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Ausbau des Flughafens Hof-Plauen – Lernen vom Scheitern eines deutschen Regionalflughafens

Flugplatz Hof-Plauen Foto Tower Creative Commons Airport Hof
Flugplatz Hof-Plauen (HOQ) - Foto: Schlauchen ebt @ Wikimedia Commons - CC BY-SA 3.0

Der Flughafen Hof-Plauen (IATA: HOQ) ist ein Verkehrslandeplatz nahe der Stadt Hof an der Saale im Nordosten Bayerns. Neben seiner verkehrlichen Wirkung steht er jedoch auch symbolisch für die Problematik mit Regionalflughäfen in Deutschland.

Der Flughafen Hof-Plauen vereint alles, was ein eines deutschen Regionalflughafens bieten kann: enttäuschte Hoffnung, Inkompetenz, Selbstbeweihräucherung und Selbstüberschätzung, lokale Ränkespiele, Intransparenz und dubiose Investoren. Man könnte meinen, es wäre eine Posse aus der deutschen Provinz. Jedoch sind die Geschehnisse und die damit verbundene Verschwendung von Steuergeldern bei Weitem kein Einzelfall.

In den vergangenen Jahren ist eine Vielzahl von regionalen Flughäfen in Deutschland ausgebaut oder neu eröffnet worden. Viele strukturschwache Regionen hoffen, dass sich ein Regionalflughafen durch die bessere Anbindung und Erreichbarkeit positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region auswirkt, Arbeitsplätze schafft und sich zu einem Jobmotor entwickelt. Insbesondere die regionale Wirtschaft fordert eine Anbindung an die europäischen Drehkreuze und somit an die ganze Welt. In den vergangenen Jahren wurden massive Staatsbeihilfen für regionale Flughäfen bewilligt und mit den erwarteten Wachstumssteigerungen begründet. Allerdings lassen sich diese Wachstumseffekte nur schwer empirisch messen.

Zudem wird oftmals nicht bedacht, dass neben der Infrastruktur auch ein gewisses Level an vorhanden sein muss, um entsprechende Effekte zu erzeugen. Die positiven Wirkungen fallen umso geringer aus, je weniger Verkehrsaufkommen ein Flughafen aufweist. Viele Regionalflughäfen haben jedoch enorme Probleme bei der Suche nach Fluggesellschaften, welche Linienverbindungen an die Drehkreuze und großen Wirtschaftszentren Deutschlands und Europas anbieten. Zumal diese Verbindungen meist nur dann interessant sind, wenn sie im doppelten Tagesrand geflogen werden (Hin- und Rückflug morgens und abends).

Da viele Regionalflughäfen angebotsseitig Schwächen aufweisen und keine ausreichend große Nachfrage aus der Region attrahieren können, entstehen Überkapazitäten. In Deutschland treten diese mit Ausnahme gewisser Zeiten am Flughafen München und Frankfurt massiv auf. Diese hohen Kapazitäten des deutschen Flughafenwesens sind vorrangig einem politökonomischen Konkurrenzprozess zwischen den Bundesländern und Kommunen geschuldet, da diese Verbundvorteile, Kontrahierungsmöglichkeiten und eine länderübergreifende Zusammenarbeit oftmals ignorieren. Dadurch kommt es zu einem unnötigen Wettbewerb zwischen Bundesländern und Regionen, die jeweils nur einen auf das eigene Bundesland oder die Region bezogenen Imagegewinn anstreben und zu einem hochgradig ineffizienten Subventionswettlauf zwischen den Standorten, für welchen letztendlich der Steuerzahler aufkommen muss.

Die bestehenden Überkapazitäten haben wiederum Sunk-Cost-Charakter, da Flughafeninfrastruktur kaum andersweitig genutzt werden kann. “Der Betrieb [ist] für den Eigentümer kurzfristig auch dann rational, wenn durch die Einnahmen nur die Betriebskosten erwirtschaftet werden. Auf die Deckung der ohnehin bestehenden Kapitalabschreibungen wird notfalls verzichtet. Da es sich in den meisten Fällen um öffentliche Eigentümer handelt, die faktisch nicht Konkurs gehen können, müssen darüber hinaus noch nicht einmal die Betriebskosten gedeckt sein. Politiker werden nur ungern eine Fehlinvestition eingestehen oder einen öffentlichen Betrieb schließen, da hierdurch Arbeitsplätze verloren gingen. Aufgrund dieser Interessenlage kann ein Subventionswettlauf zwischen benachbarten Flughäfen entstehen, um eine Fluggesellschaft zum Anfliegen des jeweiligen Flughafens zu bewegen. Dieser Subventionswettlauf drückt sich in niedrigen Landegebühren weit unter den tatsächlichen Kosten und in Zuschüssen für neue Flugverbindungen (so genannten Marketingzuschüssen) aus.”1 Diese Situation nutzt vor allem Low Cost Carriern (LCC, “Billigflieger”), welche von extrem niedrigen Landeentgelten profitieren. Dieser Betrieb von Infrastruktur kann jedoch nicht nachhaltig sein und unterliegt der Abhängigkeit vom LCC-Markt, welcher von starkem Wettbewerb und Konsolidierung geprägt ist. Zudem wird das Ziel von entsprechendem Wirtschaftswachstum nicht oder nur im geringen Maße erreicht.

Das Ziel staatlichen Handelns muss es jedoch sein, die knappen, zur Verfügung stehenden Ressourcen zum gesamtgesellschaftlichen Wohle bestmöglich zu nutzen. Daher ist es notwendig, die Investitionen des Staates (in diesem Falle die Subventionszahlungen) mit den daraus folgenden Erträgen ins Verhältnis zu setzen. Anhand dessen, kann entschieden werden ob die Subvention sinnvoll ist / war oder nicht.

Dieses Vorgehen wäre ähnlich dem Vorgehen privater Investoren. Der Begriff der Opportunitätskosten des Kapitals stünde im Zentrum: die Kosten der entgangenen Gelegenheit einer alternativen staatlichen Mittelverwendung, d.h., wenn er Staat diese Subventionen anstatt für den Ausbau regionaler Flughäfen für das Bildungssystem, die Wirtschaftsförderung oder für Ansiedlungsbeihilfen von Unternehmen zur Verfügung gestellt hätte, müssten betrachtet werden. Es erscheint in manchen Fällen verwunderlich, dass die regionale Wirtschaft die Schaffung entsprechender Kapazitäten fordert, obwohl eine Fehlallokation von Steuergeldern ersichtlich ist.

Der Ausbau des Flughafen Hof-Plauen

Seit dem Jahr 1996 wurde im Nordosten Bayerns, sowie im Süden Sachsens, der Ausbau des Verkehrslandeplatzes diskutiert. Die Start- und Landebahn sollte von 1.480 Meter Länge und 30 Meter Breite auf 2.480 Meter Länge und 45 Meter Breite ausgebaut werden. Die Bahnrichtung zudem aus - und Lärmschutzgründen um 20 Grad geschwenkt werden.

Ausbauziel sollte die Sicherung der täglichen Linienflüge Hof – Plauen sowie die Wiederaufnahme des im Jahr 2003 eingestellten Charterverkehr sein. Dieser war aufgrund der für moderne und effizientere Flugzeuge zu kurzen Start- / Landebahn eingestellt worden. Mit der verlängerten Bahn sollte der Luftverkehr mit Maschinen des Typs Boeing 737, Airbus A 319, A 320 und A 321 ermöglicht werden.

Seit den 1980er-Jahren war der Flughafen Hof-Plauen in den Charterflugverkehr hauptsächlich mit BAe 146 (85–100 Passagiere) eingebunden. Die Reiseveranstalter TUI, Neckermann und die heutige Thomas Cook Group hatten Hof-Plauen ganzjährig in ihren Katalogen als Abflughafen aufgeführt. In den besten Jahren waren bis zu zehn Umläufe pro Woche im Programm. Ziele waren unter anderem Mallorca, Kreta, Rhodos, Tunesien und das spanische Festland.

Von Befürwortern des Ausbaus wurden folgende Argumente für einen Ausbau vorgebracht:

  • Die Wirtschaftlichkeitsberechnung der „airplan GmbH“ im Auftrag der Flughafenbetreibergesellschafter aus dem Jahr 2000:
    • Jährliche Steigerung der Einnahmen und Ausgaben um 3 Prozent
    • 40.000 Passagiere pro Jahr im Charterflugverkehr, jährliches Wachstumspotential in diesem Bereich: 20.000 Fluggäste
    • Nach zehn Jahren Betriebszeit ist mit einem positiven Betriebsergebnis zu rechnen
  • Prognose für das Jahr 2020: 140.000 bis zu 300.000 Passagiere p.a.
  • Geschäftsführer Klaus Hartmann in der Frankenpost vom 18.09.2002: „Hof-Plauen hatte die höchste Auslastungsquote aller deutschen Flughäfen“
  • Befürworter führen regional-, struktur- und wirtschaftspolitische Argumente in Feld, Trumpfkarte im Wettbewerb der Regionen und Städte untereinander
  • Flugplätze seien Jobmaschinen
  • Das Statistische Bundesamt habe in den Jahren vor dem Ausbau Fluggaststeigerungsraten von 22 Prozent und mehr an deutschen Regionalflughäfen gemessen
  • Der frühere EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot forderte den Neu- und Ausbau von Regionalflughäfen um bestehende Flughäfen in der EU zu entlasten und das Wachstum des Luftverkehrs in Europa nicht zu behindern.
  • potentielle Drehscheibe zwischen West- und Osteuropa
  • Der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU) nannte am 31.02.2005 in der Frankenpost die Befürchtungen des Nürnberger Flughafenchefs Karl Heinz Krüger, dass pro Jahr 100.000 Charterfluggäste vom nach Hof abwandern könnten, das beste Argument pro Flughafen.
  • Einzugsbereich von 1,6 Millionen Menschen

Anbei der von mir errechnete und dargestellte Einzugsbereich des Flughafens Hof-Plauen auf Basis der Reisezeitisochronen für Pkw und Bahn:

Einzugsgebiet Flughafen Leipzig, Flughafen Dresden, Flughafen Nürnberg, Flughafen Hof, Flughafen Karlsbad, Flughafen Altenburg mit dem Pkw
Einzugsgebiet des Flughafens Hof-Plauen mit dem Pkw unter Berücksichtigung des “Leipzig-Altenburg Airport” (Flugplatz Altenburg-Nobitz, AOC): Zeulenroda, Sonneberg, Burgkunstadt, Bayreuth, Weiden, Tirschenreuth – Für Großansicht bitte klicken [7,46 MB]
Einzugsgebiet Flughafen Leipzig, Flughafen Dresden, Flughafen Nürnberg, Flughafen Hof, Flughafen Karlsbad mit dem Pkw
Einzugsgebiet des Flughafens Hof-Plauen mit dem Pkw: Zwickau, Gera, Sonneberg, Burgkunstadt, Bayreuth, Weiden, Tirschenreuth – Für Großansicht bitte klicken [7,56 MB]
Einzugsgebiet Flughafen Leipzig, Flughafen Dresden, Flughafen Nürnberg, Flughafen Hof, Flughafen Karlsbad mit der Bahn
Einzugsgebiet des Flughafens Hof-Plauen mit der Bahn unter Berücksichtigung des “Leipzig-Altenburg Airport” (Flugplatz Altenburg-Nobitz, AOC): Reichenbach, Zeulenroda, Coburg, Markschorgast (ohne Bayreuth!), Weiden, Tirschenreuth, Schneeberg – Für Großansicht bitte klicken [7,59 MB]
Einzugsgebiet Flughafen Leipzig, Flughafen Dresden, Flughafen Nürnberg, Flughafen Hof, Flughafen Karlsbad mit der Bahn
Einzugsgebiet des Flughafens Hof-Plauen mit der Bahn: Glauchau, Zeulenroda, Coburg, Marktschorgast (ohne Bayreuth!), Weiden, Tirschenreuth, Schneeberg – Für Großansicht bitte klicken [7,63 MB]
Gegner des Ausbau argumentierten dahingegen wie folgt:

Professor Hartmut Bossel rechnet mit maximal 80.000 Flugpassagieren im Jahr (siehe Hofer Anzeiger vom 16.04.2005). Dies entspricht etwa 30% der vonseiten der Flughafenbetreiber genannten 270.000 potenziellen Passagiere. Er gibt des Weiteren zu bedenken, dass jeder Passagier im Charterflugverkehr im Schnitt zu einem Kaufkraftverlust von 500 Euro führt. Laut Bossel wären die 32 Millionen Euro besser in eine Sanierung des bestehenden Flughafens und dem mittelfristigen Erhalt der Fluglinie Hof – Frankfurt investiert. Die restlichen Mittel könnten für andere Strukturprojekte in der Region verwendet werden.

  • 40 zusätzliche direkte Arbeitsplätze sollen entstehen, bei den geschätzten Ausbaukosten von 55 bis 65 Million Euro sind das 1,625 Millionen Euro je Arbeitsplatz. Sollten tatsächliche neue Arbeitsplätze entstehen, wofür keine Zusagen vorliegen, wären dies in erster Linie teuer bezahlte und auf Dauer subventionierte Arbeitsplätze.
  • Fünf andere Flughäfen im Umkreis von 150 Kilometern, zum Teil mit Interkontinentalverbindungen
  • Hof kann auch nach einem Ausbau keine internationalen Verbindungen bieten
  • Angespannte Haushaltslage von Stadt und Landkreis Hof (Haushaltsdefizit Stadt Hof 2003: 13 Millionen Euro; Haushaltsdefizit Stadt Hof 2004: 10 Millionen Euro, Schuldenstand: 105 Millionen Euro)
  • Der “Ausbau” des Flughafens sei vielmehr ein Neubau, da weniger als fünf Prozent des bestehenden Flughafens genutzt würden. Neben der Start- und Landebahn werden auch der Tower, ein 150 m langes und 12 m hohes neues Abfertigungsgebäude, neue Flugzeughallen, neue Hallen für die Betriebsfahrzeuge, neue Trafostationen und 1.300 neue Parkplätze neu gebaut. Für einen neubau hätten jedoch Alternativstandorte überprüft werden müssen.
  • Für den Bau müssen 3,5 Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden. Dabei handelt es sich u.a. um 200.000 Kubikmeter Mutterboden und 1,7 Millionen Kubikmeter Felsengestein. 19 m müssen aufgeschüttet, 15 m abgetragen werden.
  • Wald zwischen Fletschenreuth und Pirk, ein wertvolles Naherholungsgebiet, müsste abgeholzt werden. Insgesamt wären 1.420.000 Quadratmeter Wald betroffen.
  • Nach dem Ausbau sollen rechnerisch nur ein Start und eine Landung inklusive des Charterverkehrs durchgeführt werden. Vor dem Ausbau liegt die Zahl der Flugbewegungen bei 9.000, nach dem Ausbau soll diese Zahl nur um einige hundert Flugbewegungen mehr steigen.
  • Geburtenrückgang, demografischer Faktor und Abwanderung in der Region, welche die Fluggastprognose negativ beeinflussen
  • Bisherige Auslastungszahlen sind unsauber berechnet und als zu gut angegeben. Die Flugzeuge konnten aufgrund der Landebahnlänge nicht vollkommen beladen / besetzt starten. Jedoch wurde die Auslastung auf Basis der maximal für den Start zu besetzenden Sitzplätze und nicht der im Flugzeug vorhandenen Sitzplätze berechnet.

Im Jahr 2007 lehnte das Luftamt Nordbayern als zuständige Planfeststellungsbehörde den Antrag auf Ausbau ab (Ablehnungsbescheid). Bis zu diesem Zeitpunkt traten insgesamt zwei mehr oder minder seriöse Investoren auf, die Betreibergesellschaft des Flughafens stand kurz vor der Insolvenz und die beteiligten Kommunen hatten mit Nothaushalten zu kämpfen.

Die Geschehnisse in der Übersicht:

Die Chronik des Ausbauvorhabens zeichnet die verschiedenen Interessenslagen und Argumentationsketten en detail nach. Die Übersicht ist vor allem dahingehend interessant, dass durchaus Unterschiede in der öffentlichen Wahrnehmung, den Handlungen der Verantwortlichen sowie den realen Gegebenheiten erkennbar sind. Der gescheiterte Ausbau mit letztendlicher Einstellung des Linienverkehrs sollte als mahnendes Beispiel für nicht durchdachte und finanzierte Ausbauvorhaben dienen.

Chronik des Ausbauvorhabens

1968 wird der Flugbetrieb am Flugplatz Hof auf einer 700 Meter langen Start- und Landebahn aufgenommen. In den folgenden Jahren wird der Flugplatz sukzessive mit einem Flugsicherungstower, Betriebsgebäuden und Flugzeughallen aufgerüstet. Die Start- und Landebahn wird auf 820 m verlängert und mit einem Asphaltbelag versehen.

Seit Oktober 1972 werden tägliche Linienflüge nach Frankfurt / Main angeboten. Der Flugteil Hof – Bayreuth der Linie Hof – Bayreuth – Frankfurt wird bis zu seiner Einstellung im Oktober 2001 der kürzeste Lufthansa-Linienflug weltweit sein.

Am 07.02.1983 wurde die luftrechtliche Genehmigung zur Anlegung einer neuen Start- und Landebahn mit den Abmessungen 1.180 m x 30 m circa 65 m nördlich parallel zur bestehenden Bahn erteilt, wobei die bisherige Bahn als Rollbahn weiterverwendet wird.

1983 werden die ersten Charterflüge von Hof aus aufgenommen. Die Auslastung dieser Flüge wird in den nachfolgenden Jahren mit 80% – 92% angegeben.

Ab dem Jahr 1987 entwickelt sich im bestimmten Umfang ein Charterflug/Touristikverkehr einschließlich Tramp- und Anforderungsverkehr. 665 Urlauber fliegen von Hof aus nach Tivat in Montenegro (zweimotorige Turboprop-Maschine).

1988: 1500 Fluggäste fliegen nach Mallorca und Montenegro

27.10.1990 – Frankenpost
Der Flugplatz Hof-Pirk nimmt den Gleitwegsender in Betrieb. Dadurch wird den Piloten nun ein Blindanflug bis 60 Meter Höhe erlaubt. Für das neue Landesystem musste die Landebahn um 240 Meter auf 1,53 Kilometer Länge verlängert werden. Die Kosten für den neuen Sender und die Baumaßnahmen wurden auf 6,9 Millionen Mark veranschlagt. 1989 wurden 9680 Fluggäste in Pirk gezählt.

30.10.1990 – Frankenpost, Rehau und Umgebung
Der Vertrag mit dem Nürnberger Flugdienst (NFD) läuft zum Ende dieses Jahres aus. Durch höhere Wartungskosten steigt das Defizit im Rahmen eines Neuvertrages von 1,38 Millionen Mark auf 2,105 Millionen Mark. Um das Defizit auszugleichen, hatte der Freistaat Bayern bisher 862.500 DM, die Stadt und der Landkreis Hof 246.250 DM, die Stadt und der Landkreis Bayreuth 246.250 DM und der Landkreis Wunsiedel 25.000 DM übernommen. In Zukunft müsse der Landkreis Hof statt 123.125 Mark nun 304.375 Mark übernehmen. Ein zweites Angebot des Unternehmens Ratio Flug sei aber noch zu prüfen. Aufgrund dieser Entwicklungen forderte der Kreisausschuss höhere Zuschüsse aus München für den Regionalflugverkehr.

Im Jahr 1991 werden 2.500 Fluggäste in Hof gezählt.

Im Jahr 1995 beginnt der Einsatz der BAe 146-200 in Hof: 18.000 Urlauber fliegen von Hof nach Mallorca, Ibiza, Kreta, Rhodos, Korfu, Monastir und Djerba.

Im Jahr 1996 werden in Hof 22.000 Fluggäste gezählt. Es wird absehbar, dass ein Verlängerung und Verbreiterung der Landebahn notwendig wird, um langfristig Charterverkehre anbieten zu können. Die Landebahn ist für größere und effizientere Flugzeuge wie den Airbus A 319 oder die vergleichbare Boeing 737-700 zu klein. Diese werden vermehrt im Charterverkehr eingesetzt. Ein Ausbau wird diskutiert.

14.01.1997 – Frankenpost
Die Hofer CSU wirft Oberbürgermeister Dieter Döhla (SPD) Vertrauensbruch vor. Die Verwaltung torpediere den Ausbau. Der Hofer Oberbürgermeister ist grundsätzlich für den Ausbau, die Voraussetzung sei jedoch dass die (wirtschaftlichen) Rahmenbedingungen stimmen.

Stadtbaudirektor Gerhard Schaller warnt inzwischen vor übertriebenen Erwartungen. Die Baumaßnahme werde nicht ohne größere Schwierigkeiten durchgeführt werden können, anders als es von einigen dargestellt wird. Die Kosten von 50 Millionen Mark und die Eingriffe in die Natur legitimieren durchaus die Suche und Prüfung von Alternativen. Aufgrund der angespannten Haushaltslage seien vor allem zusätzliche Betriebskosten, die durch den Ausbau entstehen, zu prüfen. Des Weiteren sollten Fördermöglichkeiten abgeklärt werden.

Flüsterjet British Aerospace Avro RJ85
BAe 146-200/Avro RJ85 / British Aerospace Avro RJ85 – Foto: Adrian Pingstone – gemeinfrei

15.01.1997 – Hofer Anzeiger
Flugplatz-Chef Jürgen Ultsch warnt vor einem Schnellschuss. Die Zeit für eine Entscheidung sei keinesfalls reif, Folgelasten und mögliche Alternativen müssten vorher klar benannt werden, bevor eine Entscheidung dieser Größenordnung und Tragweite getroffen werde. Die SPD verurteilte die CSU-Aussagen vor einigen Tagen als „Schnellschuss“. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projektes müsse erst abgeklärt werden. Es entstehen schließlich erhebliche Kosten und Eingriffe in die Umwelt.

15.01.1997 – Frankenpost
1996 sind 19.250 Fluggäste Richtung Bayreuth / Frankfurt geflogen. Im Vorjahr lag die Zahl bei 18.987, folglich eine Steigerung um 1,38 Prozent. 1994 sind 15.862 Passagiere von Hof-Pirk mit der Linienmaschine abgeflogen. Im Charterflugverkehr wurde 22.031 Fluggäste gezählt, eine Steigerung um 21,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (18.280). In Bayreuth-Bindlach sind 1996 9.798 Fluggäste abgefertigt worden, 1.800 mehr als 1995 (Steigerung um 22,4 Prozent). 1994 lag diese Zahl bei 7.366.

16.01.1997 – Frankenpost
Sollte der Ausbau des Flughafens Hof-Pirk nicht kommen, droht dem Charterverkehr spätestens zum Jahr 2002 das Aus. Zu diesem Zeitpunkt wollen die Luftfahrtgesellschaften auf größere Maschinen wie den Airbus A 319 oder die vergleichbare Boeing 737-700 umstellen.

07.02.1997 – Frankenpost
Der Vorsitzende der Hofer CSU-Fraktion, Roman Spitznagel, glaubt, dass der Flughafenausbau mit 20 Millionen Mark zu Buche schlagen dürfte. Die im Raum stehenden Kosten von 55 Millionen Mark seien vollkommen aus der Luft gegriffen.

20.02.1997  Frankenpost
Maximilian -Wolf, Inhaber des Hofer Reisebüros , schätzt das Potential im Einzugsgebiet auf 35000 – 40000 Urlauber im Jahr. Zusätzliche Ziele könnten nach einem Ausbau die Kanarischen Inseln auch im Winter, Hurghada am Roten Meer, die Türkei, Portugal und Zypern sein.

21.03.1997
Vor zehn Jahren wurde der erste Charterflugverkehr nach Montenegro aufgenommen.

22.03.1997 – Frankenpost
Der oberfränkische CSU-Bezirksvorsitzende Dr. Georg von Waldenfels fordert den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber per Brief auf, die Fluglinie Hof – Bayreuth – Frankfurt weiterhin zu unterstützen.

30.04.1997
Die Region feiert 25 Jahre „Hof – Frankfurt“.

03.05.1997 – Frankenpost
Die Bayerische Staatsregierung wird die Fluglinie Hof – Bayreuth – Frankfurt auch über das Jahr 2000 hinaus bezuschussen. Die mit der Beseitigung von „Bagatell-Förderungen“ beauftragte Faltlhauser-Kommission hatte ein Ende der Förderung zum 31. Dezember 2000 vorgeschlagen. Der Ausbau des Flughafens soll des Weiteren mit 80 Prozent bezuschusst werden.

13.01.1998 – Frankenpost
Die Grünen scheitern im Hofer Stadtrat mit dem Antrag, Zahlungen an Eurowings, den Betreiber der Fluglinie Hof – Bayreuth – Frankfurt auszusetzen. Grund war die Kritik des Bayerischen Obersten Rechnungshofes an der gegenwärtigen Zuschuss-Praxis gewesen. So verzichte das bayerische Wirtschaftsministerium auf einen ordnungsgemäßen Verwendungsnachweis der Steuergelder. Es sei nicht auszuschließen, dass über die Förderung des Luftverkehr Oberfrankens der übrige Einsatz der Maschinen subventioniert wird.

Die Zuwendungsempfängerin hat die Fixkosten des eingesetzten Fluggeräts auf die Luftverkehr Oberfranken umgelegt und die zusätzlichen Flüge (Charter- und sonstiger Linienverkehr) nur mit den variablen Kosten belastet.

Seit 1993 wird die Fluglinie Hof – Frankfurt mit jährlich 1.901.000 Mark gefördert (ca. 971.965,87 Euro) Alle anderen Parteien sprachen sich jedoch rückhaltlos zum Fortbestand der Linie aus, da diese für die Region unersetzlich sei und keineswegs in Frage gestellt werden dürfe.

09.07.1998 – Hofer Anzeiger
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber erklärte, dass die Staatsregierung einem Ausbau „grundsätzlich positiv sehe“. Es müsse jedoch „ein weiteres Gutachten, in dem über Luftverkehrspotential, Prognosen des Charterflugverkehrs, die Entwicklung des Einzugsgebiets, die Finanzierung, die Wirtschaftlichkeit, aber auch über Auswirkungen des Fluglärms geschrieben wird“ in Auftrag gegeben werden. Der Freistaat werde sich daran finanziell beteiligen.

09.07.1998 – Frankenpost
Die Kosten für die neue Landebahn werden von der Stadt Hof und dem Planungsbüro SIGMA PLAN Weimar GmbH auf etwa 55,6 Millionen Mark (ca. 28,4 Millionen Euro) geschätzt. Förderfähig seien jedoch nur 60 Prozent, umgerechnet 21,3 Millionen Mark (ca. 10,89 Millionen Euro). Für die Förderung steht die Zustimmung des bayerischen Landtages jedoch noch aus. Zur Finanzierung des Flughafenausbaus soll eine Betreibergesellschaft gegründet werden, an der sowohl kommunale Gesellschafter als auch Gesellschafter aus der freien Wirtschaft beteiligt sind.

10.07.1998 – Frankenpost
Die Stadt Plauen stimmt der Gründung einer GmbH als Betreiber des Flughafens Hof-Pirk zu.

14.07.1998 – Frankenpost
Die Bürgerinitiative „Bürgerinitiative für Hof – gegen die Startbahnverlängerung“ bekräftigt ihre ablehnende Haltung. Die mit 240 Millionen Mark verschuldete Stadt könne sich den Ausbau nicht leisten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass bereits bestehende Einrichtungen nicht richtig unterhalten werden können.

20.07.1998 – Hofer Anzeiger
Im ersten Halbjahr 1998 erhöhte sich die Zahl der Passagiere im Linienflugverkehr von und nach Frankfurt / Main im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 9,46 Prozent von 7620 auf 8341. Die Zahl der Charterfluggäste erhöhte sich von 16.700 auf 17.907. Dies entspricht einer Steigerung von 7,23 Prozent.

01.11.1998
Augsburg Airways übernimmt im Auftrag der Lufthansa den Betrieb der Fluglinie Hof – Bayreuth – Frankfurt/Main.

15.11.1998 – Vogtland Blick
Der Flugplatz Hof-Pirk verzeichnet 23.181 Charterfluggäste.

21.11.1998 – Frankenpost
Der Stadtrat der Stadt Plauen stimmt einer Beteiligung an der neuen Flughafengesellschaft in Höhe von 1,3 Millionen Mark zu. Als Bedingung wurde jedoch die Umbenennung in „Flughafen Hof-Plauen“ gefordert. Der thüringische Saale-Orla-Kreis hat eine Beteiligung abgelehnt.

23.11.1998 – Frankenpost
Der Bund Naturschutz in Bayern fordert einen Ausbaustopp für alle Flughäfen in Bayern. Stattdessen sollten umweltfreundliche wie die Schiene gefördert werden.

28.11.1998 – Frankenpost
Der Landkreis Wunsiedel gibt die Beteiligung an der Flughafengesellschaft in Höhe von 650.000 Mark bekannt.

05.12.1998 – Frankenpost
Der Landkreis Hof beschließt, sich mit 2,6 Millionen Mark am Regionalflughafen Hof-Plauen zu beteiligen. Auch der Stadtrat der Stadt Hof beschließt eine Beteiligung an der Gesellschaft in Höhe von 3,9 Millionen Mark, die als Sachanlage eingebracht werden.

12.12.1998 – Frankenpost
27 Unternehmer beteiligen sich an der Flughafen Beteiligungsverwaltung GbR mit insgesamt 2,6 Millionen Mark unter Leitung von Thomas Netzsch und Dr. Karl-Gerhard Schmidt. Diese soll sich als Vertreter der Wirtschaft an der Ende des Jahres zu gründenden Flughafenbetreibergesellschaft beteiligen.

29.12.1998 – Frankenpost
Die Grünen fordern mehr Geld für den statt für den Flugplatz-Ausbau. Den Flugplatz in seiner bisherigen Form wollen sie allerdings mittragen.

30.12.1998 – Hofer Anzeiger
Am 29.12.1998 unterzeichneten die Oberbürgermeister von Plauen und Hof, die Landräte von Hof, Wunsiedel und des Vogtlandkreises sowie Vertreter der Wirtschaft den Vertrag über die gemeinsame Trägerschaft der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG. Das Nennkapital beläuft sich auf 13 Millionen Mark (ca. 6,64 Millionen Euro).

Die Stadt Hof hält 30% (3,9 Millionen Mark), der Landkreis Hof und die Wirtschaft je 20% (2,6 Millionen Mark), der Vogtlandkreis 15% (1,95 Millionen Mark), die Stadt Plauen 10% (1,3 Millionen Mark) und der Landkreis Wunsiedel fünf Prozent (650.000 Mark). Die Einlage der Stadt Hof wird dadurch erbracht, dass sie den gesamten Geschäftsbetrieb als auch das Vermögen des Flugplatzes einbringt. Die Anteile der übrigen Gesellschafter müssen erst ab dem Jahr 2002 eingezahlt werden. Insgesamt sind vier Jahresraten zu leisten, die Einlage muss vollständig bis Ende 2005 abgeschlossen sein.

01.01.1999
Der Flugplatz Hof-Pirk wird in Flughafen Hof-Plauen umgenannt.

28.01.1999 – Frankenpost
Die Staatsregierung betont, dass die Flugverbindung Hof – Bayreuth – Frankfurt für mindestens drei Jahre gesichert sei und eine Förderung auch über diesen Zeitraum hinaus in Aussicht gestellt werden könne. Der Freistaat möchte aber noch die Vorlage der notwendigen Gutachten abwarten, bevor eine Fördermittelzusage abgegeben werden kann.

03.01.2000 – Frankenpost
Neue Planungen gehen nun von einer 2.300 Meter langen Landebahn aus. Bisher waren nur 2.000 Meter angepeilt. Auf einer 2.000 Meter langen Landebahn wäre maximal die Nutzung eines 149-sitzigen Airbus A319 möglich. Die Verlängerung auf 2.300 Meter ermöglicht Starts und Landungen von Maschinen mit bis zu 180 Sitzen. Die Gesamtkosten würden somit auf über 80 Millionen Mark (ca. 40,9 Millionen Euro) steigen.

Seit Mitte 1999 liegt zudem ein Gutachten vor, dass die Auswirkungen des Flughafenausbaus auf den Großflughafen Nürnberg untersucht hat. Die Verluste wären mit 4 – 7 % bei den Passagieren und 2 % Umsatzverlust marginal. Zudem sei ein jährliches Wachstum von 5% anzusetzen.

04.02.2000 – Frankenpost
Die Passagierzahl im Linienflugverkehr steigt um 37 Prozent auf 24.118. Das entspricht einer Steigerung von etwa 6500 Passagieren. Im Jahr 1998 werden 64.918 Fluggäste (Linie / Charter gewerblich) am Flughafen Hof-Plauen gezählt. Im Jahr 1999 verzeichnet der Flughafen Hof-Plauen 12.138 Starts/Landungen und insgesamt 43.064 Passagiere im Charterverkehr von insgesamt 64.462 Fluggästen und 13.200 Flugbewegungen.

13.07.2000 – Hofer Anzeiger
Ein von der Bayerischen Staatsregierung in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Verlängerung der Start- und Landebahn einerseits „technisch und wirtschaftlich realisierbar“ und andererseits „die befürchteten negativen Auswirkungen auf den Flughafen Nürnberg gering“ seien. Die Abwanderung von Flugreisenden vom Flughafen Nürnberg nach Hof beläuft sich laut Gutachtern im ungünstigsten Falle auf 3,8 bis 4,0 Prozent. Die noch bestehende Finanzierungslücke soll durch EU-Mittel gedeckt werden.

12.08.2000 – Frankenpost
Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu hat erneut den deutschen EU-Kommissar Günter Verheugen (SPD) aufgefordert, den Ausbau des Flughafens Hof-Plauen mit EU-Mitteln in Höhe von zehn Millionen Mark zu unterstützen. Bayern möchte für den Hofer Flughafen eine Ziel-2-Programmförderung erreichen.

24.08.2000 – Hofer Anzeiger
Klaus Hartmann wird neuer Geschäftsführer der Flughafengesellschaft. Zuvor war er von 1992 – 1998 Verkehrsleiter und Geschäftsführer des Flughafens Hahn / Hunsrück und für den Aufbau des Flughafenbetriebs verantwortlich. Ab 1998 beriet er verschiedene Flughäfen im In- und Ausland. Der frühere Geschäftsführer Jürgen Ultsch widmet sich in Zukunft wieder voll seiner Aufgabe als Leiter des Fachbereichs Tiefbau der Stadt Hof.

05.10.2000 – Frankenpost
Das Charter-Angebot für das Jahr 2001 besteht nur noch aus den Zielen Korfu und Mallorca. Für die Verbindung Hof – Mallorca wird in der Saison 2001 eine Boeing 717 der Aerolina Baleares eingesetzt, die wegen der zu kurzen Start- und Landebahn allerdings nur mit 80% der eigentlich verfügbaren Kapazität fliegen kann. Gestrichen worden sind die Ziele Kreta, Rhodos und Monastir.

12.12.2000 – Frankenpost
Gut drei Monate nach Übernahme der Geschäftsführung betont Klaus Hartmann, dass mit Nachdruck am Ausbau des Flughafens Hof-Plauen gearbeitet werde. Die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren seien im Wesentlichen zusammengestellt. Allerspätestens mit dem Sommerflugplan 2006 solle der neue Flughafen eröffnet werden. Die Planungsfortschritte sollten transparent im Internet veröffentlicht werden. Das Charter-Angebot für das Jahr 2001 sei von den Reiseveranstaltern halbiert worden, das sei im Jahr 2000 im Vergleich zum Jahr 1999 um 6,64 Prozent geringer gewesen. Um 15 Prozent sei das der Linie Hof – Frankfurt gesunken.

27.04.2001 – Frankenpost
Der Chef der SPD-Fraktion im Hofer Stadtrat, Rainer Kellner, fordert die Privatisierung des Hofer Flughafens. Der Flugplatz solle in eine private Rechtsform überführt werden, an der sich die Gebietskörperschaften und die Wirtschaft beteiligen sollen.

02.05.2001 – Frankenpost
Der Ausbau des Flughafens Hof-Plauen wird von der Europäischen Union nicht mit Mitteln aus dem Ziel-2-Planfond finanziert. Im Jahr 1999 wollte die EU den Startbahnbau eines Flughafens in einem an die Bundesrepublik Deutschland angrenzenden Land fördern. Dagegen legten drei Bundesländer Beschwerde ein. Seitdem ist der Bau von Start- und Landebahnen im Ziel-2-Programm nicht mehr förderfähig.

29.05.2001 – Frankenpost
Die Flughafengesellschaft prüft den Neubau des Flughafens in der Nähe von Töpen. Im Gespräch ist das Gebiet nördlich der A 72 bei der Ausfahrt Hof-Töpen.

27.06.2001 – Frankenpost
Der Erhalt der Fluglinie Hof-Frankfurt ist für die nächsten drei Jahre gesichert. Die Zwischenlandung in Bayreuth muss allerdings wegen des Einsatz größerer Maschinen entfallen.

04.07.2001 – Frankenpost
Das Raumordnungsverfahren für den Ausbau des Regionalflughafens Hof-Plauen wurde von Seiten der Regierung von Oberfranken eingeleitet.

07.08.2001 – Frankenpost
Neue Prognosen ergeben eine Nachfrage von 1000 Passagieren pro Tag. Dies entspricht etwa zehn Flugbewegungen am Tag. Mit der Fluglinie Hof – Frankfurt sollen so pro Tag 16 bis 18 Starts und Landungen möglich sein.

01.09.2001 – Freie Presse
Der regionale Planungsverband Oberfranken-Ost befürwortet mit der Ausbau-Variante II (Verlagerung und leichte Drehung der Landebahn nach Norden, Verlängerung auf 2.300 Meter) einen möglichst umweltschonenden Ausbau.

05.09.2001 – Frankenpost
Laut Frankenpost klafft im Flugplatz-Etat bis zum Jahr 2007 eine Finanzierungslücke von 50 Millionen Mark. Laut Plänen der Staatsregierung soll der Hofer Flughafen Partner des Flughafens München in einer gemeinsamen Gesellschaft für alle Flughäfen in Bayern werden. Auch eine Verbindung Hof – München sei ins Auge gefasst. Gerechnet wird außerdem mit einem EU-Zuschuss in Höhe von 10 Millionen Mark, der aber noch nicht einmal in Aussicht gestellt wurde.

06.09.2001 – Frankenpost
Das Fluggastaufkommen ging in der ersten Jahreshälfte 2001 um knapp 27 Prozent von 25.478 (Jahr 2000) auf 12.076 Fluggäste zurück.

13.10.2001 – Frankenpost
Der Kreisausschuss stimmt der Verlängerung des mit Augsburg Airways geschlossenen Vertrages über den Betrieb der Fluglinie Hof – Frankfurt für drei weitere Jahre zu. Der Flughafen Hof-Plauen erhebt in diesem Zeitraum keine Landeentgelte (ca. 300.000 Mark / Jahr). Die Vertragskosten belaufen im ersten Vertragsjahr 940.315 Euro (1,839 Millionen Mark). Davon trägt der Freistaat Bayern 76% (717.905 Euro – 1,404 Mio. Mark), Stadt und Landkreis Hof 222.410 Euro. Die Kosten steigen im zweiten Jahr für den Freistaat Bayern auf 739.942 Euro und im dritten Jahr auf 762.420 Euro. Die Anteile von Stadt und Landkreis Hof steigen auf 106.589 Euro im zweiten Jahr und 110.042 Euro im dritten Jahr. Der Landkreis Wunsiedel beteiligt sich mit 16.000 Euro jährlich.

08.11.2001 – Freie Presse
Der Freistaat Bayern hat im Nachtragshaushalt 2001 weitere 20 Millionen Mark (zu den bereits 29 Millionen Mark) Fördergelder für den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Hof-Plauen vorgesehen. Damit investiert Bayern insgesamt 49 Millionen Mark.

15.11.2001 – Freie Presse
Mit Beginn des Winterflugplanes fällt bei der Flugverbindung Hof – Frankfurt die Zwischenlandung in Bayreuth weg. Die Flugzeit sinkt um 35 Minuten. Grund ist der Einsatz größerer Maschinen mit 50 statt 37 Sitzen, die auf dem Bayreuther Flugplatz nicht mehr landen können. Ein Großteil der Subventionen, die die Stadt Bayreuth bezahlte, wird nun vom Freistaat Bayern getragen. In Bayreuth wurden zuletzt knapp 10.000 Fluggäste pro Jahr gezählt.

20.12.2001 – Frankenpost
Der bayerische Wirtschaftsminister Wiesheu verteidigt die Förderung der Fluglinie Hof – Frankfurt. Der Freistaat Bayern subventioniert der Freistaat die Fluglinie jedes Jahr mit 1,4 Millionen Mark, die Landkreise Hof und Wunsiedel sowie die Stadt Hof geben weitere 435.000 Mark. Damit wird jedes Ticket mit 128 Mark subventioniert.

22.12.2001 – Frankenpost
Bürger aus den an den Flughafen angrenzenden Ortschaften Lipperts und Leupoldsgrün verlangen, dass die neue Landebahn um 20 Prozent gedreht werde.

02.01.2002 – Frankenblick
In der Charterflug-Saison 2001 wurden bei drei Flügen wöchentlich 16.400 Passagiere in Hof abgefertigt. 2000 lag dieser Wert bei 37.501 Passagieren, allerdings bei acht Flügen.

26.01.2002 – Frankenpost
Das Raumordnungsverfahren für den Flughafen verlängert sich wegen einer Unterschriftenaktion Leupoldsgrüner Bürger um etwa zwei Monate.

04.02.2002 – Freie Presse
Die Bundesrepublik Deutschland und die Stadt München lehnen eine Beteiligung der Flughafen München GmbH an Regionalflughäfen wie Hof-Plauen ab. Beteiligen werde sich Bayern nur an den beiden bayerischen Großflughäfen Nürnberg und München, Regionalflughäfen obliegen den regionalen Gebietskörperschaften.

05.02.2002 – Süddeutsche Zeitung, siehe auch Freie Presse vom 31.01.2002, Frankenpost vom 29.01.2002 / 26.01.2002, Sonntagsblick vom 27.01.2002
In einem Protokoll einer nicht öffentlichen Sitzung der Gesellschafterversammlung vom 13. Dezember 2001 ist ersichtlich, dass die Baukosten nun mit mindestens 55 Millionen Euro beziffert werden. Im vergangenen Jahr wurde noch mit Kosten in Höhe von 43 Millionen Euro gerechnet.

Des Weiteren wurde auch die Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens in Zweifel gezogen. Laut ihren Berechnungen kam die RSG GmbH Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft zu dem Schluss, dass „trotz der Investitionen von 55 Millionen Euro und den avisierten Zuschüssen in Höhe von 25 Millionen Euro sowie der marktgerechten Zinsen [wird] der ausgebaute Flughafen Hof-Plauen auch sehr langfristig nicht wirtschaftlich arbeiten können“ wird.

Der Geschäftsführer des Hofer Flughafens, Klaus Hartmann, bestätigt diese Aussage der RSG GmbH, betont aber, dass es sich hierbei um mehrere Modellrechnungen gehandelt habe, bei der die oben zitierte die spektakulärste gewesen sei. Des Weiteren waren folgende Passagen im Sitzungsprotokoll zu finden:

  • So sei die Flughafen München GmbH (FMG) gebeten worden, die Ausbauplanung und die Kosten für den Hofer Flughafen zu überprüfen. Sie errechnete einen Betrag von 131 Millionen DM (= ca. 65 Millionen Euro). Auf Betreiben der Hofer Flughafen GmbH und bei „Beschränkung auf das absolut notwendige Minimum“ rechnete die FMG diesen Betrag auf 110 Millionen DM (= ca. 55 Millionen Euro) runter.
  • Falls es nicht gelänge, das Eigenkapital der Betreibergesellschaft zu erhöhen, droht die Insolvenz.
  • Des Weiteren sollen dramatische Probleme im Bereich Abwasser, Oberflächenwasser und dem Zustand der Start- und Landebahn existieren. Eines der Hallentore sei renovierungsbedürftig, die Anschaffung eines zusätzlichen Flugfeldlöschfahrzeugs sowie weitere Sicherheitsvorkehrungen aufgrund der Vorfälle am 11. September 2001 erforderlich.
  • Eine Sanierung wird von der FMG mit 40 Millionen DM (= ca. 20 Millionen Euro) veranschlagt. Allerdings werde das jährliche Betriebsdefizit von ca. 2 Millionen DM (ca. eine Million Euro) dadurch nicht weniger.
  • Die bayerische Staatsregierung hat bisher einer Förderung von 25 Millionen Euro in Aussicht gestellt. 2001 ist der Charterverkehr um 60 Prozent zurückgegangen.

10.05.2002 – Frankenpost
Eine neue Ausbau-Variante III sieht eine Drehung der Lande- und Startbahn um 20 Prozent und eine Verlängerung auf 2300 Meter vor. Die Stadt Selbitz lehnt diese Variante ab, da die Stadt voll in der Einflugschneise liegen würde.

04.06.2002 – Frankenpost
Der Hofer Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Friedrich schlägt vor, das Planfeststellungsverfahren für den Flughafen Hof-Plauen durch eine von der Regierung von Oberfranken eingesetzte Expertenkommission auf höchsten fünf bis sechs Monate zu verkürzen. Dies sei im Falle der geplanten BMW-Ansiedlung schließlich auch möglich gewesen.

06.06.2002  Frankenpost
Der Marktgemeinderat Oberkotzau ist gegen den Bau der Ausbau-Variante 3. Variante 1 würde eine viel geringere Belastung für die Bewohner der Marktgemeinde bedeuten. Die Lasten müssten gerecht verteilt werden.

08.06.2002 – Hofer Anzeiger
Der Hofer Stadtrat stimmt mit 35 zu 4 Stimmen für Ausbau-Variante 3.

29.08.2002  Freie Presse
Der EU-Abgeordnete Markus Ferber (CSU), Mitglied des Haushalts- und Regionalausschusses des Europäischen Rates, nährt Hoffnungen auf EU-Fördermittel für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Dazu müsse der Hofer Flughafen allerdings in das Transeuropäische Verkehrsnetz (TEN) aufgenommen werden, für das der Hofer Flughafen allerdings zu klein sei und zu wenige Fluggäste aufweise.

14.09.2002 – Frankenpost
TUI teilt mit, dass es im Jahr 2003 keinen Charterflugverkehr mehr vom Flughafen Hof-Plauen geben wird. Die Landebahn sei zu kurz für moderne Flugzeuge. Die Kosten für einen Flug von Hof nach Palma de Mallorca mit einer derzeit eingesetzten BAe 146-200 (70 Sitzplätze, wegen der kurzen Landebahn können aber nur 50 Fluggäste mitgenommen werden) seien um 70% höher als der gleiche Flug mit einer Boeing 737. Für die DASH 8-400 ist die Landebahn zu kurz, um mit maximalem Startgewicht zu starten. Daher könnten nur 50 der vorhandenen 70 Sitzplätze genutzt werden.

DHC-8-400 Augsburg Airways GNU
Dash 8Q-400 der Augsburg Airways – Foto: Konstantin von Wedelstaedt bei Airliners.netGNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2

17.09.2002 – Frankenpost
In Hof beginnen die Parteien darüber zu streiten, wer Schuld hat, dass es mit dem Ausbau des Flughafens nicht so recht vorangeht.

20.09.2002 – Frankenpost
In Hof wird die Forderung laut, dass der Freistaat Bayern seinen zugesagten Zuschuss von 25 Millionen auf 31,8 Millionen Euro aufstocken solle. Des Weiteren solle der Freistaat für die erforderliche Kreditaufnahme in Höhe von 22 Millionen Euro eine Staatsbürgschaft bereitstellen.

24.09.2002 – Hofer Anzeiger
Einstimmiges Votum im Regionalen Planungsverband Oberfranken-Ost für zwei Ausbau-Varianten der neuen Landebahn. Präferiert wurde die Landebahn-Variante III, die mit 42,9 Millionen Euro die teuerste, aber auch ökologisch verträglichste ist.

11.10.2002 – Frankenpost
Das Raumordnungsverfahren für die Landebahn-Variante III durch die Regierung von Oberfranken ist abgeschlossen. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens wurden zunächst drei Varianten für die Anlegung einer neuen Start- und Landebahn mit den Abmessungen von 2.300 x 30 m untersucht. Mit landesplanerischer Beurteilung vom 30.09.2002 stellte die Regierung von Oberfranken fest, dass die Variante III unter einer Reihe von Maßgaben den Erfordernissen der Raumordnung und Landesplanung entspricht.

12.10.2002 – Frankenpost
Der bayerische Wirtschaftminister Otto Wiesheu kritisiert die neuen Forderungen nach einem höheren Zuschuss seitens des Freistaats Bayern. Statt 15 Millionen soll der Freistaat nun 32 Millionen Euro geben. Da diese Bürgschaft nicht der Absicherung eines Restrisiko diene, sondern der Absicherung des Hauptrisikos, wäre sie rechtlich unzulässig. Des Weiteren dürfen keine Mittel aus dem Ertüchtigungsprogramm Ostbayern verwendet werden, da diese für die gesamte Region Ostbayern verwendet werden muss und nicht nur für den nördlichen Teil.

25.10.2002 – Frankenpost
Mit Aufnahme des neuen Winterflugplanes wird die Verbindung Hof – München mit in das Angebot aufgenommen. Am Wochenende fliegt Lufthansa / Augsburg Airways mit einer 50-sitzigen Dash 8-300 einmal am Tag hin und zurück, unter der Woche die Fluggesellschaft Antares mit einer 18-sitzigen Turboprop-Maschine LET 410 zwei Mal täglich.

26.10.2002  Frankenpost
Die oberfränkische CSU fordert eine Vorfinanzierung des Flughafenausbaus durch den Freistaat.

03.11.2002  Frankenpost
Die letzten Chartermaschinen landen auf dem Flughafen Hof-Plauen. Der Charterverkehr wird eingestellt.

09.11.2002 – Frankenpost
Die Bundesregierung lehnt eine finanzielle Beteiligung am Ausbau des Flughafens Hof-Plauen ab.

16.11.2002 – Frankenpost
Der Freistaat Bayern erklärt sich bereit, 31,8 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Hofer Flughafens zur Verfügung zu stellen. 25 Millionen Euro stünden sofort zu Verfügung und können baubegleitend abgerufen werden.

19.11.2002  Frankenpost
Ende 2002 liegt folgender Ausbau-Fahrplan vor:

  • 18.11.2002, 15 Uhr Ende der Bewerbungsfrist für die technische Fachplanung
  • Ende Januar 2003 Vergabe der Fachplanung an das ausgewählte Planungsbüro
  • Frühjahr 2003 Umgestaltung des Vorfelds und Neubau der Tankstelle (lange geplant, keine Maßnahme des Erweiterungs-Pakets)
  • Bis Juni 2003 Erwerb aller notwendigen Grundstücke, Erstellung der notwendigen Gutachten und Einholen der benötigten Stellungnahmen
  • Ende Juni 2003 Formeller Antrag für das Planfeststellungsverfahren
  • Mitte 2004 , sofortiger Baubeginn
  • Sommer 2004 – Anfang 2006 Ausbau des Flughafens in der geplanten Form
  • März 2006 Eröffnung des ausgebauten Flughafens, Aufnahme von Charterflügen von Hof auf die Kanarischen Inseln, nach Nordafrika und in die Türkei.

Maximilian Otto-Wolf geht davon aus, dass den geforderten Absichtserklärungen der drei großen Reiseveranstalter TUI, Thomas Cook und Rewe nichts im Wege stehe und diese sich grundsätzlich für Hof-Plauen aussprechen werden.

23.11.2002 – Frankenpost
Grüne fordern klare Finanzierung und die Veröffentlichung genauen Zahlenmaterials.

25.01.2003 – Frankenpost
Rückläufige Fluggastzahlen in Karlsbad im Jahr 2002 auf etwa 18.000 Fluggäste, 4.000 weniger als 2001.

30.01.2003 – Freie Presse
Die Landtagsfraktion der SPD stimmt einstimmig für einen Änderungsantrag der Grünen im bayerische Landtag. Der Änderungsantrag zum Landesentwicklungsprogramm umfasst auch die Streichung der folgenden Passage:

Der künftige Verkehrsflughafen Hof-Plauen soll die Luftverkehrsanbindung Nordost-Oberfrankens und der angrenzenden Gebiete Thüringens und Sachsens sicherstellen. Dazu soll eine neue Start- und Landebahn errichtet werden, um den Einsatz größeren Fluggerätes zu ermöglichen.

Die SPD spricht im Nachhinein von einem Abstimmungsfehler, der ihr wegen der Fülle der Anträge geschehen sei.

25.02.2003 – Hofer Anzeiger
Die Spitze der bayerischen SPD erklärt, dass sie „uneingeschränkt zu einem Ausbau des Flughafens Hof-Plauen“ stehe.

27.02.2003 – Frankenpost
Stadt Plauen übernimmt Ausfallbürgschaft in Höhe von 2,14 Millionen Euro.

11.04.2003 – Süddeutsche Zeitung
Die Flughafengesellschaft schuldet der Stadt Hof über 140.000 Euro für Personalausgaben. Die Stadt Hof als früherer Flughafenbetreiber hat noch sieben Bedienstete, die derzeit für die Flughafengesellschaft tätig sind.

24.07.2003 – Freie Presse
Für den Freistaat Bayern und den Freistaat Sachsen kommen eine Staatsbürgschaft oder eine Beteiligung an der Flughafengesellschaft nicht in Betracht.

05.09.2003 – Freie Presse
Die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis hoffen auf eine Sondergenehmigung der sächsischen Staatsregierung zur Übernahme der Bürgschaften für den Ausbau.

06.09.2003  Frankenpost
Die geplante neue Start- und Landebahn soll nun statt 2300 Metern 2500 Meter lang und statt 30 Meter 45 Meter breit werden. (Anmerkung: Die Fläche vergrößert sich also von 69.000m² auf 112.500m²) Damit bietet sich mittelfristig die Möglichkeit Anflughilfen zu installieren. An den Baukosten in Höhe von 53,8 Millionen Euro soll sich allerdings nichts ändern. Rund zehn Grundstückseigentümer sind derzeit bereit entsprechende Optionsverträge abzuschließen.

08.11.2003 – Frankenpost
Der Hofer Stadtrat billigt die höhere Bürgschaft für den Flughafen von nun 12 Millionen Euro. Dies war nötig geworden, da die sächsischen Gesellschafter, die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis, kommunalrechtlich nicht bürgen dürfen.

18.11.2003 – Hofer Anzeiger
Die Stadt Plauen überweist der Flughafengesellschaft Anfang 2004 332.000 Euro, 166.000 Euro für das Jahr 2004 und 166.000 Euro, die erst 2005 fällig gewesen wären. Die Finanzmittel sind dringend notwendig, um den laufenden Betrieb aufrecht zu halten.

09.12.2003 – Freie Presse
Bürgerinitiative gegen die Stadtbahnverlängerung kündigt Einsprüche und Klagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahren an

16.12.2003 – Frankenpost
Der Kreistag stimmt Ausfallbürgschaften für den Flughafen in Höhe von höchstens acht Millionen Euro zu. Aus diesem Bürgschaftsrahmen sollen bereits jetzt zwei Millionen Euro abgerufen werden, die dazu dienen die Liquidität der Flughafengesellschaft zu sichern, die laufenden Betriebskosten zu decken, die Projektkosten für das Planfeststellungsverfahren zu sichern und den Grunderwerb zu finanzieren. Insgesamt sollen dafür 5,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, zwei Millionen Euro entfallen auf den Landkreis Hof, drei Millionen Euro auf die Stadt Hof und 0,5 Millionen Euro auf den Landkreis Wunsiedel.

30.12.2003 – Pressemitteilung der Regierung von Oberfranken
Die Regierung von Oberfranken schließt die landesplanerische Überprüfung einer Variante 3A im Rahmen einer sogenannten „Offensichtlichkeitsprüfung“ positiv ab. Die Überprüfung war notwendig geworden, da die Landebahn nun 15 Meter breiter und 180 Meter länger als ursprünglich geplant werden soll. Des Weiteren soll die Landebahn um 150 Meter nach Osten verschoben werden.

Die Regierung von Oberfranken kam nach Überprüfung mit Schreiben vom 15.12.2003 zu dem Ergebnis, dass diese Variante 3a zwar in den Punkten Straßenbau, Land- und Forstwirtschaft sowie Boden deutlich von der Variante 3 abweicht; die Abweichungen seien jedoch nicht so gravierend, dass sie eine Unvereinbarkeit mit den Erfordernissen der Raumordnung zur Folge hätten.

31.01.2004 – Hofer Anzeiger
Das sächsische Innenministerium möchte einen Nachweis der Wirtschaftlichkeit des Hofer Flughafens, bevor die Bürgschaften der Stadt Plauen und des Vogtlandkreises genehmigt werden können. Laut Flughafengesellschaft soll ein neuer Wirtschaftlichkeitsnachweis in 14 Tagen vorliegen, der an das bayerische Innenministerium gesendet werde. Dieses werde die Dresdner Kollegen dann informieren.

11.02.2004 – Frankenpost
Laut bayerischem Wirtschaftsministerium hätten mehrere Gutachten ergeben, dass ein Ausbau des Hofer Flughafens „grundsätzlich technisch und wirtschaftlich realisierbar“ sei.

13.02.2004  Frankenpost
Das bayerische Innenministerium prüft die finanzielle Absicherung der Bürgschaften, die von der Stadt Hof und anderen Gebietskörperschaften in der Region für den Ausbau des Flughafens gewährt werden.

23.03.2004  Frankenpost
Das monatliche Defizit des Flughafens beträgt derzeit 110.000 Euro. Da die Stadt Hof keinen genehmigten Haushalt hat und sowohl die private Wirtschaft als auch die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis – bei letzten beiden ist dies landesrechtlich verboten – nicht bürgen können, erhöht sich der Bürgschaftsanteil der Stadt Hof von 8,2 Millionen Euro auf maximal 12,0 Millionen Euro. Aufgrund der prekären Haushaltssituation kann eine Bürgschaft in dieser Höhe allerdings derzeit nicht genehmigt werden. Die CSU schlägt daher eine Finanzierung durch die Stadtwerke Hof vor.

26.03.2004 – Hofer Anzeiger
Die Freien Aktiven Bürger (FAB) fordern eine Richtungsumkehr in Sachen Flughafen. Der Ausbau solle nicht kommen, wichtig sei es jedoch die Linienverbindung nach Frankfurt zu erhalten. Die Flughafengesellschaft sei de facto pleite und kann schon seit einem Jahr der Stadt Hof die Gehälter für ihre Angestellten nicht erstatten. Des Weiteren zweifelt die FAB die Fluggastprognosen an.

03.04.2004 – Hofer Anzeiger
Hofer Jusos sprechen sich gegen den Flughafenausbau aus, da dessen Finanzierung und Zukunft höchst ungewiss sei. Die angedachten Passagierzahlen seien nie zu realisieren, der Flughafen ist nicht Standortfaktor Nummer 1. Diejenigen Unternehmen, die den Ausbau wollen sollen diesen selber finanzieren.

19.04.2011
Genehmigung einer Überbrückungsbürgschaft für den laufenden Betrieb bis Ende Juni 2004 in Höhe von 1,8 – 2,0 Millionen Euro. Dieses Geld soll nicht nur zur Deckung der laufenden Kosten herangezogen werden, sondern auch für die Erstellung fehlender Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.

21.04.2004 – Frankenpost
Die Hofer CSU bringt eine Beteiligung der Hofer Stadtwerke an der Flughafen GmbH ins Gespräch. Die Stadtwerke sollen für sieben Millionen Euro eine Beteiligung erwerben, übernommen werden sollen Flughafen-Anteile der regionalen Wirtschaft und der Stadt Hof.

23.04.2004 – Frankenpost
Der Kommunale Prüfungsverband (KPV) zweifelt die Wirtschaftlichkeit des Flughafens Hof-Plauen auch nach den geplanten Ausbaumaßnahmen an. Des Weiteren sprach der Kommunale Prüfungsverband eine Empfehlung aus, die Zuschüsse für die Fluglinie nach Frankfurt zu streichen.

19.05.2004 – Frankenpost
Regierung von Oberfranken hält 1,4 Millionen Euro für ausreichend, um den Flughafen Hof-Plauen bis zu einer Ausbauentscheidung weiter zu betreiben. Kalkuliert hatte die Flughafengesellschaft mit 2,5 Millionen. Um die 1,4 Millionen Euro aufzubringen, muss die Stadt Hof eine Überbrückungsbürgschaft in Höhe von 763.700 Euro geben. Für die restlichen Mittel müssen die Landkreise Hof und Wunsiedel bürgen.

27.05.2004 – Frankenpost
Eine Umfrage der IHK hat ergeben, dass 13% der befragten Unternehmen (Anmerkung: Unklar ist hier welche und wie viele) in ganz Oberfranken den Flughafen Hof-Plauen für Luftfracht nutzen. 22 Prozent haben Interesse an einem erweiterten Angebot im Luftfrachtbereich, von denen 3% einen konkreten Bedarf haben. Die restlichen 19% haben noch keinen konkreten Bedarf.

01.07.2004 – Frankenpost
Eine Studie des Airport Research Center Aachen mit dem Titel „Ergänzung des Gutachtens Aktualisierung der Fluggast- und Flugbewegungsprognose für den Regionalflughafen Hof-Plauen bis zum Jahr 2020“ hat das spezifische Fluggastaufkommen des Flugplatzes Hof-Plauen im Urlaubsverkehr 2020 mit dem spezifischen Touristikaufkommen 2003 im weiteren Sinne ähnlichen Regionalflughäfen mit Pauschalflugverkehr verglichen. Das Airport Research Center kommt zu dem Ergebnis, dass „der Zahlenwert für Hof-Plauen die Ausschöpfung des Marktpotentials eher unter- als überschätzt.“

07.07.2004 – Frankenpost
Die Vorarbeiten für das Planfeststellungsverfahren werden fertig gestellt.

10.07.2011  Frankenpost
Im Hofer Stadtrat herrscht große Empörung über einen angeblich tendenziösen Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 08.07.2004 mit dem Titel „Bayerns absurdester Flughafen“.

13.07.2004 – Amtliche Bekanntmachungen des Registergerichts beim Amtsgericht Hof
Eintragung der FHP Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co. KG (FHP = Flughafen Hof-Plauen) sowie die FHPB Geschäftsführungs GmbH als Komplementär der FHP Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co. KG. Beide Gesellschaften sind für die Beteiligung der lokalen Wirtschaft an der Flughafen Hof-Plauen GmbH gedacht.

23.07.2004 – Frankenpost
Erste Gerüchte über einen möglichen Einstieg eines privaten Investors kommen auf.

25.08.2004 – Frankenpost
Die Frankenpost meldet, dass ein amerikanischer Investor Paul Amara zusammen mit dem in Hof wohnenden Tunesier Hassen Fhal den Hofer Flughafen übernehmen und mehr als 100 Millionen Euro investieren möchte.

Konzept von Paul Amara (geplant durch den Schweizer Ingenieur Hanspeter Stähli 2) für den Flughafen Hof-Plauen:

  • Übernahme 80% der Flughafen Hof-GmbH
  • Gründung der Hof Transair GmbH zur Planung und Betrieb des neuen Flughafenkomplexes
  • Bau einer neuen Landebahn mit 2800 Metern Länge und 45 Metern Breite mit Schnell-Abrollwegen parallel zur Landebahn. Eigener Flugbetrieb mit Flugzeugen des Typs Boeing 737 (etwa 180 Passagiere)
  • Passagierterminal: fünf Warteräume mit entsprechenden Zugängen, die davon mit Passagierbrücken
  • Drei Restaurants, zehn Läden und etliche Büroräume
  • Passagierabfertigung: 9300 Quadratmeter Fläche, Abfertigung von 300 Passagieren in einer Stunde
  • Vergrößerung des Verwaltungsgebäudes um 50 Prozent
  • Bau einer neuen Flugzeugwerft
  • Parkplätze mit insgesamt 300 Stellplätzen
  • Bau eines zweistöckigen Hotels in Flughafennähe mit Konferenzzentrum und Hallenbad

02.09.2004 – Freie Presse
Aufgrund von Verzögerungen bei einer nicht genannten Schweizer Bank kann Paul Amara noch keinen Finanzierungsnachweis über die in Aussicht gestellten 100 Millionen leisten.

03.09.2004 – Frankenpost
Das bayerische Wirtschaftsministerium lehnt die Erstellung eines neuen Gutachtens zum möglichen Ausbau der Luftfracht- und Logistikkomponente ab. Frühere Gutachten und Analysen hätten bereits gezeigt, dass kein nennenswertes wirtschaftliches Potential in diesem Bereich vorläge. Ein neues Gutachten hatte die IHK angeregt.

17.09.2004 – Frankenpost
Das bayerische Wirtschaftsministerium setzt Paul Amara eine Frist bis Ende des Monats

23.09.2004 – Frankenpost
Flughafen-Investor Paul Amara will Frist bis Ende September zum Nachweis der Finanzierung des Projekts und der Bonität seines Unternehmens einhalten.

01.10.2004  Frankenpost
IHK Oberfranken: Es sollen alternative Nutzungsformen für den Flughafen Hof-Plauen geprüft werden, insbesondere im Bereich und Luftfracht. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei auch mit Charter-Verkehr nicht möglich.

02.10.2004
US-Investor Paul Amara hat die vom bayerischen Wirtschaftsministerium geforderten Unterlagen nicht wie angekündigt fristgerecht eingereicht.

07.10.2004 – Freie Presse
Bayerische Staatsregierung will nach dem Entwurf der Staatsregierung für den Doppelhaushalt 2005/2006 sieben Millionen Euro aus dem Verkauf der Oberpfälzer Regentalbahn für die Finanzierung des Regionalflughafens Hof-Plauen verwenden.

12.10.2004 – Frankenpost
OB Döhla: Wir unterstützen das Projekt des US-Investors Paul Amara, da er die Ernsthaftigkeit seiner Pläne dargestellt hat. Nötig seien aber noch die Finanzierungszusagen.

16.10.2004 – Frankenpost
Der potentielle Millioneninvestor Paul Amara und sein Hofer Partner Hassen Fhal wollen den geforderten Finanzierungsnachweis für den Flughafenausbau persönlich im Wirtschaftsministerium vorlegen.

16.10.2004 – Hofer Anzeiger
Die IHK Oberfranken fordert neben Charterflügen auch die Forcierung des Fracht- und Expressbereichs.

11.11.2004 – Freie Presse
Grüne fordern Absage des Projekts, da der Bedarf nicht gegeben sei und das Projekt alleine schon aus Umweltgründe abzulehnen ist.

24.11.2004 – Hofer Anzeiger
OB Döhla lässt verlauten, dass es derzeit keinen Kontakt mit dem vermeintlichen Investor Paul Amara gebe. Des Weiteren fehle jede Grundlage für weitere Verhandlungen. Der Bau einer Landebahn mit einer Länge von 2800 Metern – wie von Amara geplant – sei äußerst schwierig.

15.12.2004 – Freie Presse
Der Geschäftsführer der Flughafen Hof-Plauen GmbH gibt 13 Ordner voll mit notwendigen Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren beim Luftfahrtamt Nordbayern ab. Der Planfeststellungsantrag soll nach der Vollständigkeitsprüfung formal nachgereicht werden.

16.12.2004 – Freie Presse
Der mögliche Privatinvestor Paul Amara hat bis heute seine Bonität beim bayerischen Wirtschaftsministerium noch nicht nachgewiesen. Des Weiteren ist die von ihm angekündigte Hof Transair GmbH noch nicht im Handelsregister eingetragen worden.

17.12.2004 – Frankenpost
Im zweiten Jahr hintereinander hat die Stadt Hof keinen genehmigten Haushalt.

04.01.2005 – Frankenpost
Die Viessmann Kältetechnik AG wird Anteilseigner der Flughafen Hof-Plauen Beteiligungsgesellschaft.

10.01.2005 – Frankenpost
In Hof wird Kritik an der bayerischen Staatsregierung und insbesondere am bayerischen Innenminister Beckstein laut, dass der Ausbau ohne Grund heraus gezögert werde. Insbesondere die Genehmigung der Hofer Bürgschaften müsse endlich erfolgen.

13.01.2005  Nordbayerischer Kurier
Bezirksregierung will der Stadt Hof keine Bürgschaften mehr genehmigen. Darunter fällt auch die Bürgschaft in Höhe von elf Millionen Euro für den Ausbau. Zu der aktuell genehmigten Bürgschaft für den laufenden Betrieb des Flughafens von 927.000 Euro wird es keine weitere geben. Darunter fällt auch eine weitere Bürgschaft in Höhe von 140.000 Euro zur Absicherung des laufenden Betriebs.

15.01.2005 – Frankenpost
Der oberfränkische Regierungspräsident Hans Angerer gibt bekannt, dass ihm kein Finanzierungskonzept vorläge. Die Flughafen GmbH müsse ein Gesamtkonzept für die Finanzierung des Flughafenausbaus vorlegen, in dem die Finanzierung des Ausbau und die Finanzierung der Defizite der ersten Betriebsjahre geregelt ist. Laut OB Döhla liegt ein solches Konzept seit dem 16. Juni 2004 vor. Die Stadtwerke sollen die notwendigen Grundstücke erwerben, damit sinke die Bürgschaftshöhe von elf auf vier Millionen Euro. Am 14. November 2003 sei des Weiteren bei der oberfränkischen Bezirksregierung die Genehmigung der Bürgschaften beantragt worden. Eine Reaktion sei nicht erfolgt.

17.01.2005 – Frankenpost
Die Forderung von Minister Schnappauf nach verbindlichen Zusagen von Airlines und Reiseveranstaltern sei weltfremd und unrealistisch, so Hofs OB Dieter Döhla.

18.01.2005 – Hofer Anzeiger
Hofer OB Dieter Döhla: Die regionale Wirtschaft kann bei den Bürgschaften nicht mit einbezogen werden, da für Kommunaldarlehen nur Kommunen bürgen dürfen. Ansonsten würden die günstigen Zinsen nicht gewährt.

20.01.2005 – Frankenpost
Mit 39 Stimmen bei einer Gegenstimme der Grünen verabschiedet der Hofer Stadtrat eine Resolution zum Ausbau des Hofer Flughafens.

21.01.2005 – Frankenpost
Dem bayerischen Wirtschaftsministerium sollen positive Äußerungen der Reiseveranstalter TUI, Thomas Cook und LTU vorliegen, Hof nach einem Ausbau wieder in das Urlaubsprogramm aufzunehmen. Laut Wirtschaftsminister Wiesheu soll die Aussage des Pressesprechers der TUI in der Frankenpost vom 19.01.2005 im klaren Widerspruch zur Haltung eines Spitzenvertreters der TUI und anderer Manager der Tourismusbranche in einer Besprechung mit den Hofer Flughafengesellschaftern im Juli 2004 stehen. Diese hätten zum Ausdruck gebracht, dass sie einen Ausbau des Hofer Flughafens als nicht notwendig betrachten. Daher sollen tragfähige Zusagen von Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern eingeholt werden, bevor der Freistaat Bayern den Ausbau des Hofer Flughafens unterstützen könne. Im Dezember 2002 erhielt das Reisebüro Otto-Wolf in Hof (Herr Otto-Wolf ist ein glühender Verfechter des Flughafenausbaus und Vertreter der lokalen Wirtschaft) folgende Schreiben von Reiseveranstaltern:

Gerne bestätigen wir Ihnen, dass wir den Flughafen Hof wieder in unser Programm aufnehmen werden, sobald wieder eine wirtschaftliche und kundenfreundliche Flugdurchführung möglich ist.

– Gerhard Rybicki, Direktor Flugeinkauf TUI Hannover

Die…Zukunftsinvestition in den Flughafen Hof-Plauen wird von unserer Seite begrüßt. Wir hoffen natürlich, dass die Arbeiten zum Ausbau zügig vorangehen, so dass wir zu gegebener Zeit, vor dem Hintergrund der dann aktuellen Rahmenbedingungen, konkrete Gespräche führen können.

– Ulrich Schmitz, stellvertretender Direktor Flugeinkauf / Abwicklung, Kapazitäts- und Prozessmanagement Thomas Cook AG Oberursel

…dass auch für unseren Konzern…die Möglichkeit bestehen wird, den Flughafen Hof-Plauen in unser Angebot aufzunehmen. Überlegungen hierzu werden wir sowohl für die Fluggesellschaft LTU als auch für den Reiseveranstalter der REWE Touristik vornehmen. Wir…gehen davon aus, dass wir…Planungsgespräche für unser Engagement ab Hof-Plauen führen können.

– Jürgen Marbach, Geschäftsführer LTU Düsseldorf

Unruhe kommt allerdings durch einen Brief von Joachim Hunold, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Luftfahrt-Unternehmen und damaliger Geschäftsführer von Air Berlin (deren Drehkreuz sich in Nürnberg befindet) an Wirtschaftsminister Otto Wiesheu auf. Dort schreibt Hunold:

Vor dem Hintergrund der sehr leistungsfähigen Flughäfen Nürnberg und München sehen wir in Bayern keine Notwendigkeit für einen weiteren Ausbau von Flughäfen, insbesondere nicht von Hof-Plauen. Die Bündelung der Verkehre an einem Flughafen ist für die Gesamtnachfrage aus der Region von Vorteil. So konnten Reiseveranstalter wie Fluggesellschaften und Flughäfen zunehmend kostengünstiger operieren mit sinkenden Angebotspreisen. […] Wozu ein Überangebot an Flughäfen inzwischen geführt hat, zeigen viele Beispiele. Die nicht genutzten Kapazitäten sollen jetzt durch Low Cost Carrier gefüllt werden. Dabei wird mit Steuergeldern ein künstlicher Verkehr subventioniert, der zu Wettbewerbsverzerrungen führt und die Wirtschaftlichkeit bestehender Unternehmen (Flughäfen und Fluggesellschaften) gefährdet. […] Die Arbeitsgemeinschaft der Luftfahrt-Unternehmen hat deshalb beschlossen, auf dem Klageweg gegen die Subvention vorzugehen.

Kritisiert wird aus Hof weiterhin der damalige bayerische Innenminister Günther Beckstein, der zudem Aufsichtsratsvorsitzender des Nürnberger Flughafens ist.

22.01.2005 – Hofer Anzeiger
Die Stadtwerke Hof sollen für die Stadt Grundstücke im Wert von sieben Millionen kaufen. Diese sollen dann an die Flughafen GmbH verpachtet werden, die Pacht beläuft sich in der Höhe der Aufwendungen, die die Stadtwerke in Kauf nehmen. Die Pachtzahlungen sollen durch eine städtische Ausfallbürgschaft oder andere schuldrechtliche Vereinbarungen abgesichert werden Zu einem Vertragsabschluss oder einem Beschluss des Aufsichtsrat der Stadtwerke ist es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekommen.

25.01.2005 – Frankenpost
Oberfränkische CSU unterstützt den Ausbau des Flughafens Hof einstimmig, allerdings soll der Flughafenbetreiber eine Erklärung beibringen, dass Flugunternehmen den Flughafen wieder in ihr Programm aufnehmen.

28.01.2005 – Nordbayerischer Kurier
Eine Nachfrage bei einigen Unternehmen in der Region ergab, dass diese auch weiterhin den Flughafen Nürnberg nutzen würden, auch wenn der Flughafen Hof-Plauen ausgebaut ist. Namentlich waren dies die HUK Coburg, British American Tabacco in Bayreuth und Loewe in Kronach. Genutzt würde der Flughafen Nürnberg auch für Verbindungen nach Frankfurt. Einzig die Rehau AG hat sich zu einer weitergehenden Nutzung des Hofer Flughafens bekannt.

29.01.2005 – Frankenpost
TUI will Hof nicht in ihr Portfolio aufnehmen.

01.02.2005 – Nordbayerischer Kurier
Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu fordert, dass die Zukunftsfähigkeit des Flugplatzes plausibel gemacht werden muss. Als Alternative schlägt er eine umfassende Sanierung bei gleichzeitiger Sicherung der Fluglinie Hof – Frankfurt vor.

02.02.2005 – Frankenpost
Die bayerische Staatsregierung gibt grünes Licht für den Ausbau. Dazu war allerdings ein Machtwort des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber notwendig.

07.02.2005 – Hofer Anzeiger
Der Verein Pro Flughafen lässt verlauten, dass er weiterhin Kontakt zum vermeintlichen Investor Paul Amara habe. Dieser möchte die Planungsunterlagen im Wirtschaftsministerium vorlegen, sobald die Planungen fertiggestellt sind.

08.02.2005 – Frankenpost
In Augen der Grünen ist die kleine Lösung (Bezuschussung der Sanierung für Erhalt der Fluglinie Hof –Frankfurt) ein guter Kompromiss.

11.02.2005 – Frankenpost
Der damalige CSU-Bundestagsabgeordnete und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat vom damaligen Bundeswirtschaftsminister eine Umschichtung von Geldern aus der Gemeinschaftsaufgabe (GA) Regionale Wirtschaftsstruktur zugunsten von Infrastrukturprojekten in den alten Bundesländern gefordert. Zu prüfen sei, ob die Förderung einer zusätzlichen Fluglinie Hof – München oder Hof – Berlin möglich wäre.

17.02.2005
Die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG stellt den Antrag auf Planfeststellung einer neuen Start- und Landebahn mit den Abmessungen von 2.480 x 45 m, einschließlich Nebenanlagen, sowie Aufstufung zum Verkehrsflughafen und begründete dies im Wesentlichen damit, dass der Flugplatz ausgebaut werden müsse, um durch den dann möglichen Einsatz größerer Maschinen die Wiederaufnahme des im Jahr 2003 eingestellten Charterverkehrs zu ermöglichen. Die Kosten für den defizitären Linienverkehr könnten damit gesenkt und der Flugplatz insgesamt auf eine bessere wirtschaftliche Basis gestellt werden.

19.02.2005 – Frankenpost
Die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren wurden offiziell an das Luftfahrtamt Nordbayern übergeben. Als nächste Herausforderung stehen nun weitere Grundstücksverhandlungen auf dem Plan. Bisher konnten etwa 60% der benötigten Grundstücke gesichert werden. Die Stadt Hof möchte ihren Anteil ohne die Stadtwerke aufbringen. Allerdings lehnt die Bezirksregierung Oberfranken eine Bewilligung der Bürgschaftsanträge ab, da die Stadt Hof keinen genehmigten Haushalt habe. Der Vogtlandkreis und die Stadt Plauen dürfen keine Bürgschaft geben, haben allerdings zur Kompensation 900.000 € (Vogtlandkreis) bzw. 600.000€ (Stadt Plauen) an die Flughafenbetreibergesellschaft überwiesen.

25.02.2005 – Frankenpost
Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu zweifelt offiziell die Kalkulation durch die Flughafenbetreibergesellschaft an. Durch die Verbreiterung und Verlängerung der geplanten Landebahn müssten die Baukosten eigentlich steigen, in der Kalkulation ist dies allerdings kostenneutral aufgeführt, da die Baumaterialpreise angeblich entsprechend gesunken seien.

05.03.2005 – Frankenpost
Die SPD ist grundsätzlich für den Ausbau, wenn die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen wird.

14.03.2005 – Frankenpost
Die Lufthansa betreibt die Fluglinie Hof – Frankfurt bis zum 31.03.2008 weiter. Allerdings steigen die Zuschüsse von 1,58 Millionen Euro auf 2,0 Millionen Euro. Der Anteil der Stadt Hof steigt von 165.000 Euro auf 206.000 Euro, der Anteil des Freistaats Bayern auf 1,527 Millionen Euro (+ 380.000 Euro). Des Weiteren erlässt die Betreibergesellschaft der Lufthansa Landeentgelte in Höhe von 230.000 €.

16.03.2005 – Hofer Anzeiger
Der vom Landkreis Wunsiedel für die Fluglinie Frankfurt – Hof zu zahlende Zuschuss steigt von 24.750 Euro auf 33.000 Euro.

19.03.2005 – Hofer Anzeiger
Der Landkreis Hof bewilligt die Erhöhung des Zuschusses für die Fluglinie Frankfurt – Hof von 165.000 Euro auf 206.250 Euro. In den Jahren 2006 und 2007 steigt der zu zahlende Zuschuss auf 220.000 Euro.

29.03.2005 – Nordbayerischer Kurier
Die Stadt Bayreuth und der Freistaat haben in den Jahren 2003 und 2004 mehr als eine Million Euro zum Ausgleich des Defizits des Bayreuther Flughafens aufgewendet. Allerdings seien durch den Flughafen bisher noch keine neuen Arbeitsplätze entstanden noch ist eine nachhaltige Entwicklung zu beobachten.

07.04.2005 – Hofer Anzeiger
Der ehemalige bayerische Finanzminister Dr. Georg von Waldenfels (CSU) meint, dass der Flughafen keine emotional wichtige Entwicklungsvoraussetzung für Hof und die Region ist. Er outet sich als Befürworter der kleinen Lösung, das heißt, die Sicherung der Linienverbindung Hof – Frankfurt für die nächsten zehn Jahre. Der restliche Staatszuschuss solle für andere Projekte in der Region verwendet werden, z.B. Schulen, Theater, etc.

08.04.2005 – Frankenpost
Die Grünen scheitern im bayerischen Landtag mit einem Antrag, die 31,8 Millionen Euro nicht freizugeben und die geplanten Bürgschaften nicht zu genehmigen.

26.04.2005 – Frankenpost
Die IHK Coburg fordert den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Coburg. Die Landebahn solle von 860 Meter auf mindestens 1500 Meter, besser 1800 Meter, verlängert werden. Mit 1500 Flugbewegungen im Jahr habe der Landeplatz Coburg bereits heute mehr Flugbewegungen als Hof-Plauen.

28.04.2005 – Freie Presse
Der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu fordert, dass die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis auch einen Vertrag unterschreiben sollen, der alle Risiken bei den Gesellschaftern belässt. Dieser soll als Gegenleistung für den Verzicht auf die Vorlage tragfähiger schriftlicher Zusagen für Charterflüge dienen. Im geforderten Vertrag ist ein bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss und eine bestandskräftige luftrechtliche Genehmigung als Voraussetzungen für die Auszahlung von Fördermitteln gefordert. Die Freigabe der Gelder soll frühestens mit Baubeginn erfolgen. Des Weiteren wir ein Rechtsanspruch auf eine weitergehende Förderung der Fluglinie Hof – Frankfurt verneint. Die Mehrkosten durch den Einsatz größerer Maschinen werden nicht übernommen. Zudem soll folgender Passus greifen: Die Gesellschafter müssen „im Hinblick auf bekannte und mehrfach erörterte Risiken auf jedwede Regressansprüche und gerichtliche und außergerichtliche Forderungen gegenüber dem Freistaat Bayern im Zusammenhang mit dem Ausbau, der Förderung, der kommunalrechtlichen Genehmigung von Bürgschaften und dem künftigen Betrieb des Flughafens verzichten.“ Des Weiteren sinkt der Zuschuss des Freistaat Bayerns bei einer Beteiligung der Europäischen Union oder des Bundes um diesen Betrag.

11.05.2005 – Fränkischer Tag Die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag legt einen Kriterienkatalog zum Ausbau von Regionalflughäfen in Bayern vor. So muss die Wirtschaftlichkeit nach klaren und nachvollziehbaren Kriterien nachgewiesen werden und die Erweiterung neue Flugkapazitäten erschließen. Der Hofer Landtagsabgeordnete Klaus Wolfrum (SPD): „Ein Flughafen ist eine Job-Maschine, die auch den Arbeitsmarkt in Hochfranken neue Perspektiven bringen wird.“ (Hofer Anzeiger, 11.05.2005)

15.05.2005
Die Deutsche Lufthansa AG widerspricht der Darstellung, dass sie im Regionalluftverkehr keine Turboprop-Flugzeuge mehr einsetzen würde. Eine Umstellung von Turboprops auf Jets sei auf der Strecke Hof – Frankfurt derzeit weder marktseitig geboten noch in dem im Luftverkehr üblichen mehrjährigen Planungszeitraum vorgesehen.

16.06.2005 – DPA
Der Flughafen Hof muss einen neuen Kredit in Höhe von 4,1 Millionen Euro aufnehmen. Für diesen bürgt die Stadt Hof mit einer Ausfallbürgschaft in Höhe von 2,3 Millionen Euro und die Landkreise Hof und Wunsiedel mit insgesamt 1,8 Millionen Euro. Die 4,1 Millionen Euro sollen Teil der Gesamtfinanzierung in Höhe von 22 Millionen Euro sein. 2,1 Millionen Euro werden dringend als Kompensation angefallener Betriebsverluste und zur Abwendung der Zahlungsunfähigkeit benötigt. Zum 29. Juni ist ein Kredit in dieser Höhe fällig, den die Flughafengesellschaft nicht aus eigenen finanziellen Mitteln bedienen kann.

Neben den 2,1 Millionen Euro zur Behebung der massiven Liquiditätsproblemen werden die restlichen zwei Millionen Euro für die Beschaffung neuer Geräte, die Rückzahlung gestundeter Löhne (Personalkosten und Zinsen für sechs überlassene Mitarbeiter) an die Stadt Hof (725.000€) und für das Planfeststellungsverfahren verwendet.

16.06.2005 – Frankenpost
Die Flughafengesellschaft des Augsburger Flugplatzes gibt bekannt, dass sie pleite sei. Grund sei die Einstellung der Linienflüge gewesen. Damit steht auch die geplante 32 Millionen Euro teure Erweiterung vor dem Aus. In den letzten vier Jahren hat die Stadt Augsburg insgesamt 25 Millionen Euro zur Deckung der Defizite bezahlt.

03.07.2005 – Süddeutsche Zeitung
Die Staatsregierung will der Stadt Hof 750.000 Euro weniger Bürgschaftsermächtigungen erteilen. Laut Stadt Hof sei der Flughafen dadurch nicht von der Insolvenz bedroht. Die 750.000 Euro entsprechen dem Betrag, den die Stadt der Flughafengesellschaft an Löhnen und Gehältern  vorgestreckt habe.

09.07.2005 – Hofer Anzeiger
Der Hofer Stadtrat stimmt für den Vertrag mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium. Der Vertrag regelt die Verantwortlichkeiten und die Voraussetzungen: Weitere Leistungen des Freistaates für den Flughafen werden ausgeschlossen. Für die Linie Hof – Frankfurt übernimmt der Freistaat keine Mehrkosten. Die Flughafen Hof-Plauen GmbH und ihre Gesellschafter verzichten auf jegliche Regressansprüche gegenüber dem Freistaat.

27.07.2005 – Frankenpost
Die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG stellt mit Schreiben vom 26.07.2005 einen neuen Antrag auf Planfeststellung mit geänderter Begründung, nachdem sich sämtliche in Frage kommenden Charterunternehmen und Reiseveranstalter zu einem möglichen Standort Hof-Plauen ablehnend geäußert hatten.

Der Umfang der begehrten Planfeststellung bleibt unverändert. 46 neue Seiten werden im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens an das Luftamt Nordbayern übergeben.

Begründung der Notwendigkeit eines Ausbau:

  • Es entspreche den Zielen des LuftVG, die Start- / Landebahn des bestehenden Verkehrslandeplatzes durch eine Neuerrichtung so zu optimieren, dass der Verkehrslandeplatz künftig als Regionalflughafen hindernisfrei angeflogen werden könne.
  • Aufgabe des Landesentwicklungsprogramms Bayern 2003: Sicherstellung der Anbindung des Einzugsbereiches des Regionalflughafens Hof-Plauen (Nord-Ost-Oberfranken, Südteile von Thüringen und Sachsen) an das nationale und internationale Luftverkehrsnetz im Linienverkehr, Charterverkehr und Geschäftsreiseflugverkehr.
  • Ausbau aus Gründen der Sicherheit, insbesondere zur Herstellung der Hindernisfreiheit
  • Der Ausbau diene dazu, eine wirtschaftsschwache Region an den Luftverkehr anzuschließen und den vorhandenen Anschluss einer wirtschaftsschwachen Region an den Luftverkehr für die Zukunft sicherzustellen.
  • Die Lufthansa wolle mittelfristig auf der Strecke Hof – Frankfurt anstelle der zurzeit verwendeten Turbopropflugzeuge nur noch Jetflugzeuge (CRJ 200 oder EMB 145) einsetzen. Für deren Einsatz sei jedoch die bestehende Start- / Landebahn zu kurz.
  • Kleinere Geschäftsreisejets seien bei der bestehenden Start/Lande-Bahn von 1.480 m Länge erheblichen Reichweitenbeschränkungen ausgesetzt.
  • Für das Prognosejahr 2020 werde mit einem Passagieraufkommen von ca. 270.000 Passagieren im Charterverkehr gerechnet. Das bestehende Marktpotential erlaube daher einen Ausbau.

30.07.2005 – Frankenpost
Der Geschäftsführer des Hofer Flughafens, Klaus Hartmann, kritisiert die Aussagen der Lufthansa. Carsten Wirth, Leiter der Abteilung für Strategiefragen der Lufthansa AG, hatte geäußert, dass der Ausbau von Regionalflughäfen in Deutschland nicht sinnvoll sei. Für Neu- oder Ausbauten sei der Bedarf nicht vorhanden. Zum Flughafen Hof-Plauen sagte er, dass die Bedarfsprognosen schön gerechnet seien. Diese würden nur erreicht werden, wenn Reiseveranstalter dort attraktive Produkte platzieren würden. Entsprechende Zusagen lägen aber nicht vor. Für einen wirtschaftlichen Betrieb eines Regionalflughafens seien 0,5 – 2 Millionen Fluggäste jährlich nötig. Die regionalwirtschaftlichen Effekte seien über Steuergelder und Subventionen finanziert.

Hartmann hielt Wirth vor, dass er die regional- und strukturpolitische Bedeutung von Regionalflughäfen ignoriere. Er sei sich sicher, dass der Hofer Flughafen nach dem Ausbau profitabel sei. Hof-Plauen könnte für mittelgroße Reiseveranstalter oder türkische und italienische Airlines interessant sein.

12.09.2005 – Frankenpost
Der Kreistag des Vogtlandkreises stimmt mit knapper Mehrheit für den Ausbau des Flughafens Hof-Plauen. Die Kreisräte bemängelten fast alle die fehlende Wirtschaftlichkeit des Flughafens.

12.10.2005 – Frankenpost
Der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Klaus Hartmann, ist zuversichtlich, dass die Planfeststellung bald zu einem positiven Ende geführt werden könne.

12.11.2005 – Süddeutsche Zeitung
Das Luftamt Nordbayern hat erhebliche Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Flughafens Hof-Plauen. Die bisher vorgelegten Begründungen für die Aufrüstung seien wenig plausibel. Des Weiteren würden die Zahlen und Berechnungsgrundlagen ständig geändert. Geändert habe sich auch die Rechtfertigungsgrundlage für den Bau der neuen Start- und Landebahn. Zuerst sollte der Ausbau einer Wiederaufnahme des Charterverkehrs dienen. Mittlerweile stehe eine langfristige Sicherung des Linien- und Geschäftsreiseverkehrs im Vordergrund.

16.11.2005
Die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG nimmt den Antrag auf Planfeststellung vom 17.02.2005 zurück. In diesem begründete die Gesellschaft den Ausbau damit, den Einsatz größerer Maschinen zu ermöglichen und eine Wiederaufnahme des im Jahr 2003 eingestellten Charterverkehrs zu erreichen.

Der neue Antrag auf Planfeststellung mit geänderter Begründung vom 26.07.2005 bleibt bestehen.

30.12.2005 – Frankenpost
Das Innenministerium genehmigt der Stadt und dem Landkreis Hof nach einer Intervention des Hofer Landrats Bernd Hering die Übernahme einer Überbrückungs-Bürgschaft in Höhe von 1,35 Millionen Euro. Diese gilt bis zum 30. Juni 2006. Wäre die Bürgschaft nicht genehmigt worden, hätte die Flughafengesellschaft Hof-Plauen Insolvenz anmelden müssen.

11.01.2006 – Nordbayerischer Kurier
Das Luftamt Nordbayern bezweifelt die von der Flughafengesellschaft zu Grunde gelegten Passagierzahlen im Jahre 2020. Die Berechnungsmethode sei nicht nachvollziehbar. Mit der Berechnungsart im aktuellen Gutachten vom Juni 2005 komme man bis zum Jahr 2020 nicht auf 277.000 Fluggäste, wie ein von der GmbH beauftragter Gutachter vorhersagte, sondern nur auf 133.000 Passagiere, so das Luftamt Nordbayern in einem Brief an die Flughafen GmbH vom 26. September 2005. Landrat Bernd Hering begründet dies mit einem Zahlenfehler bei der Berechnung der Steigerungsraten. Des Weiteren sei die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des ausgebauten Flughafens keineswegs belegt. Der Zuschussbedarf für täglich sechs Linienflüge nach Frankfurt steige von bisher zwei auf sechs Millionen Euro.

21.01.2006 – Hofer Anzeiger
Die Freien Aktiven Bürger fordern eine Umkehr beim Flughafen-Ausbau. Dieser entwickele sich immer weiter zu einem finanziellen Fiasko für die Stadt Hof. Die Flughafengesellschaft habe es trotz jahrelanger Ankündigungen nicht geschafft, das Planfeststellungsverfahren innerhalb von fünf Jahren einzuleiten. Statt eines Ausbau solle der Flughafen nur saniert und die Linie Hof – Frankfurt erhalten werden.

26.01.2006 – Freie Presse
Der Hofer Landrat Bernd Hering verlangt endlich Klarheit über den Ausbau des Flughafens.

03.02.2006
Die Regierung von Mittelfranken – Luftamt Nordbayern – leitet das luftrechtliche Anhörungsverfahren ein.

16.03.2006 – Bundesverwaltungsgericht Az: 4 A 1075.04
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet, dass einer Planung, die aus finanziellen Gründen nicht realisierbar ist, die Planrechtfertigung fehlt, weil sie ebenfalls nicht vernünftigerweise geboten ist. “Den Mangel der Finanzierbarkeit des Vorhabens darf die Planfeststellungsbehörde (…) nicht ignorieren”. Sie “hat deshalb bei der Planaufstellung vorausschauend zu beurteilen, ob dem geplanten Vorhaben unüberwindbare finanzielle Schranken entgegenstehen würden.”

01.05.2006
Ende der Äußerungsfrist im luftrechtlichen Anhörungsverfahren (bei der Gemeinde Köditz der 31.05.2006). Anhörungsschreiben und die Unterlagen wurden öffentlich zur Einsichtnahme für Jedermann ausgelegt.

02.10.2006
Carsten Spohr, Bereichsvorstand der Lufthansa Passage Airlines, bekräftigt nochmals die Lufthansa-Haltung, dass eine Umstellung von Turboprops auf Jets auf der Strecke Hof – Frankfurt derzeit weder marktseitig geboten noch in dem im Luftverkehr üblichen mehrjährigen Planungszeitraum vorgesehen sei. Der Einsatz von Turboprops beeinträchtige insbesondere nicht den Drehkreuzbetrieb in Frankfurt und sei auf der Strecke Hof-Frankfurt wirtschaftlicher. Für die Lufthansa sei kein Zusammenhang zwischen der künftigen Anbindung von Hof und dem Flughafenausbau erkennbar.

Die Gutachter der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG sind damit in ihrer Prognose vom 30.06.2005 von einem unzutreffenden Sachverhalt ausgegangen, wenn sie annehmen, dass Lufthansa im Frankfurter Hub-Verkehr blockzeitenbedingt künftig nur noch Jets einsetzen werde.

16.10.2006
Die Regierung von Mittelfranken – Luftamt Nordbayern – stellt eine Anfrage bei der Regierung von Oberfranken, ob weitere Bürgschaften der Kommunen bei der Aufnahme von Krediten für die Finanzierung des Flughafenausbaus genehmigungsfähig seien, um den weiteren Betrieb des Verkehrslandeplatzes Hof-Plauen ab Januar 2007 sowie die Finanzierung des Eigenanteils zum Bau des Flughafens im erforderlichen Umfang zu sichern.

15.11.2006 – Stellungnahme der Regierung von Oberfranken
Die Regierung von Oberfranken kommt zu der Aussage, dass eine Genehmigung weiterer Bürgschaften zur Aufnahme von Krediten zur Finanzierung des Flughafenausbau im Hinblick auf das Risiko der Maßnahme und die finanzielle Situation der Kommunen nicht in Aussicht gestellt werden könne.

Die dauernde Leistungsfähigkeit insbesondere der Stadt Hof und des Landkreises Wunsiedel i.F. sei bereits unter Außerachtlassung eines möglichen Bürgschaftsfalles als erheblich gefährdet anzusehen. Träte in überschaubarer Zeit der Bürgschaftsfall ein, würde sich die dauernde Leistungsfähigkeit aller drei betroffenen oberfränkischen Kommunen in untragbarer Weise nachhaltig verschlechtern. Insbesondere die Stadt Hof, die sich für 54,55% des insgesamt abzusichernden Risikos verbürgen müsste, würde durch eine Inanspruchnahme in zweistelliger Millionenhöhe so stark getroffen, dass eine Wiederherstellung einigermaßen geordneter Haushaltsverhältnisse auf lange Sicht sehr unwahrscheinlich wäre.

Zudem wurde von Seiten der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG in einem Erörterungstermin eingeräumt, dass sich das Gesamtkostenvolumen des zur Planfeststellung beantragten Vorhabens nicht auf 53,9 Mio. €, sondern auf 75 – 80 Mio. € belaufen werde. Über die Finanzierung dieser Differenz habe man sich jedoch noch keine weiteren Gedanken gemacht.

18.11.2006 – Frankenpost
Die Flughafengesellschaft droht dem Luftamt Nordbayern mit Schadensersatzforderungen. Nach Angaben eines Gutachters sind bei einem Ausbau des Flughafens wegen Natur- und Gewässerschutzauflagen Kosten in Höhe von 75 bis 80 Millionen Euro zu erwarten. Von Seiten der Flughafengesellschaft wurden die Kosten bisher mit 53,9 Millionen Euro angegeben.

20.11.2006 – Frankenpost
Bei einer öffentlichen Anhörung kommen 1423 Ausbau-Gegner mit ihren Einwendungen zu Wort. Unter anderem wurden folgende Kritikpunkte angesprochen (keineswegs vollständig):

  • Die im Planfestellungsantrag beschriebenen Maßnahmen seien kein Aus- sondern ein Neubau. Bis auf den Hangar und das Verwaltungsgebäude bleibe nichts wie es ist. Alle anderen Eirichtungen werden von Grund auf neu gebaut.
  • Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen stimmen nicht, da der demographische Faktor außen vorgelassen worden sei
  • Das Ansteuern des Flughafens sei Ausdruck des mangelnden Bedarfs zumal diese durch hohe Subventionen erst angelockt werden müsse
  • Zu klären sei auch, welche Firmen sich bisher hier niedergelassen hätten, weil es den Flugplatz gibt
  • Schriftlich fixierte Aussagen von Touristikunternehmen und Fluggesellschaften, Hof nicht anzufliegen, werden ignoriert

22.11.2006 – Fränkischer Tag
Der Hofer Flughafengesellschaft droht die Insolvenz. Der Flughafen macht derzeit einen täglichen Verlust von 4 000 Euro. Die Finanzmittel für den laufenden Betrieb sind schon länger nicht mehr vorhanden. Die bisherigen Darlehen wurden stets mangels anderer Sicherheiten über kommunale Bürgschaften abgesichert. Aufgrund der prekären Haushaltslage der Stadt Hof und anderer Kommunen, hält sich die Regierungsbehörde von Oberfranken mit der Genehmigung zusätzlicher Bürgschaften zurück. Wenn das bayerische Innenministerium die notwendigen Bürgschaften nicht genehmigt, muss die Flughafengesellschaft Insolvenz anmelden.

22.11.2006 – Frankenpost
Aufgrund der prekären Lage der Flughafengesellschaft Hof-Plauen kommen Forderungen auf, dass der Freistaat mit mindestens 25 Prozent Gesellschafter des Flughafens Hof-Plauen werden soll und gleichzeitig in gleicher Höhe jetzt und in Zukunft Bürgschaften übernimmt.

28.11.2006 – Frankenpost
Die Bürgschaftssperre der Regierung von Oberfranken für den laufenden Betrieb des Flughafens Hof-Plauen ist aufgehoben. Die Bürgschaften zur Abdeckung des Betriebskostendefizits werden bis zum Planfeststellungsbeschluss genehmigt. Dafür wurden Bürgschaften in Höhe von 563 000 Euro genehmigt. Nach Beschluss des Luftamts sollen die kommunalen Gesellschafter die laufenden Betriebskostendefizite selber decken.

30.11.2006 – Frankenpost
Wirtschaftsminister Erwin Huber bekräftigt im Landtag die Förderzusage für den Ausbau des Hofer Flughafens. Angriffe von Kommunalpolitikern auf das Luftamt seien zu unterlassen. Man müsse sich „in allen Landesteilen Bayerns daran gewöhnen, dass Bayern ein Rechtsstaat ist“.

06.12.2006 – Frankenpost
Der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) rügt die Ausbaupläne des Flughafens Hof-Plauen. Der staatliche Zuschuss von 31,8 Millionen Euro sei „ein schwer kalkulierbares Haushaltsrisiko“. Eine Zusage der Fördermittel ohne belastbaren Nachweis des Bedarfs und der notwendigen Sicherung der Gesamtfinanzierung sei nicht zulässig.

Der ORH sieht es als problematisch an, „dass bereits vorab, im Juni 2005, 31,8 Millionen Euro an Förderung in Aussicht gestellt werden, obwohl der tatsächliche finanzielle Bedarf des geplanten Flughafen-Ausbaus und die Sicherung der Gesamtfinanzierung erst zwei Jahre später – nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens – geklärt werden können.“

Zudem hätten führende Tourismus- und Luftfahrtunternehmen sich gegen den Ausbau ausgesprochen und ein zukünftiges Engagement am Flughafen Hof-Plauen verneint. Staatsminister Erwin Huber habe des Weiteren am 24.02.2005 „selbst Zweifel geäußert, dass der Flughafen Hof-Plauen wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden kann“.

09.12.2006 – Frankenpost
Der Kreistag des Landkreises Hof beschließt, die Ausfallbürgschaften für die Flughafen Hof-Plauen GmbH in Höhe von 2.808.242 Euro bis 30. Juni 2007 zu verlängern.

19.12.2006 – Frankenpost
und Coburg planen einen gemeinsamen Flugplatz zwischen den beiden Städten. Die Startbahn soll eine Länge von rund 1500 Metern aufweisen. Die Finanzierung ist jedoch noch unklar. Gerechnet wird mit Kosten von 20 bis 30 Millionen Euro.

20.12.2006 – Frankenpost
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber ermahnt die Kritiker des Luftamts. Das Luftamt verzögere keinesfalls das Planfeststellungsverfahren. Dies hatte u.a. die Unternehmer-Initiative Hochfranken behauptet. Die Stadt Hof ist nach Meinung der Regierung von Oberfranken nicht in der Lage, die Bürgschaft für den Ausbau zu übernehmen. Eine Bürgschaft für die bis Jahresende auflaufenden Defizite könne jedoch genehmigt werden. Ein Einstieg des Freistaates in den Flughafen ist nicht möglich, so Stoiber.

23.12.2006 – Hofer Anzeiger
Klaus-Dieter Hartmann bleibt Geschäftsführer des Flughafens Hof-Plauen. Der Vertrag wird bis zum 31.03.2007 verlängert.

18.01.2007
Die Regierung von Mittelfranken – Luftamt Nordbayern – teilt der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG mit, dass die Auswertung der eingereichten Antragsunterlagen sowie aller im Laufe des Verfahrens eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen ergeben habe, dass der Planfeststellungsantrag vom 26.07.2005 abgelehnt werden muss, weil dem Vorhaben mangels Bedarf und Finanzierbarkeit die Planrechtfertigung fehlt und selbst bei hilfsweiser Ausübung des Planungsermessens schwerwiegende öffentliche und private Belange die Interessen der Antragstellerin erheblich überwiegen.

23.01.2007 – Frankenpost
Der Chef der Logistik-Agentur Oberfranken, Christian Auffhammer, erklärte, dass der Flugplatz als Luftfracht-Zentrum für die hiesigen nicht in Frage komme. Für große Frachtmaschinen seien die Voraussetzungen nicht gegeben. Allerdings könne der Flughafen eine Nischenfunktion im Bereich von Kurierdienstleistungen ausfüllen.

23.01.2007 – Frankenpost
Das Luftamt Nordbayern empfiehlt der Flughafengesellschaft Hof, den Antrag auf Planfeststellung zurückzuziehen. Es bestehe weder Bedarf für den Flughafenausbau, noch sei dieser zu finanzieren. Außerdem greife der Ausbau massiv in die Natur und in die Eigentumsrechte von Grundstückseigentümern ein. Sollte der Antrag bis zum 01.03.2007 zurückgezogen werden, könnten die Kosten des Verfahrens von 300.000 Euro auf 100.000 Euro gesenkt werden. Bis zu diesem Datum muss der Nachweis erbracht werden, dass es einen Bedarf für den Ausbau sowie einen belastbaren Finanzierungsplan gibt.

Sowohl der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichter (CSU) als auch der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Klaus Hartmann, kündigten an, den Antrag nicht zurückziehen zu wollen. Des Weiteren sei eine eventuelle Klage zu prüfen.

Der oberfränkische Regierungspräsident Wilhelm Wenning kündigte eine genaue Prüfung an. Die Regierung von Oberfranken muss angesichts der Haushaltslage der Stadt Hof die notwendigen 200 000 Euro zur Fortsetzung des Verfahrens genehmigen.

Die Stadt Hof muss zurzeit rund 850.000 Euro pro Jahr für den Erhalt des Flughafens und der Fluglinie in Richtung Frankfurt aufbringen, der Landkreis Hof mehr als 600.000 Euro, der Landkreis Wunsiedel zusammen mit der Stadt Plauen und dem Vogtlandkreis ebenfalls rund 600.000 Euro. Der bayerische Wirtschafts- und Erwin Huber bot Gespräche an, um den Flugplatz auch ohne Ausbau in Zukunft zu sichern. Die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag rückt von den Ausbauplänen ab und empfiehlt über Alternativen nachzudenken.

31.01.2007 – Frankenpost
Der Rehauer Bürgermeister Edgar Pöpel (CSU) rückt vom Ausbau des Hofer Flughafens ab.

07.02.2007
Wirtschafts- und Verkehrsminister Erwin Huber stellt die Weichen für eine Modernisierung des Flughafens Hof-Plauen und den Erhalt der Linie Hof – Frankfurt, sollte der Planfeststellungsantrag für den Ausbau vom Luftamt Nordbayern nicht positiv beschieden werden.

09.02.2007 – Frankenpost
In Hof wird weiterhin auf den Ausbau gehofft. Sollte dieser nicht erfolgen, muss eine Modernisierung erfolgen. Seit Jahren erlässt das Luftfahrtbundesamt Ausnahmegenehmigungen für den Weiterbetrieb des Flughafens. Modernisierungsbedürftig sind das Vorfeld, die Sicherheitseinrichtungen, die Umzäunung, der Kontrollturm und das Instrumenten-Landesystem. Außerdem muss der Parallelrollweg von 700 Metern auf knapp 1.500 Meter verlängert werden. Diese Maßnahmen sollen etwa 17 Millionen Euro kosten.

10.02.2007 – Hofer Anzeiger
Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner lehnt eine Rücknahme des Planfeststellungsantrages kategorisch ab. Eine Rücknahme würde laut Luftamt Nordbayern Kosten in Höhe von 200.000 Euro vermeiden. Vertreter aller Fraktionen erwarten, dass der Freistaat den defizitären Betrieb der Linie Hof – Frankfurt subventioniert und den Erhalt der Linie sichert.

24.02.2007 – Frankenpost
Der Linien- und Charterflugverkehr am Airport Memmingen beginnt mit der Landung einer Boeing 737 der Fluggesellschaft TUIfly.

01.03.2007
Die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG übersendet der Regierung von Mittelfranken – Luftamt Nordbayern – ein als “persönlich/vertraulich” bezeichnetes Schreiben des Reiseveranstalters Frosch Touristik GmbH (FTI) vom 09.02.2007, und ein Schreiben des Luftfahrtunternehmens Hamburg International vom 17.02.2007.

FTI zeigt sich darin interessiert, das Potential des Flughafens Hof-Plauen in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG und weiteren touristischen Partnern sowohl im Flug- wie im Veranstaltungsbereich zu entwickeln. Eine abschließende Verpflichtung zur Einbindung des Standortes Hof-Plauen wollte FTI allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht eingehen.

Die Fluggesellschaft Hamburg International sieht zunächst lediglich ein Potential zur Aufnahme von Ad-hoc-Charterflügen “je nach Marktlage”. Im 2. Schritt werden Ferienflüge für die wesentlichen Destinationen Mallorca, Antalya sowie Bulgarien “für interessant” gehalten, wobei als Voraussetzung hierfür die Festabnahme durch einen oder mehrere namhafte Reiseveranstalter für mindestens 50 % der Kapazität genannt wird.

Des Weiteren wird in dem Schreiben angekündigt, dass man Kontakt zu Investoren habe, die innerhalb von 8 Wochen aussagekräftige Belege und belastbare Bankinformationen vorlegen wollen. Eine “IWP Foundation” mit Sitz in Panama habe einen einen “Letter of Intent” übersandt, wonach diese die Absicht zum Ausdruck bringt, unter bestimmten Voraussetzungen über eine nicht genannte internationale Investorengruppe 71 Mio. € für den Ausbau des Flughafens zu beschaffen.

02.03.2007 – Coburger Tageblatt
Unabhängig von der Entscheidung des Luftamts Nordbayern sagte Wirtschaftsminister Erwin Huber Gelder für die Sanierung des Flughafens zu. Dazu sollen 17 Millionen Euro direkt in die Sanierung des Flughafens fließen, das verbleibende Geld sei für Infrastrukturmaßnahmen im unmittelbaren Umfeld des Flughafens vorgesehen.

03.03.2007 – Frankenpost
Das Luftamt Nordbayern stellt die Entscheidung über den Planfeststellungsantrag vorläufig zurück. Die Flughafen Hof-Plauen GmbH & CO. KG habe weitere Unterlagen zum Bedarf für einen Flughafen-Ausbau vorgelegt und weitere belastbaren Unterlagen zu einer  Finanzierung durch einen Investor (Medov-Gruppe) angekündigt. Die Münchner Frosch Touristik GmbH und die Fluggesellschaft Hamburg International haben schriftlich ihre Absicht bekundet, den ausgebauten Flughafen Hof-Plauen für Charterflüge zu nutzen. Bislang sieht das Luftamt keine Möglichkeit den Antrag zu bewilligen, da kein Bedarf dafür bestehe.

13.03.2007 – Frankenpost
Zwei Vertreter eines internationalen Investoren-Gruppe (Medov) standen gestern in Sitzungen der Flughafengesellschaft und des Flughafenbeirates Rede und Antwort. Sie machten „einen guten Eindruck“. Ein belastbarer Kapitalnachweis soll die Seriosität der Investoren nachweisen.

13.03.2007
Die Firma Berge & Meer GmbH zeigt in einem Schreiben Interesse an der Bedienung von touristisch wichtigen Destinationen in Zusammenarbeit mit weiteren touristischen Partnern. Eine “weitreichend bindende Verpflichtung zur Aufnahme des Standortes Hof-Plauen” in das Programm der Firma Berge & Meer Touristik GmbH wollte die Firma allerdings nicht eingehen.

31.03.2007 – Frankenpost
Der Hofer Stadtrat beschließt, einen Betriebskostenzuschuss an die Flughafen Hof-Plauen GmbH in Höhe von 37,5 Prozent – dies entspricht 243.750 Euro – des Liquiditätsbedarfes zu leisten. Die Flughafen Hof-Plauen GmbH benötigt für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs bis 31. Juni 2007 650 000 Euro. Diese Summe teilt sich den Gesellschaftsanteilen entsprechend auf die kommunalen Anteilseigner auf. Die privaten Gesellschafter sind nicht bereit, über ihre geleisteten Gesellschafteranteile hinaus einen Zuschuss zu leisten.

28.04.2007 – Frankenpost
Noch-Flughafengeschäftsführer Klaus Hartmann erhält von einem Vertreter der Medov-Gruppe ein Dokument, in welchem der Investor Investitionen bis zu 72,5 Millionen Euro ankündigt. Der Name der Medov-Gruppe war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, es war lediglich die Rede von einer „Gruppe, die Wert auf Diskretion legt und im Bereich Schifffahrt und Logistik tätig sei.“

Mit den zugesagten Geldmitteln könnte der Flughafen im geplanten Rahmen ausgebaut werden. Zusätzlich sei noch der Bau eines neuen Terminals und eines neuen Vorfeldes möglich. Der Zuschuss des Freistaates Bayern in Höhe von 31,8 Millionen Euro könnte für einen neuen und einer besseren Anbindung des Flughafens an die B2 verwendet werden.

Klaus Hartmann wird zum 2. Mai neuer Vorstandsvorsitzender der neu gegründeten Egrensis Aviation AG, hinter der die Medov-Gruppe steht. Diese Gesellschaft soll den Flughafen-Ausbau durchführen und das Gelände an die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG verpachten. Die Egrensis Aviation AG wird des Weiteren Gesellschafter der Flughafen GmbH. Eine Bürgschaft für die angekündigten Mittel steht jedoch noch aus. Voraussetzung für die Investition ist eine Genehmigung des Ausbauvorhabens durch das Luftamt Nordbayern.

Der Wunsiedler Landrat Dr. Peter Seißer erklärte, dass der Landkreis Wunsiedel sich nicht im Stande sieht, einen dauerhaft defizitären Betrieb des Flughafens mitzutragen.

30.04.2007
Der Beiratsvorsitzende der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG, Herr Landrat Bernd Hering, teilt dem Luftamt Nordbayern mit, dass ein Schreiben eines möglichen Finanzinvestors vorliege, in dem dieser gegenüber der Egrensis Aviation AG die Bereitstellung finanzieller Mittel in Höhe von 72,5 Mio. € für den Flughafenausbau in Hof in Aussicht stelle.

Die Gesellschafter der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG seien jedoch der Auffassung, dass dieses Schreiben keine belastbare Finanzierungszusage enthalte.

30.04.2007
Klaus Hartmann scheidet als Geschäftsführer aus der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG aus. In der Gesellschafterversammlung wird ihm ein Zeitraum bis 30.05.2007 eingeräumt, um belastbare Finanzierungszusagen nachzureichen.

14.05.2007
Die Egrensis Aviation AG teilt der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG mit, dass sie ihr Engagement für den Flughafen Hof-Plauen an folgende Voraussetzungen binde:

  • Es müsse ein positiver Planfeststellungsbeschluss bis 30.09.2007 vorliegen.
  • Im Falle der Ablehnung des Planfeststellungsantrages entfalle jegliches weitere Engagement der AG für den Flughafen Hof-Plauen.
  • Man beabsichtige, nach Vorliegen eines rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlusses die Liegenschaften der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG mit eine Betrag von bis zu 6 Millionen Euro zu erwerben
  • Die Egrensis Aviation AG beabsichtige, nach Erlass eines positiven Planfeststellungsbeschlusses 26% der Anteile der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG bzw. der Flughafen Hof-Plauen Beteiligungs-GmbH zu erwerben. Des Weiteren wolle auch der Vizepräsident der Firma “Medov” selbst oder mit einer Gesellschaft weitere Anteile in Höhe von 25% an den vorgenannten Gesellschaften erwerben.
  • 51% der Betriebsverluste der Flughafengesellschaft aus dem laufenden Betrieb werden auch dann üernommen, wenn es zu Klagen Betroffener gegen den Planfeststellungsbeschluss kommen sollte.
  • Die Gesellschafter der restlichen 49% müssten in Zukunft dazu bereit sein, im Verhältnis ihres Anteils unternehmerische Risiken bei der Fortentwicklung der Flughafenbetreibergesellschaft zu übernehmen.
  • etc.

15.05.2007
Das Luftamt Nordbayern genehmigt eine letztmalige Fristverlängerung bis zum 10.06.2007. Die Behörde bietet nochmals an, den Planfeststellungsantrag zur Kosteneinsparung zurückzunehmen, falls es nicht gelingen sollte, bis 10.06.2007 ausreichende Unterlagen zur Finanzierung und zum Ausbaubedarf vorzulegen.

18.06.2007
Die Regierung von Mittelfranken – Luftamt Nordbayern – lehnt den den Antrag der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG auf Planfeststellung für den Ausbau des Flughafens Hof-Plauen ab, weil dem Vorhaben die Planrechtfertigung fehlt. – Beschluss als pdf

Zusammenfassendes Ergebnis:

Zusammenfassend betrachtet ist der Antrag auf Feststellung der Pläne für den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Hof zum Verkehrsflughafen somit abzulehnen. Dem Vorhaben fehlt schon die Planrechtfertigung. Es kann nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden, dass das Vorhaben nicht finanzierbar ist. Ein ausreichender Ausbaubedarf besteht insbesondere weder wegen des Linienverkehrs noch wegen des Charterverkehrs. Ungeachtet dieser zwingenden Ablehnungsgründe führt aber auch die Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange zur Ablehnung. Die Gründe, die zum Fehlen der Planrechtfertigung führen, sind so gewichtig, dass die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes und die berechtigten Interessen der Grundstückseigentümer Vorrang vor den Interessen der Antragstellerin am Bau eines neuen Verkehrsflughafens haben. Es kommt somit nicht mehr darauf an, dass das Gelände geeignet wäre, das Vorhaben mit landesplanerischen Zielsetzungen in Einklang gebracht werden könnte, möglicherweise keine unzumutbare Lärmbeeinträchtigung für die Anwohner entstehen würde und Belange der Wasserwirtschaft durch Auflagen sichergestellt werden könnten. Diese zuletzt genannten Belange sowie die Interessen der Antragstellerin wären nicht geeignet, die vorher genannten entgegenstehenden Belange auszugleichen oder gar zu überwiegen.

10.07.2007 – Frankenpost
Der Flughafenbeirat beschließt gegen den Bescheid des Luftamtes Nordbayern vom 18.06.2007 zu klagen und somit den Weg für einen Ausbau doch noch freizumachen. Der Rechtsanwalt der Flughafen-GmbH hatte im Vorfeld von einer Klage abgeraten.

26.06.2007 – Frankenpost
Die CSU Hochfranken zeigt sich empört über den Beschluss und das Vorgehen des Luftamtes Nordbayern. Die Behörde habe die betriebswissenschaftlichen Interessen von Air Berlin und des Flughafens Nürnberg über die Struktur- und Lebensinteressen der Region Hochfranken gestellt.

27.06.2007 – Frankenpost
Der Geschäftsführer der Logistik-Agentur Oberfranken, Christian Auffhammer, hofft, dass eine Klage verhindert werden könne. Bis eine Entscheidung gefallen sei, seien sowohl der Flughafen als auch die Linienverbindung Hof – Frankfurt Geschichte. Stattdessen solle sich der Flughafen auf neue Geschäftsfelder, die mit der bestehenden Infrastruktur durchführbar sind, konzentrieren. Dies könnten zum Beispiel Luftfracht-Nischengeschäfte, Chartergeschäfte, Linienflüge, Flugschulen, Kurier- und Ersatzteildienste und andere Geschäftsbereiche, die mit Turboprop-Maschinen durchführbar seien, sein.

14.07.2007 – Hofer Anzeiger
Im Hofer Stadtrat ging es hoch her. Fraktionen im Hofer Stadtrat fühlen sich schlecht über den derzeitigen Stand informiert und in der Frage, ob geklagt werden soll, übergangen. Die Freien Aktiven Bürger (FAB) fürchten, dass durch eine Klage die zugesagten Fördermittel verloren gehen könnten, so wie es im Vertrag vom Juni 2005 zwischen dem Freistaat und der Flughafengesellschaft geschrieben steht. Dies könnte den Bestand des Flughafens gefährden. Des Weiteren habe die Gesellschaft nicht die notwendigen Mittel die Klage und den Weiterbetrieb des Flughafens über den absehbar langen Entscheidungszeitraum des Gerichts zu finanzieren. Die Erfolgsaussichten seien auch mehr als dürftig.

18.07.2007 – Frankenpost
Die Anwaltskanzlei Schönefelder, Koske und Ziegler mit Sitz in München fordert die Regierung von Oberfranken auf, eine Klage gegen das Luftamt zu verhindert. Diese sei aussichtslos und würde unnötig Geld kosten.

18.07.2007 – Freie Presse
Der Landrat des Landkreises Hof, Bernd Hering (SPD) und der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU) bezeichnen eine Modernisierung des Flughafens Hof-Plauen – auch bekannt als Plan B – für derzeit nicht durchführbar.

Es müsse geklärt werden, wie das Betriebskostendefizit der Flughafenbetreibergesellschaft in Höhe von 1,7 Millionen Euro und die Schulden in Höhe von etwa 6 Millionen Euro gedeckt werden sollen. Des Weiteren gebe es keine konkreten Aussagen zur zukünftigen Nutzung und kein Konzept zur Ansiedlung von Gewerbe.

Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber reagierte verwundert. Das jährliche Defizit solle auf 1,1 Millionen Euro gesenkt werden. Diesen Betrag müssen die Gesellschafter durch Betriebskostenzuschüsse aus ihren Haushalten aufbringen. Durch den Vertrag mit der Staatsregierung vom Juni 2005 sei eine Übernahme der auflaufenden Verluste ausgeschlossen. Allerdings werde die Linie Hof – Frankfurt mit 360.000 Euro zusätzlich subventioniert.

30.07.2007  Frankenpost
Egrensis Aviation löst ihre Büros am Flughafen Hof-Plauen auf und zieht nach München. Die Büromiete für zwei Monate steht noch aus.

24.07.2007 – Hofer Anzeiger
Die Bürgschaft des Landkreises Hof in Höhe von rund zwei Millionen Euro soll zum Darlehen werden. Die Zinslast würde sinken, da ein Darlehen bei der Hypo-Vereinsbank durch einen Kommunalkredit mit geringerem Zinssatz abgelöst werden würde.

01.08.2007 – Frankenpost
Der Vorschlag des Hofer Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Friedrich (CSU) die Landebahn an den jeweiligen Enden um 130 Meter zu verlängern, wird als technisch nicht realisierbar zurückgewiesen. Der Flughafen Hof-Plauen arbeitet bereits jetzt mit Ausnahmegenehmigungen für die Sicherheitsstreifen und die Neigung der An- und Abflugfläche. Des Weiteren würden sich bei einer derartigen Verlängerung die Ortschaften Föhrenreuth und der Ortsteil Hof-Pirk in den Hindernisfreiflächen befinden.

14.11.2007 – Frankenpost
Die Linie Frankfurt-Hof ist vorerst gesichert. Die Lufthansa senkte ihre Forderungen auf einen Zuschuss von 4,1 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro. Des Weiteren wird die Lufthansa 300 000 Euro Start- und Landeentgelte am Hofer Flughafen entrichten.

15.11.2007 – Frankenpost
Die für den Ausbau des Karlsbader Flughafens notwendigen Gelder sind von der tschechischen Regierung genehmigt worden.

24.11.2007 – Frankenpost
Der Vogtlandkreis plant die Mitgliedschaft in der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG zum 31.12.2008 zu kündigen. Es sei auf Dauer nicht tragbar, dass „der Kreis pro Tag 1 000 Euro dafür bezahlt, dass sechs Geschäftsleute aus dem Vogtland die Linie Hof-Frankfurt benutzen“, so Landrat Dr. Tassilo Lenk.

27.11.2007 – Frankenpost
Der Vertragsentwurf für die Sanierung des Flughafens Hof-Plauen zwischen dem Freistaat und der Flughafengesellschaft ist fertig und muss  nun von allen Flughafengesellschaftern unterzeichnet werden. Die einzelnen Punkte sind im Folgenden:

  • Rund 7,5 Millionen Fördermittel des Freistaates für „dringende Bauvorhaben“
  • Drei Millionen für „nicht vordringliche Maßnahmen“
  • Schuldenübernahme in Höhe von 6,3 Millionen Euro durch den Freistaat
  • Weitersubventionierung der Fluglinie Hof – Frankfurt mit 75 Prozent, die Kosten des neuen Vertrages mit der Lufthansa (01.04.2008 – 31.03.2010) erhöhen sich um 900 000 Euro auf 2,9 Millionen Euro. An den Mehrkosten beteiligt sich der Freistaat ebenfalls mit 75% (675 000 Euro) pro Jahr.
  • 14 Millionen Euro fließen in übrige Infrastrukturprojekte in der Region
  • Ein größerer Ausbau ist auch zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschlossen

08.12.2007 – Hofer Anzeiger
Der Stadtrat der Stadt Hof spricht sich für den „Plan B“ aus.

08.12.2007 – Hofer Anzeiger
Der Kreistag des Landkreises Hof stimmt mit großer Mehrheit für die Realisierung des „Plans B“. Die Betriebskostendarlehen in Höhe von 162.500 Euro und 278.000 Euro wurden bis Ende 2008 verlängert.  Im Jahr 2008 beteiligt sich der Landkreis Hof des Weiteren mit maximal 485.463 Euro am Betriebskostendefizit der Flughafengesellschaft.

15.12.2007 – Frankenpost
Der Wunsiedler Kreistag entschließt sich einstimmig für den Ausstieg aus dem Hofer Flughafen und die Ablehnung des Plan B. Die Parteien befürchten ein hohes Defizit bei den Betriebskosten zumal sich der Landkreis 25 Jahre lang vertraglich zur Übernahme der Betriebskostendefizite verpflichten müsste. Der Zuschuss von 47.850 Euro für die Fluglinie Hof – Frankfurt werde aber weiter bezahlt. Die Bürgschaften für die Flughafengesellschaft wurden auch verlängert.

O-Töne:

Wir können nicht auf ewig in ein Fass ohne Boden einzahlen. Wenn der Flughafen für die Wirtschaft wichtig ist, dann muss sie dies auch zeigen.

19.12.2007  Freie Presse
Die Gesellschafterversammlung des Flughafens Hof-Plauen stimmt der Modernisierung des Flugplatzes, dem sogenannten „Plan B“ zu.

08.01.2008 – Frankenpost
Im Jahr 2007 nutzten laut Flughafen Hof-Plauen GmbH 24.557 Passagiere den Flughafen Hof-Plauen. Ein Leserbrief im Hofer Anzeiger vom 10.01.2008 merkt an, dass sich bei je drei Starts und Landungen  von Montag bis Freitag und einer Landung am Wochenende eine Flugzahl von 1664 Flügen (ohne Feiertage) ergebe. Daher errechne sich eine durchschnittliche Auslastung von 15 Fluggästen pro Maschine.

19.01.2008 – Frankenpost
Die bayerische Wirtschaftsministerin Emilia Müller und der tschechische Handelsminister Martin Riman wollen eine Verlängerung der Fluglinie Frankfurt – Hof nach Karlsbad prüfen.

25.01.2008 – Frankenpost
Sowohl die Stadt Plauen als auch der Vogtlandkreis bleiben Anteilseigner am Flughafen Hof-Plauen. Damit verbunden ist eine Beteiligung am Betriebskostendefizit. Der Vogtlandkreis will seinen Gesellschafteranteil allerdings von jetzt 15 auf 10 Prozent verringern, die 5 Prozent sollen der Stadt Plauen angeboten werden.

16.02.2008 – Frankenpost
Der Stadtrat der Stadt Hof und der Kreistag des Landkreises Hof stimmen dem Ausbauvertrag des Flughafens zu. In Zukunft steigen allerdings die Kosten für die Kommunen. Bei einem fiktiven Betriebskostendefizit von zwei Millionen Euro muss die Stadt Hof 960.000 Euro (48%), der Landkreis Hof 640.000 Euro (32%), die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis zusammen 400.000 Euro (20%) übernehmen. Der Landkreis Wunsiedel hatte eine weitere Beteiligung an den Kostendefiziten abgelehnt.

20.02.2008 – Frankenpost
Die Flughafen GmbH und die bayerische Wirtschaftsministerin Emilia Müller haben am 19.02.2008 den Ausbauvertrag unterzeichnet. In den kommenden drei Jahren sollen die bestehenden Anlagen saniert und erweitert werden. Die Kosten werden mit 11,4 Millionen Euro angesetzt. Der Freistaat fördert das Projekt mit 90 Prozent. Mit der Vereinbarung soll zudem die Fluglinie von Hof nach Frankfurt gesichert sein. 20 Millionen Euro der ursprünglich für den Ausbau der Start- und Landebahn zugesagten Fördergelder sollen für Wirtschaftsförderung und die Sanierung anderer Einrichtungen in der Region ausgegeben werden.

29.02.2008 – Frankenpost
Das östliche Oberfranken wird durch den Alex (Hof – Regensburg – München) an den Flughafen München angebunden. In Neufahrn südlich von Freising besteht Anschluss an die Flughafen S-Bahn.

01.04.2008 – Hofer Anzeiger
Der Kreisausschuss verlängert einen an die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG vergebenen Kredit in Höhe von 1.999.474 Euro bis zum Jahresende.

05.04.2008 – Frankenpost
Die Modernisierungspläne für den Flughafen Hof-Plauen sehen folgendermaßen aus:

  • Entwässerung der Flächen links und rechts der 1480 Meter langen Start- und Landebahn über Schlitzrinnen und Einleitung des Wassers in ein Sammelbecken mit Schadstoff-Messfühlern.
  • Abfräsen und Neuasphaltierung der Start- und Landebahn sowie der Rollbahnen, Generalsanierung des Vorfeldes und der Tankstelle
  • Beseitigung von Hindernissen im Anflugbereich in östlicher Richtung
  • Bau eines neuen Parkplatzes
  • Bau einer neuen, 60 mal 30 Meter großen Flugzeughalle für die Linienmaschinen auf dem Gelände des jetzigen Parkplatzes (Kosten: etwa 1,5 Millionen Euro)
  • Abriss zweier alter Flugzeughallen

Die Kosten sollen sich auf neun Millionen Euro belaufen. Die letzten beiden genannten Maßnahmen sind nicht Teil des ersten Bauabschnittes und sind nicht in den neun Millionen Euro enthalten.

15.04.2008 / 19.04.2008 – Frankenpost
Das oberfränkische Luftfahrtunternehmen Fair Air GmbH wird neuer Partner des Flughafens Hof-Plauen. Das Unternehmen fliegt vorrangig Geschäftskunden und im Kurierdienst auch leichte Fracht. Geflogen wurde ursprünglich mit zwei dreisitzigen Diamond DA 42 Twin Star und einer viersitzigen Beechcraft. Stationiert sind die Fluggeräte am Flughafen Hof-Plauen, in Bayreuth und Nürnberg. Mit einer Citation 505 ist zudem ein Flugzeug vorhanden, welches 8-10 Fluggäste aufnehmen kann.

10.06.2008 – Frankenpost
Ab dem Winterflugplan im Oktober betreibt Contact Air statt wie bislang Augsburg Airways im Auftrag der Lufthansa die Fluglinie Hof – Frankfurt. Augsburg Airways hatte zuvor ihre Dash 8-Q300 verkauft und nur noch Dash 8-Q400 in der Flotte. Diese waren mit 70 Sitzplätzen jedoch für die Nachfrage auf der Strecke Hof – Frankfurt zu groß.

27.10.2008
Contact Air übernimmt den Flugbetrieb auf der Linie Hof – Frankfurt. Eingesetzt wird statt einer Dash 8-Q300 eine ATR 42-500.

ATR 72 der Contact Air
ATR 72 der Contact Air im Auftrag von Lufthansa Regional – Foto: Grzegorz Jereczek @ FlickrCC BY-SA 2.0

16.07.2008 – Frankenpost
Der Sanierungsbeginn des Flugplatzes Hof-Plauen wird für September 2008 terminiert. Der Finanzierungsplan wie auch die Baupläne seien beschlossen. Im ersten Bauabschnitt ist neben der Sanierung von Landebahn und Vorfeld auch der Neubau einer Flugzeughalle enthalten. Außerdem wird der Parkplatz neu angelegt.

Die Investitionssumme für diesen Bauabschnitt liegt bei 8,8 Millionen Euro. Rund 1,4 Millionen Euro müssen die Gesellschafter schultern. Die Summe wird über Kredite von Stadt und Landkreis Hof im Verhältnis 60:40 finanziert. Die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co KG entrichtet die Zinsen und tilgt die Darlehen.

16.09.2008 – Frankenpost
Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein äußert in einer Diskussion in Hof, dass alle Experten „das Ausbau-Konzept für unzureichend und ein weiteres Umsteigekreuz für unnötig erklärt“ hätten. Er ergänzt:

Wenn ein neues Konzept kommt, das einen Ausbau trägt – mit einem vertretbaren Zuschuss – , dann sind wir dabei.

Jobst Wagner, Präsident der Rehau AG, bei der gleichen Veranstaltung zum Thema Flugplatz:

Fällt er weg, ist das ein weiterer Sargnagel für die Region.

19.10.2008 – Frankenpost
Die Sanierung der Start- und Landebahn ist fertiggestellt. Der Flugbetrieb kann wieder aufgenommen werden.

11.02.2009 – Frankenpost
Seit Contact-Air für die Lufthansa die Fluglinie Hof – Frankfurt übernommen hat, häufen sich die Klagen über wachsende Unzuverlässigkeit und häufige Ausfälle. Zudem sei die Qualität im Gegensatz zu Augsburg Airways schlechter.

03.02.2009 – Frankenpost
Nach Meinung des Vorsitzenden des Vereins „Pro Flughafen Hof-Plauen“, Jürgen Knieling, sei der Fortbestand der Linie Hof – Frankfurt über das Jahr 2010 hinaus bedroht. Dann laufe der Vertrag mit der Lufthansa aus. Die Fluggastzahlen seien jedoch bedenklich. Zudem gebe es offensichtliches “Desinteresse von Verantwortlichen im Bayerischen Wirtschaftsministerium“. Maschinen der Contact Air könnten zudem über das Wochenende im Charterverkehr nach Verona und anderen Zielen eingesetzt werden.

28.02.2009 – Frankenpost
Knapp zwei Jahre nach seiner Gründung überlegt das oberfränkische Luftfahrtunternehmen Fair Air, das Zentrum seiner Geschäftstätigkeit von Bayreuth nach Hof zu verlagern. Grund dafür sind kommunalpolitische Ränkespiele in Bayreuth sowie die Verhinderung eines Hangar-Neubaus am Flugplatz Bayreuth-Bindlach. Theoretisch könnte Fair Air laut eigenen Aussagen von Hof aus mittelfristig und mit neuen Maschinen sogar einen Linienbetrieb gewährleisten.

11.04.2009 – Frankenpost
Es gibt weiterhin Ärger mit Contact Air auf der Linie Hof – Plauen:

  • 04.11.2008 – 24.22.2008: 20 Flugausfälle
  • Januar / Februar 2009: 12 Flugausfälle
  • 21.01.2009 – 01.04.2009: 14 Flugausfälle wegen Pilotenstreiks
  • Im Durchschnitt vier Flugausfälle aufgrund technischer Probleme im Monat
  • 01.01.2009 – 16.03.2009: Elf Flugausfälle aufgrund technischer Probleme (10x Probleme mit dem Enteisungssystem, 1x Computerprobleme)

27.05.2009 – Frankenpost
Die Verwaltung des Karlsbader Flughafens verhandelt mit dem Freistaat Bayern über eine finanzielle Beteiligung an der Fluglinie Hof – Frankfurt, die weiter ins tschechische Karlsbad geführt werden soll. Die Kosten sollen von Karlsbader Hoteliers gedeckt werden.

03.06.2009 – Frankenpost
Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil fordert mehr Zuverlässigkeit auf der Fluglinie Hof – Frankfurt. Zudem bittet er die Lufthansa, sich bei der anstehenden Ausschreibung der Fluglinie zu bewerben. Der derzeitige Verkehrsdurchführungsvertrag läuft am 31. März 2010 aus.

04.07.2009 – Frankenpost
Die Zahl der Fluggäste ab Hof und Nutzer der Fluglinie Hof – Frankfurt ist rückläufig. Der Rückgang von 2007 auf 2008 beträgt zwischen 20 und 25 Prozent.

14.08.2009 – Frankenpost
Drei inländische Fluggesellschaften haben Angebote für den Betrieb der Fluglinie Hof – Frankfurt abgegeben.

30.09.2009 – Frankenpost
Die Regionalfluggesellschaft Cirrus Airlines wird die Fluglinie Hof – Frankfurt vom 1. April 2010 an mit einer Dornier 328-100 Turboprop (31 Sitzplätze) betreiben. Die Kosten des Flugbetriebes und die Höhe der Subventionen liegen mit etwa 50 Prozent des Ticketpreises ähnlich hoch wie bei Contact Air. Cirrus Airlines erhält vertragsgemäß einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 2,9 Millionen Euro, wovon der Freistaat Bayern 2,3 Millionen Euro übernimmt. Den Rest teilen sich Stadt und Landkreis Hof sowie der Landkreis Wunsiedel.

Das Bayreuther Luftfahrtunternehmen Fair Air hat sich ebenfalls um den Betrieb der Linie bemüht und wollte die Linie mit einer ATR 42 betreiben.

07.10.2009 – Frankenpost
Das bayerische Kabinett beschließt den Vertrag zwischen dem Freistaat Bayern und Cirrus Airlines zum Betrieb der Fluglinie Hof – Frankfurt.

16.01.2010 – Frankenpost
Entwicklung der Fluggastzahlen: 25 000 Fluggäste 2007, 18 000 Fluggäste 2009

01.04.2010 – Frankenpost
Cirrus Airlines übernimmt den Betrieb der Linie Hof – Frankfurt. Im Schnitt seien Flugzeuge auf dieser Linie mit 14 bis 16 Personen besetzt, so Klaus-Jochen Weidner, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Hof-Plauen.

Dornier 328-100 der Cirrus Airlines
Dornier 328-100 der Cirrus Airlines D-COSA – Foto: Lasse Fuss @ Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0

29.09.2010 – Frankenpost
Cirrus Airlines kündigt den noch zweieinhalb Jahre laufenden Vertrag mit der Flughafengesellschaft Hof – Plauen zum 1. April des kommenden Jahres. Als Grund wurde eine mangelnde Wirtschaftlichkeit der Linie genannt. Das Unternehmen sei nur bereit, die Linie weiter zu betreiben, wenn sie “verlustfrei bedient werden kann”. An der Auslastung der Strecke habe es nicht gelegen, diese lag nur leicht unter den Erwartungen. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei jedoch der erzielte Durchschnittsertrag pro Passagier (Yield) gewesen, der etwa 30 Prozent hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

02.12.2010
Der Finanzausschuss der Stadt Plauen stimmt mit 5:4 Stimmen dafür, die Beteiligung der Stadt an der Flughafengesellschaft Hof-Plauen zum 1. Januar 2012 zu beenden.

06.12.2010 – Frankenpost
Die Stadt Plauen und der Vogtlandkreis prüfen einen Ausstieg aus dem Flugplatz Hof-Plauen. Plauen ist zu zehn Prozent Gesellschafter und bezuschusst den Airport jährlich mit bis zu 200 000 Euro. Bis Ende Dezember 2010 soll entschieden werden, ob die Beteiligung am Airport beendet wird. Der Vogtlandkreis hatte seine Beteiligung an der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG zum 31.12.2008 aufgelöst, zahlt jedoch weiterhin. Im Entwurf des Kreishaushalts 2011 sind 180 000 Euro für den Weiterbetrieb vorgesehen.

16.03.2011 – Frankenpost
Die Ostfriesische Luft-Transport GmbH (OLT) und Cirrus Airlines bewerben sich für den Betrieb der Linie Hof – Frankfurt vom Mai 2011 bis Ende März 2013. Der Landkreis Hof kürzt seinen Zuschuss zum Flughafen-Betrieb 2011 um 100 000 Euro auf 500 000 Euro.

29.04.2011 – Frankenpost
Die bayerische Staatsregierung und die beteiligten oberfränkischen Kommunen erhöhen ihren Zuschuss um 1,342 Millionen Euro für den Erhalt der Fluglinie Hof – Frankfurt. Der Freistaat übernimmt 75% (975.000 Euro), die Kommunen den Rest (325.000 Euro). Bayern subventioniert die Fluglinie Hof – Plauen somit mit 3,6 Millionen Euro jährlich. Der Flugbetrieb auf der Linie Hof – Frankfurt ist seit dem 29.04.2011 eingestellt.

2010 verzeichnete der Flugplatz Hof-Plauen 14.000 Fluggäste.

30.04.2011 – Frankenpost
OLT zieht sich aus dem Bieterwettstreit mit Cirrus Airlines um den Betrieb der Linie Hof – Frankfurt zurück. Die Ostfriesischen Luft-Transport GmbH zog am 29.04.2011 ihr Angebot offiziell zurück

04.05.2011 – Frankenpost
Das bayerische Kabinett genehmigt die Fortsetzung der Linienflüge von Hof nach Frankfurt. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer jedoch wörtlich: “Nach Ablauf der Vertragszeit im März 2013 müssen wir prüfen, ob wir die Förderung fortsetzen sollen.”

10.05.2011 – Frankenpost
In der Region wird darüber nachgedacht, die Start- und Landebahn um 300 Meter auf 1800 Meter zu verlängern, damit Flugzeuge mittlerer Größe mit etwa 100 Sitzen fliegen könnten.

25.05.2011 – Frankenpost
Der Plauener Stadtrat hat beschlossen, sich in Zukunft nur noch mit maximal 100.000 Euro / Jahr an den Defiziten, die der Betrieb des Flughafens Hof-Plauen verursacht, zu beteiligen. Bislang habe der Plauener Zuschuss zum jährlichen Betriebsdefizit des Flughafens maximal 200.000 Euro betragen. Plauen behält weiterhin den Anteil von 10 % an der Flughafengesellschaft.

17.06.2011 – Vogtland-Anzeiger
Laut Zahlen von Cirrus Airlines hätten in den ersten vier Wochen 536 Passagiere die angebotenen Flüge genutzt, was umgerechnet auf 31 Tage etwa täglich 17 Fluggäste sind. Die momentane Auslastung der Flugverbindung zum Flughafen Frankfurt liegt bei rund 22 Prozent

26.07.2011 – Frankenpost
Der Betrieb der Fluglinie Hof – Frankfurt durch Cirrus Airlines stabilisiert sich. Zwischen dem Mai und dem 21. Juli 2011 fielen nur zwei Flüge aufgrund schlechten Wetters aus. Vom Mai bis Ende Juli 2010 hatte Cirrus Airlines noch 21 Flüge nach Frankfurt abgesagt – allein für neun davon führte der Betreiber technische Probleme an.

21.01.2012 – Frankenpost
Cirrus Airlines stellt den Flugbetrieb aufgrund akuter wirtschaftlicher Probleme deutschlandweit ein. Davon ist auch die Linie Hof – Frankfurt betroffen. Der letzte Flug hob am 20.01.2012 ab.

23.01.2012
Cirrus Airlines stellt den Insolvenzantrag.

24.01.2012 – Frankenpost
Der Flugplatz sei nicht vom Fortbestand des Linienflugbetriebs abhängig, so der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). Kritisch äußerte sich Zeil zu der 2011 deutlich auf 8000 gesunkenen Passagierzahl. “Wir mussten feststellen, dass die vor einem Jahr von der hochfränkischen Wirtschaft gemachten Zusagen zur Nutzung der Linie nicht eingehalten wurden.” Die Wirtschaft habe sich “leider nicht so engagiert wie versprochen”. Die Passagierzahl im Jahr 2011 betrug 7.700 (2010: 14.000). 5179 Flüge wurden durchgeführt.

26.01.2012 – Frankenpost
Stadt Hof: Auch ohne die Linienflüge nach Frankfurt könne der Flugplatz weiter betrieben werden. Wichtig sei er unter anderem für den Werksverkehr.

27.01.2012 – Frankenpost
Ministerpräsident Horst Seehofer bekräftigt die grundsätzliche Bereitschaft der bayerischen Staatsregierung, den Regionalflughafen Hof-Plauen weiter zu unterstützen. Der Flughafen an sich stehe ohnedies nicht infrage. Es gehe lediglich um die Fluglinie Hof-Frankfurt.

28.01.2012 – Frankenpost
Die Fraktion der Freien Aktiven Bürger im Hofer Stadtrat fordert in einem Eilantrag, ein Gutachten zum Aufbau einer offiziellen Plattform für “Mitflug-Möglichkeiten” zu prüfen.

04.02.2012 – Frankenpost
Der Beirat der Flughafengesellschaft Hof-Plauen spricht sich dafür aus, den Flughafen in jedem Fall zu erhalten – “mit oder ohne Linienverkehr”.

02.03.2012 – Frankenpost
Am Flughafen Hof-Plauen arbeiten nun dreizehn Mitarbeiter kurz – zwei Beschäftigte in der Flughafenverwaltung und elf Mitarbeiter im Betriebsdienst.

20.03.2012 – Frankenpost
Die Kommunalpolitiker Klaus Adelt, Hannsjürgen Lommer (Flughafenbeirat) und Jürgen Grünert fordern, eine Herabstufung zum Verkehrslandeplatz zu diskutieren, um Kosten zu sparen. Sie verkennen jedoch, dass der „Flughafen Hof-Plauen“ bereits Verkehrslandeplatz ist.

29.03.2012 – airliners
Die norddeutsche Fluggesellschaft OLT Express will die zahlungsunfähige Cirrus Airlines übernehmen. Derzeit würden “intensive Verhandlungen” geführt, teilte Insolvenzverwalter Jochen Eisenbeis am Donnerstag in Saarbrücken mit.

04.05.2012 – Frankenpost
Die OLT Express GmbH wird die insolvente Saarbrücker Fluggesellschaft Cirrus Airlines nicht übernehmen. Die Verhandlungen seien gescheitert.

21.05.2012 – Frankenpost
Die Gesellschafterversammlung der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG beschließt, die Linie Hof-Frankfurt nicht mehr neu auszuschreiben. Jeder Fluggast zwischen Hof und Frankfurt wurde zuletzt mit mehr als 200 Euro Steuergeld subventioniert. Der bayerische Verkehrsminister Martin Zeil zur Einstellung:

Aufgrund seiner Randlage am Eisernen Vorhang war das oberfränkische Grenzland bis zur deutschen Wiedervereinigung verkehrsmäßig besonders benachteiligt. Daher war es über lange Jahre wichtig und notwendig, die Fluglinie Hof-Frankfurt aus regional- und strukturpolitischen Gründen durch die öffentliche Hand zu bezuschussen.” Auch nach 1989/90 hätten sich die Fluggastzahlen mit bis zu fast 25 000 Passagieren pro Jahr zunächst noch positiv entwickelt. Seit 2008 habe die Fluglinie allerdings erheblich an Attraktivität eingebüßt.

“Trotz dieses allmählichen Niedergangs bestand nach der letzten Neuvergabe der Fluglinie im April 2011 noch die berechtigte Hoffnung, dass die Passagierzahlen wieder ansteigen würden. Das beauftragte Unternehmen Cirrus konnte durch die Stationierung eines Technikers am Flugplatz Hof-Plauen die Zuverlässigkeit der Fluglinie signifikant verbessern. Trotzdem brachen in der Folgezeit die Passagierzahlen erheblich ein: 2011 waren nur noch rund 7700 Passagiere zu verzeichnen. […] Unter diesen Rahmenbedingungen wäre eine erneute EU-weite Ausschreibung und Neuvergabe der Fluglinie als gemeinwirtschaftlicher Verkehr, also unter öffentlicher Förderung, nicht mehr darstellbar gewesen. Die einschlägigen EU-Vorschriften legen für die Zulässigkeit solcher Subventionen einen strengen Maßstab an. Die Fluglinie muss für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Gebiets, das der Flughafen bedient, unabdingbar sein. Die rückläufigen Passagierzahlen im Laufe der letzten Jahre sprechen hier eine deutliche Sprache.

Zeit weiter: im Hinblick auf Linienflüge ins In- und Ausland stünden der Region mit den Flughäfen Nürnberg und Leipzig zwei Verkehrsflughäfen in akzeptabler Reichweite zur Verfügung.

19.07.2012 – Frankenpost
Der Stadtrat der Stadt Plauen beschließt, ab 2014 keine Verluste des Flughafenbetriebs mehr zu übernehmen. 2012 werden noch 50 000 Euro Verlustausgleich übernommen und 2013 noch 25 000 Euro. Man möchte jedoch weiterhin Gesellschafter bleiben. Der Landkreis Wunsiedel ist ebenfalls Gesellschafter (5 %) und trägt keine Verluste. Die Wirtschafts-Beteiligungsgesellschaft von 29 regionalen Unternehmen denkt ebenfalls über einen Ausstieg und die Kündigung der Gesellschafter-Anteile in Höhe von 20 Prozent nach.

08.12.2012 – Frankenpost
Nach Feststellung des Hamburger Beratungsunternehmens Uniconsult gibt es für den Flugplatz Hof-Plauen auf lange Sicht keine Chance, einen Linien- oder Charterbetrieb wieder aufzunehmen. Betreiber mit 30-sitzigen Flugzeugen gebe es kaum noch auf dem Markt. Der Vogtlandkreis beschließt, weiterhin Mitgesellschafter der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG zu bleiben. Die Übernahme des Betriebskostendefizits wird jedoch auf 100.000 Euro gedeckelt.

08.02.2013 – Frankenpost
Die Gebietsreform in Sachsen hat Auswirkungen auf den Hofer Flughafen. Die ehemals kreisfreie Stadt Plauen ist nun als Teil des Vogtlandkreises kein eigenständig zahlender Gesellschafter mehr. Der Vogtlandkreis bleibt jedoch weiterhin Gesellschafter der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG. Die Stadt Hof übernimmt einen Anteil am Betriebskostendefizit von etwa einer halben Millionen Euro pro Jahr.

07.03.2013
Im Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012 berichtet die Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG, dass sie in den Jahren 2008 bis 2010 einen Zuschuss in Höhe von 883.999 für den Bau einer Flugzeughalle erhalten habe. Nachdem der Linienverkehr am Flughafen Hof-Plauen eingestellt wurde, dient die Halle nicht mehr der ursprüng­lichen Verwendung, an die die Bezuschussung geknüpft war. Die Geschäftsführung ist mit der Regierung von Oberfranken in Gesprächen und rechnet derzeit nicht mit einer Aufforderung zur Rückzahlung.

16.11.2013 – Frankenpost
In Haushaltsentwurf 2014 der Stadt Hof ist ein Zuschuss zum Betriebskostendefizit des Verkehrslandeplatzes von 500.000 Euro vorgesehen.

20.01.2014 – TVO
Der Hofer Stadtrat spricht sich mehrheitlich für einen Weiterbetrieb und die Modernisierung des Flugplatzes Hof-Plauen auch bei ständiger Subventionierung aus. Das Betriebskostendefizit von fast einer Million Euro wird sich auch in Zukunft kaum in nennenswerter Größenordnung minimieren lassen. Insbesondere der Unterhalt des Instrumentenlandesystems ist vergleichsweise aufwändig, wird jedoch für die Allwettertauglichkeit benötigt.

13.02.2014 – Frankenpost
Autobauer nutzen den Regionalflughafen Hof-Plauen als Teststrecke oder zum Dreh von Werbespots. Mercedes AMG testet auf dem Flughafengelände Rennwagen (Mercedes AMG C-Coupe) für die DTM. Anwohner beschwerten sich daraufhin über den Motorenlärm.

22.08.2014 – Radio Euroherz
Die Abfertigungshalle soll in ein Fitness-Studio umgewandelt werden. Zudem soll das marode Restaurant 2015 abgerissen werden. Ab Oktober 2014 soll der Tower saniert werden. Der Freistaat Bayern fördert das knapp eine halbe Million teure Vorhaben.

04.09.2014 – Vogtland-Anzeiger
Der Vogtlandkreis muss 2014 vermutlich 82.000 Euro an Betriebskosten für den kaum genutzten Flugplatz Hof-Plauen zahlen. Landrat Dr. Lenk deutete an, aus dem Projekt aussteigen zu wollen.

27.10.2017 – Frankenpost
Der Landkreis Wunsiedel wird ab 1. Januar 2018 keine Anteile mehr an der Flughafen Hof-Plauen GmbH & Co. KG besitzen. Da der Landkreis sich bis 2012 jedoch ausschließlich an den Zuschüssen zum Linienflugbetrieb von Hof nach Frankfurt mit beteiligt hat, ergeben sich keine Auswirkungen auf die Defizitübernahme.

03.11.2017 – Freie Presse
Der Vogtlandkreis tritt aus der Betreibergesellschaft aus und ist damit nicht mehr am Flughafen Hof-Plauen beteiligt. Bisher hatte der Landkreis 70.000 Euro des jährlichen Defizits übernommen. Diese Summe geht nun auf die Stadt Hof und den Landkreis Hof über.

14.12.2017 – Frankenpost
Seit 2015 testet BMW auf dem Gelände des Flughafens automatisierte Fahrzeugfunktionen und Fahrzeugassistenzsysteme auf nun 15.000 Quadratmeter Fläche (Taxiway „B“ und weitere Flughafenteile). Der Mietvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2023 und verringert das Betriebskostendefizit.

27.12.2017 – Freie Presse
Die Stadt Plauen zieht sich als Gesellschafter zurück und erhält für ihren zehnprozentigen Gesellschaftsanteil einen symbolischen Gegenwert von einem Euro. Der Doppelname des Verkehrslandeplatzes Hof-Plauen bleibt erhalten. Die Stadt Plauen hatte sich bereits seit 2013 geweigert, weiterhin einen Anteil des Defizits zu übernehmen. Den jährlichen Verlust von 700 000 Euro teilen sich nun die Stadt Hof mit 420.000 Euro (60 %) und der Landkreis Hof mit 280.000 Euro (40 %).

  1. Deutsche Bank Research: Ausbau von Regionalflughäfen: Fehlallokation von Ressourcen; Aktuelle Themen 337 vom 3. November 2005, Frankfurt, S. 3
  2. Das am 01.11.2001 eingetragene K + S Ingenieurbüro, Inhaber Hanspeter Stähli, hat am 06.04.2006 Konkurs angemeldet und wurde am 05.02.2007 wegen Aufgabe des Geschäftsbetriebes von Amts wegen gelöscht.
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Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Studium der Raumplanung an der TU Dortmund, Studium der Verkehrswirtschaft an der TU Dresden.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

Kontaktaufnahme:

Telefon +49 (0)351 / 41880449 (voicebox)

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Jan B

Nachdem ich lange, lange gelesen hab hätte ich erwartet das am Ende ein Ende steht – stattdessen wird nochmal für ne halbe Million saniert. Man stelle sich einen Bahnhof mit ähnlichem Fahrgastaufkommen vor – bei dem Fahrgastaufkommen würde die Bahn nichtmal Barrierefreiheit herstellen.
Der Artikel hat seine Längen, was aber das Tempo der Diskussion widerspiegelt. Spontan könnte ich mir einige Interessante Grafiken vorstellen: Berichterstattung über die Zeit (wann wurde wie viel berichtet, ggf. noch Stadtratssitzungen), Defizit pro Jahr und Defizit pro Fahrgast je Jahr. Zudem wäre das aufkumulierte Defizit mit Aufschlüsselung interessant.
Man stelle sich vor, man hätte schon so zwischen 96/00 gesagt “dann geben wir das Ding halt auf” – mit dem gesparten Geld hätte man vermutlich die Strecke Dresden-Nürnberg schon durchgängig elektrifiziert.
Da Verkehrspolitik momentan vor allem im Finanzministerium betrieben wird hoffe ich das der Regionalflughafenirrsinn bald ein Ende findet. Regionalflughäfen, die eigentlich ausschließlich dem Fernverkehr dienen, werden von Kommunen gepäppelt, aber der Schienennahverkehr ist Länder bzw. Bundesaufgabe und Kommunen interessieren sich kaum dafür – irgendwie nicht ganz logisch.

Siegfried Orth

Eine Wahnsinns- Fleißarbeit, die den galoppierenden Irrsinn kurzsichtiger Lokalpolitik, gepaart mit Größenwahn und offensichtlichem Autismus vieler Regional- und Landespolitiker eindrücklich darstellt.

Respekt ist dem Luftamt Nordbayern zu zollen, das maßgeblich dafür gesorgt hat, dass das Luftschloss des Neubaus nicht gegen alle Vernunft doch noch realisiert wurde.

Auch ich finde, dass das Tüpfelchen auf dem i eine Zusammenrechnung / grafische Darstellung der in dieses Fass ohne Boden über die Jahre geschütteten Steuermillionen wäre.

MarkusR

Vielen Dank für den hervorragenden und langen Artikel über den Verkehrslandeplatz Hof-Plauen. Ich persönlich bedauere die Entwicklung des Regionalflugverkehrs in Deutschland. Aus meiner Sicht verlieren Regionen an wirtschaftlicher Attraktivität, wenn sie Linienflugverkehr dauerhaft verlieren, insbesondere wenn die Anbindung an Hubs verloren geht. Ich bedauere insbesondere die Entwicklung in Hof-Plauen. Aus meiner Sicht ist es aus wirtschaftspolitischen Gründen berechtigt, bestimmte Strecken zu subventionieren. Es gibt durchaus einige Strecken in Europa, wo dies der Fall ist. Also wieso nicht auch in Deutschland?
Ich denke, eine weitere Subventionierung einer solchen Verbindung würde in Hof Sinn machen. Allerdings sollte man nicht eine Anbindung an Frankfurt subventionieren, sondern an München. Dies würde aus bayerischer Sicht aus mehreren Gründen mehr Sinn machen:
• Quell- und Ziel-Flughäfen würden in Bayern liegen, dadurch fließen wesentlich mehr Subventionen über Steuergelder zurück an den Bayerischen Staat
• München hat wirtschaftlich eine deutlich höhere Bedeutung als Frankfurt und es gäbe eine schnelle Anbindung ans wirtschaftliche Zentrum Bayerns
• München verfügt mittlerweile gegenüber Frankfurt ein gleichwertiges Europa-Netz und ein gutes Langstreckennetz
• München ist auch touristisch interessanter als viele andere Städte

Sinnvollerweise müsste eine solche Verbindung (vielleicht sogar mit Zwischenstopp in Bayreuth oder Coburg) im werktäglichen Tagesrand bedient werden, um für Geschäftsreisende interessant zu sein. Eigentlich empfinde ich die Fair Air aus Oberfranken als die eignete Airline hierfür. Ich denke, dass es durchaus Potenzial gäbe um einen 19-Sitzer zu füllen.

Dies wäre zumindest mein Wunsch für Oberfranken.

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