen?” Im Studio war neben mir und der Moderatorin Gisela Steinhauer der Berliner Verkehrspsychologe Lutz Tesch zu Gast. Getreu des Namens der Livesendung “Im Gespräch” war es Hörern möglich direkt im Studio anzurufen, Statements abzugeben, Fragen zu stellen und mit uns zu diskutieren. Für Anmerkungen, Lob, Kritik und Fragen stehe ich natürlich jederzeit in den Kommentaren Rede und Antwort! Nehmen Sie die Fahrradfahrer: Für die ist wichtig: ‘Welche Qualität haben die...

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Analyse Fußgänger- und Radverkehr Verkehrssicherheit

[Interview] “Wie sinnvoll ist eine Fahrradhelm-Pflicht?” im rbb Inforadio

Alles Wissenswerte zum Thema Radhelmpflicht und deren Wirkung auf den Radverkehr finden Sie in unserem Dossier. Am 17.06.2014 hat der Bundesgerichtshof in einem Berufungsurteil eine Mitschuld von Fahrradfahrern, welche bei einem Unfall keinen Helm tragen und sich bei diesem verletzten, negiert (Urteil vom 17. Juni 2014 – VI ZR 281/13). Ziel der Verhandlung war die Klärung der Frage, ob Fahrradfahrern, welche ohne Helm in einen Unfall verwickelt sind, haftungsrechtlich ein Mitverschulden anzulasten sei. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Radhelmpflicht war vom Bundesgerichtshof natürlich nicht zu entscheiden. Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs zum Urteil: Die Klägerin fuhr im Jahr 2011 mit ihrem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit auf einer innerstädtischen Straße. Sie trug...

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urbane Mobilität Verkehrssicherheit

Paris plant stadtweit eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h einzuführen

Die neue Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt Anne Hidalgo plant, im gesamten Stadtgebiet eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h mit Ausnahme einer weniger Achsen einzuführen. So soll auf einigen Einfallstraßen in die Stadt sowie auf den beiden Straßen entlang des Seineufers weiterhin eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelten. Auf der Ringautobahn (Boulevard périphérique) wird die Höchstgeschwindigkeit mit 70 km/h ebenfalls konstant gehalten. Diese wurde erst vor kurzem von 80 auf 70 km/h gesenkt. Im Stadtgebiet sollen darüber hinaus mehrere Begegnungszonen entstehen, in den Fußgänger und Radfahrer Vorrang gegenüber dem motorisierten Verkehr haben, welcher zudem eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h einhalten muss. In den vergangenen Jahren wurden in Paris bereits...

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Grimme Online Award Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den Grimme Online Award 2012 in der Kategorie Information erhalten. Ich möchte mich bei all meinen Lesern für die Unterstützung bedanken!

PUNKT Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den PUNKT 2012 der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) in der Kategorie "Multimedia" gewonnen.

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Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hat mich im Rahmen der VDV-Jahrestagung 2013 in Mainz als “Talent im ÖPNV” des Jahres 2013 ausgezeichnet. Der VDV vertritt rund 600 Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs, des Schienenpersonennahverkehrs, des Schienengüterverkehrs, der Personenfernverkehrs sowie Verbund- und Aufgabenträger-Organisationen.

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