Die Gestaltung der Radverkehrsinfrastruktur beeinflusst nicht nur die objektive Unfallwahrscheinlichkeit, sondern prägt auch das subjektive Sicherheitsempfinden maßgeblich. Dieses hat in der Praxis oft einen entscheidenden Einfluss darauf, ob Menschen das Fahrrad nutzen – insbesondere jene, die bislang über wenig Erfahrung verfügen. Subjektive und objektive Sicherheit hängen eng zusammen. Situationen können aufgrund ihres Konfliktpotenzials und des Stressniveaus unterschiedlich wahrgenommen werden. Für attraktiv nutzbare Radverkehrsnetze braucht es stressarme, gut lesbare und qualitätvoll gestaltete Infrastruktur. In einer FixMyCity-Befragung mit über 22.000 Teilnehmenden wurden im Jahr 2020 verschiedene Radverkehrsanlagen und Führungsformen hinsichtlich des subjektiven...
Radwege-Check: Subjektives Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsanlagen
Die Wirkung einer E-Scooter-Stationspflicht auf das Nutzungsverhalten
Kostengünstiges Bauen: Infrastrukturkosten je Bautypologie und Lage
[Videotipp] Straßentypen als Element der Stadtbaukunst
Der Ausbau der Autobahn A4 zu einem multimodalen Korridor in Luxemburg
Infrastruktur
In Schweden dürfen seit September 2022 E-Scooter nur noch in ausgewiesenen Abstellbereichen geparkt werden. Eine Studie von Forschenden der Königlich Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm untersuchte, welche Auswirkungen die neuen Parkregeln auf die Nutzung von E-Scootern in Stockholm und Malmö hatte. Aus den Studienergebnissen werden Empfehlungen für die Praxis abgeleitet.
Die Schaffung von kostengünstigem Wohnraum wird durch eine Reduktion der Infrastruktur- und Erschließungskosten erleichtert. Diese sind maßgeblich von der Lage und der geplanten Dichte abhängig. Durch eine kluge und vorausschauende Planung können die Baukosten gesenkt werden, wodurch Wohnen für breite Kreise der Bevölkerung erschwinglich bleibt.
Eine Straße ist nicht nur ein Verkehrsbauwerk des Landverkehrs, das Fußgängern und Fahrzeugen als Transport- und Verkehrsweg vor allem für den Personen-, Güter- und Tiertransport zur Ortsveränderung dient. Sie ist je nach ihrer Gestaltung Entfaltungs- und Kommunikationsraum und prägt die Wahrnehmung eines Ortes.
Zur Entlastung der stark befahrenen Autobahn A4 und zur Bewältigung des zukünftig zu erwartenden Verkehrsaufkommens entwickelt Luxemburg die Autobahn A4 zu einem multimodalen Korridor mit Radschnellweg, Schnellstraßenbahn und einer Sonderspur für Fahrgemeinschaften und Busse weiter. Statt eines solchen ganzheitlichen Ansatzes dürften viele Länder stumpf die Autobahn ausbauen.
Wie stellt man qualitätvolles Fahrradparken in Neubauquartieren sicher? Im Rahmen meines Hauptjobs im ARGUS studio/ haben wir uns gemeinsam mit dem niederländischen Architekturbüro Ector Hoogstad Architects dieser Frage in den vergangenen Monaten intensiv gewidmet. Das Ergebnis dieses Prozesses ist der Gestaltungsleitfaden Fahrradparken. Wir hoffen, dass unsere Expertise und die Erfahrungen, die Ector Hoogstad Architects beispielsweise bei der Planung des weltgrößten Fahrradparkhauses in Utrecht gemacht haben, beim Bau besserer Radabstellanlagen in Neubauquartieren hilft.
Bei der Bewertung von Straßenaus- und -neubauprojekten sind Zeitgewinne von großer Bedeutung. Anhand eines Beispiels aus Großbritannien wird deutlich, dass diese Zeitgewinne aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens nicht immer realisiert werden und somit die zuvor durchgeführte Nutzen-Kosten-Berechnung fehlerhaft ist. Es sollte daher diskutiert werden, ob die angenommenen und tatsächlich realisierten Reisezeitveränderungen durch Straßeninfrastrukturprojekte systematisch evaluiert und die Rolle der Reisezeitgewinne in der Nutzenbewertung überprüft werden sollte.





