Analyse Straßenverkehr Verkehrssicherheit

Verkehrstote auf deutschen Autobahnen im Vergleich zum europäischen Ausland

Foto: Philipp Katzenberger @ Unsplash.com - Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch die Unsplash-Lizenz
In der Diskussion über die Einführung eines allgemeinen Tempolimits auf deutschen Autobahnen werden wiederholt Vergleiche zu anderen europäischen Ländern gezogen. Dies betrifft unter anderem die Verkehrssicherheit. Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass deutsche Autobahnen Potenzial für Sicherheitsgewinne haben und Deutschland im Vergleich mit Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und der Schweiz nicht die sichersten Autobahnen hat.

In der Debatte über die Einführung eines  generellen Tempolimits auf deutschen Autobahnen werden – je nach Position des Diskutierenden – Daten unterschiedlicher Jahre und mit unterschiedlichen Bezugsgrößen verwendet. Hierbei fehlt jedoch meistens eine Einordnung in den Kontext, ein relativer Bezug zu anderen Ländern sowie ein Blick auf die zeitliche Entwicklung. Zwar kann die folgende Aufstellung verschiedener Kennziffern auch nicht beantworten, welche Auswirkungen unterschiedliche Tempolimits auf die Verkehrssicherheit haben, sie bietet jedoch Orientierung und eine bessere Diskussionsgrundlage. Ein empirisches Fundament für Aussagen über die Wirkung unterschiedlicher Tempolimits könnte nur die Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen an zufällig ausgewählten Streckenabschnitten im Autobahnnetz bieten. Eine derartige wissenschaftliche Betrachtung ist derzeit jedoch nicht absehbar.

Die Unfallwerte der einzelnen Länder lassen sich nicht ausschließlich durch die Existenz oder die Höhe einer generellen Geschwindigkeitsbeschränkung erklären. Das Sicherheitsniveau einer Autobahn hängt von weitere Faktoren wie zum Beispiel dem Zustand der Straßen und der Fahrzeuge, der Verkehrsdichte, dem Konsum von legalen oder illegalen Drogen in der Gesellschaft, der Kontrolldichte und Bußgeldhöhe, den Wetterverhältnissen eines Jahres und weiteren Faktoren ab. Das Sicherheitsniveau kann durchaus von der Existenz einer generellen Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen positiv beeinflusst werden, der konkrete Sicherheitsgewinn lässt sich empirisch aber nicht aus den folgenden Werten ableiten.

Absolute Werte

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der von der Polizei registrierten Verkehrsunfälle auf Bundesautobahnen zugenommen (1991 – 2019 +18,3 %, 2000 – 2019 +7,7 %, 2010 – 2019 +7,9 %; Werte für 2020 coronabedingt verzerrt). Die Zahl der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang ist stark gesunken (1991 – 2019 -73,7 %, 2000 – 2019 -57,9 %, 2010 – 2019 -12,3 %), die Zahl der Unfälle mit Verletzten leicht rückläufig. Hierbei sind zwei Phasen konstanter Entwicklung zu beobachten: 1991 – 2001 und 2003 – 2019. Verkehrssicherheitsgewinne hinsichtlich der Unfallzahl mit Verletzten sind insbesondere in den Jahren 2001 – 2004 entstanden.

Straßenverkehrsunfälle auf Bundesautobahnen 1991 – 20201

 insgesamtdarunter mit Personenschaden  darunter schwerwiegende
Unfälle mit Sachschaden
zusammenmit Getötetenmit Verletzten
19911505012734812452610339631
1992149287262489942525441349
1993150812261039312517243682
1994148419265499072564241327
1995152781255138382467518514
1996154643249768612411516970
1997154598247947972399715458
1998158169244856802380516468
1999174429266277792584818099
2000165254255787792479916850
2001178543259906802531020123
2002168470246257202390517979
2003159598226467002194615775
2004167255214586082085016174
2005157128209435892035416822
2006153538204345561987815654
2007164417204665261994015502
2008152645182694341783513328
2009152459183944081798614275
2010164976188293741845516684
2011151321182904001789011576
2012150943178473351751211966
2013152173184523791807312002
2014151794189013271857410186
201516109620113377197369988
2016174067211933482084510806
2017178861209283562057211745
2018175995205373832015410358
2019177981199803281965210491
202013013115237292149458716

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen verunglückten Menschen ist im Betrachtungszeitraum 1991 – 2019 rückläufig, wenngleich die Entwicklung in den Jahren 2004 – 2019 annähernd konstant ist (1991 – 2019 -28,1 %, 2000 – 2019 -21.5 %, 2010 – 2019 +10,1 %; Werte für 2020 coronabedingt verzerrt). Die Zahl der bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommenen Menschen (1991 – 2019 -77,1 %, 2000 – 2019 -60,7 %, 2010 – 2019 -17,1 %) ist stärker gesunken als die Zahl der Schwerverletzten (1991 – 2019 -46,8 %, 2000 – 2019 -29,2 %, 2010 – 2019 +18,4 %). Bei der Zahl der Leichtverletzten sind geringere Veränderungen zu erkennen (1991 – 2019 -19,3 %, 2000 – 2019 -18,4 %, 2010 – 2019 +8,9 %).

Im Betrachtungszeitraum 1991 – 2019 sind deutsche Autobahnen sicherer geworden. Die Zahl der Verkehrstoten hat sich um etwa zwei Drittel verringert, die Zahl der Schwerverletzten halbiert. In den vergangenen zehn Jahren sind die Sicherheitsgewinne kleiner geworden. Die Anzahl der Schwer- und Leichtverletzten ist leicht gestiegen, während die Anzahl der Getöteten annähernd konstant blieb.

Verunglückte auf Bundesautobahnen 1991 – 20202

 Verunglückte insgesamtGetöteteSchwerverletzteLeichtverletzte
19914485515521096432339
19924278712011024131345
1993424311109973531587
1994432471105991832224
199541988978958931421
1996408161020898130815
199740265933876730565
199839422803830830311
199942821911870933201
200041105907823331965
200141839770772533344
200239482857719231433
200336061811667428576
200433721694610926918
200533029662586126506
200632082645585125586
200731942602571025630
200828775495489623384
200928873475494423454
201029303430492423949
201129134453522323458
201228335387516322785
201329630428516824034
201431145375570725063
201532788414583426540
201634338393610327842
201734101409597427718
201833337424591027003
201932272356583326083
202023616317443418865

Relative Werte

Das Unfallgeschehen und die Zahl der Verunglückten ist neben dem Sicherheitsniveau auch von anderen Faktoren abhängig. Ein wichtiger Faktor ist die Fahrleistung. Mehr Fahrten auf der Autobahn bzw. mehr zurückgelegte Kilometer haben bei einem identischen Sicherheitsniveau höhere Unfall- und Todes- bzw. Verletztenzahlen zur Folge. Bezieht man die Fahrleistung auf deutschen Autobahnen (in Milliarden Fahrzeug-Kilometer) mit ein, ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden je Mrd. Fz-km, die Zahl der Verunglückten je Mrd. Fz-km, die Zahl der Getöteten je Mrd. Fz-km und die Zahl der Verletzten je Mrd. Fz-km konstant rückläufig. Das fahrleistungsbezogene Sicherheitsniveau auf deutschen Autobahnen hat sich kontinuierlich erhöht. Es liegt auch konstant über dem Sicherheitsniveau des übrigen deutschen Straßennetzes. Vergleiche mit anderen europäischen Ländern konnte ich mangels Daten nicht anstellen, freue mich aber über Hinweise zu Daten in den Kommentaren.

Unfälle mit Personenschaden und Verunglückte je 1 Milliarde Fahrzeugkilometer auf Autobahnen und im übrigen Straßennetz3

 Unfälle mit Personenschaden Verunglückte Getötete Verletzte 
Straßennetz ohne BABauf AutobahnenStraßennetz ohne BABauf AutobahnenStraßennetz ohne BABauf AutobahnenStraßennetz ohne BABauf Autobahnen
je 1 Mrd. Fahrzeugkilometer
1993493,0152,0616,8246,010,36,4606,2240,0
1994489,1151,0611,6246,09,76,3601,6240,0
1995479,8142,0601,9234,09,75,5591,7229,0
1996454,8137,0571,2225,08,35,6563,3219,0
1997464,8133,0584,9215,08,45,0576,5210,0
1998454,6127,0574,7204,07,84,2566,6200,0
1999459,2133,0576,5215,07,04,6569,9210,0
2000451,6126,0569,6202,06,84,5562,3198,0
2001423,9126,0532,1203,06,53,7525,1199,8
2002408,8118,0514,0189,35,94,1508,1185,2
2003412,6107,1516,7170,55,93,8510,8166,7
2004387,2100,0483,3157,15,23,2478,1153,9
2005393,798,2486,4154,84,73,1481,7151,7
2006382,195,1472,5149,44,43,0468,1146,4
2007391,893,5484,6146,04,42,8480,2143,2
2008380,584,1466,4132,44,22,3462,6130,1
2009359,685,0441,3133,43,72,2437,6131,2
2010322,286,8396,6135,23,22,0393,5133,2
2011344,981,9421,9130,53,62,0418,4128,4
2012336,080,6411,4128,03,31,7408,2126,2
2013319,182,0388,5131,72,71,9385,8129,8
2014326,581,9395,6134,92,91,6392,7133,3
2015321,784,7389,6138,02,91,7386,7136,3
2016313,687,0378,9141,02,61,6376,3139,4
2017318,884,9386,5138,42,61,7383,9136,7
2018328,782,3397,9133,72,71,7395,3132,0
2019318,579,0385,3127,72,61,4382,7126,3
2020321,771,3380,3110,52,61,5377,7109,0

Zur Einschätzung des Sicherheitsniveaus deutscher Autobahnen im europäischen Vergleich dienen die Traffic Safety Basic Facts 2018 – Motorway des European Road Safety Observatory und Daten aus CARE, der Community database on Accidents on the Roads in Europe. In dieser sind verschiedene Indikatoren und Werte mit unterschiedlichen Bezugsgrößen enthalten. Die Daten liegen für den Zeitraum 2007 – 2016 vor, aus Gründen der Übersichtlichkeit habe ich sie in Dreijahresabständen in die Tabellen übernommen.

In den vergangenen Jahren ist in vielen Ländern eine abnehmende Zahl von auf Autobahnen getöteten Menschen zu beobachten. Die Abnahmerate hat sich zuletzt jedoch verringert.

Zahl der Verkehrstoten auf den Autobahnen der Mitgliedsländern der Europäischen Union [2016] und der Schweiz in den Jahren 2007, 2010, 2013 und 20164

LandVmax auf
Autobahnen
2007201020132016
Belgien1201531069499
130-4025-
Tschechien13048282542
Dänemark13024271225
Deutschlandkeine Begrenzung602430428393
Estlandkeine AB----
1201098-
120140877945
Spanien120618418294327
Frankreich130273238238270
Kroatien13065334134
Italien130526376321274
Zypern10013921
Lettlandkeine AB----
Litauenkeine AB----
Luxemburg130112965
Ungarn13061443037
Maltakeine AB----
Niederlande10083645977
Österreich13074593134
Polen14053284050
Portugal1201281114438
Rumänien13041182426
Slowenien13037191625
Slowakei1301914--
Finnland12014487
Schweden12025242124
Großbritannien11318511810296
Europäische Union
[2016]
3221231919481995
Veränderung über
3 Jahre [%]
-28,0 %-16,0 %+2,4 %
Schweiz12047232319

In Deutschland sterben etwa 12 % aller Verkehrstoten auf Autobahnen. Dieser Wert ist über den Betrachtungszeitraum stabil. Deutschland liegt mit diesem Wert im oberen Drittel, rund vier Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt. Slowenien hatte 2016 in der EU den höchsten Anteil an Verkehrstoten auf Autobahnen (19 %), gefolgt von Spanien (18 %) und Belgien (16 %). Den geringsten Anteil an Verkehrstoten auf Autobahnen gab es hingegen in Rumänien (1 %), Finnland (3 %) und Polen (2 %).

Prozentualer Anteil der Verkehrstoten auf Autobahnen an allen Verkehrstoten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union [2016] und der Schweiz in den Jahren 2007, 2010, 2013 und 20165

JahrVmax auf
Autobahnen
2007201020132016
Belgien12014 %13 %13 %16 %
130-5 %4 %-
Tschechien1304 %3 %4 %7 %
Dänemark1306 %11 %6 %12 %
Deutschland-12 %12 %13 %12 %
Estlandkeine AB----
1203 %4 %4 %-
1209 %7 %9 %5 %
Spanien12016 %17 %18 %18 %
Frankreich1306 %6 %7 %8 %
Kroatien13011 %8 %11 %11 %
Italien13010 %9 %9 %8 %
Zypern10015 %15 %5 %2 %
Lettlandkeine AB----
Litauenkeine AB----
Luxemburg13024 %91 %13 %16 %
Ungarn1305 %6 %5 %6 %
Maltakeine AB----
Niederlande10012 %12 %12 %14 %
Österreich13011 %11 %7 %8 %
Polen1401 %1 %1 %2 %
Portugal12013 %12 %7 %7 %
Rumänien1301 %1 %1 %1 %
Slowenien13013 %14 %13 %19 %
Slowakei1303 %4 %--
Finnland1204 %1 %3 %3 %
Schweden1205 %9 %8 %9 %
Großbritannien1136 %6 %6 %5 %
Europäische Union
[2016]
8 %8 %8 %8 %
Schweiz12012 %7 %9 %9 %

Ein wichtiger Indikator zur Bestimmung des Verkehrssicherheitsniveaus ist die Zahl der auf Autobahnen getöteten Menschen in Bezug auf die Länge des Autobahnnetzes. Ein Land mit einem weitläufigen Autobahnnetz hat in der Regel mehr auf Autobahnen zu verzeichnen als ein Land mit nur wenigen Autobahnen. Der Indikator gibt die relative Gefährdung je Kilometer Autobahn wieder.

In Deutschland hat sich die Todesrate zwischen 2007 und 2016 von 47,8 auf 30,2 verringert. Der EU-weite Durchschnitt sank in diesem Zeitraum von 49,3 auf 26,4 (-46 %), sodass die Todesrate deutscher Autobahnen leicht über dem EU-Durchschnitt liegt. Bulgarische Autobahnen sind mit 83,1 Toten je 1.000 Autobahnkilometer (Wert für 2015) am unsichersten, die zypriotischen am sichersten. Relativ sicher sind zudem Irland, Finnland, Schweden, Portugal und die Schweiz als Nicht-EU-Mitgliedsstaat.

Todesraten auf Autobahnen je 1.000 km Autobahnlänge in Mitgliedsländern der Europäischen Union [2016] und der Schweiz in den Jahren 2007, 2010, 2013 und 20166

LandVmax auf Autobahnen2007201020132016
Belgien12086.860.153.356.2
130-91.541.3-
Tschechien13073.138.132.234.4
Dänemark13021.623.99.920.2
Deutschlandkeine Begrenzung47.833.533.130.2
Estlandkeine AB----
12037.2108.9-
120152.855.850.728.3
Spanien12047.529.319.721.2
Frankreich13024.920.920.623.3
Kroatien13056.226.531.826
Italien13079.856.447.539.5
Zypern10050.6357.83.7
Lettlandkeine AB----
Litauenkeine AB----
Luxemburg13074.8190.839.531.1
Ungarn13071.129.81719.2
Maltakeine AB----
Niederlande10032.124.122.127.9
Österreich13043.634.31819.8
Polen14079.932.72730.5
Portugal12048.940.614.512.4
Rumänien130145.954.237.334.8
Slowenien13063.924.720.832.3
Slowakei13052.133.7--
Finnland120205.19.97.9
Schweden12013.612.210.311.3
Großbritannien11350.432.127.225.5
Europäische Union
[2016]
-49.33326.526.4
Schweiz1203416.416.213.1

Ein weiterer Indikator ist der Bezug der Verkehrstoten auf Autobahnen auf die Bevölkerungszahl. Dieser Wert gibt die relative Gefährdung der Bevölkerung an, bei einem Unfall auf einer Autobahn ums Leben zu kommen. Es ist zu beachten, dass der Wert leicht verzerrt sein dürfte, da auch Ausländer:innen auf Autobahnen eines Landes versterben. Der Indikator ist vergleichsweise schwach.

Im Betrachtungszeitraum ist in der Europäischen Union, Deutschland und vielen anderen EU-Mitgliedsstaaten die Zahl der Verkehrstoten auf Autobahnen je Million Einwohner:innen ruckläufig. Die geringsten Werte wiesen 2016 Zypern, Polen, Rumänien und Finnland auf. Deutschland lag 2016 mit 4,8 Verkehrstoten auf Autobahnen je Million Einwohner:innen über dem EU-weiten Durchschnitt von 4,0 im oberen Drittel. Neun EU-Mitgliedsstaaten sowie die Schweiz lagen auf oder unter dem EU-Durchschnitt.

auf Autobahnen je eine Million Einwohner:innen in Mitgliedsländern der Europäischen Union [2016] und der Schweiz in den Jahren 2007, 2010, 2013 und 20167

LandVmax auf Autobahnen2007201020132016
Belgien12014.69.98.58.8
130-5.43.4-
Tschechien1304.72.72.44
Dänemark1304.44.92.24.4
Deutschlandkeine Begrenzung7.35.25.34.8
Estlandkeine AB----
1202.421.7-
12012.77.87.14.1
Spanien1201496.37
Frankreich1304.33.73.64.1
Kroatien13015.17.79.68
Italien1309.16.45.44.5
Zypern10017.511.32.31.2
Lettlandkeine AB----
Litauenkeine AB----
Luxemburg13023.458.811.48.9
Ungarn1306.14.433.8
Maltakeine AB----
Niederlande1005.13.93.54.6
Österreich13097.13.74
Polen1401.40.71.11.3
Portugal12012.110.54.23.7
Rumänien1301.90.91.21.3
Slowenien13018.59.37.812.1
Slowakei1303.42.6--
Finnland1202.70.81.51.3
Schweden1202.82.62.22.5
Großbritannien1133.11.91.61.5
Europäische Union
[2016]
-6.74.744
Schweiz1206.332.92.3

Fazit

Auch wenn die folgende Aufstellung nicht geeignet ist, eine positive Wirkung eines allgemeinen Tempolimits auf deutschen Autobahnen zu belegen, zeigt sie jedoch, dass das Gegenargument einer bereits sicheren deutschen Autobahn wenig stichhaltig ist. Das Sicherheitsniveau deutscher Autobahnen liegt – ausgedrückt in den verwendeten Indikatoren – stets unterhalb des EU-Durchschnitts (2016). Zwar sind die Länder aufgrund unterschiedlicher Strukturdaten (Bevölkerungszahl, Bevölkerungsdichte, etc.) und Zustände des Verkehrssystems (Zustand der Infrastruktur und der Fahrzeuge. etc.) nicht 1:1 miteinander vergleichbar, jedoch zeigt die relative Rangfolge bereits hinreichend auf, dass das Sicherheitsniveau durchaus steigerungsfähig ist. Eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen kann – muss aber nicht – hierbei unterstützend wirken.

Verweise

  1. Statistisches Bundesamt (2020): Fachserie 8 Reihe 7, 1.2 Unfälle und Verunglückte nach Ortslage und Straßenkategorien
  2. Statistisches Bundesamt (2020): Fachserie 8 Reihe 7, 1.2 Unfälle und Verunglückte nach Ortslage und Straßenkategorien
  3. Statistisches Bundesamt (2020): Fachserie 8 Reihe 7, 1.4 Unfälle mit Personenschaden und Verunglückte je 1 Mrd. Fahrzeugkilometer
  4. European Road Safety Observatory (2018): Traffic Safety Basic Facts 2018 – Motorways, Europäische Kommission, Generaldirektion Mobilität und Verkehr. Brüssel, S. 3
  5. European Road Safety Observatory (2018): Traffic Safety Basic Facts 2018 – Motorways, Europäische Kommission, Generaldirektion Mobilität und Verkehr. Brüssel, S. 4
  6. European Road Safety Observatory (2018): Traffic Safety Basic Facts 2018 – Motorways, Europäische Kommission, Generaldirektion Mobilität und Verkehr. Brüssel, S. 7
  7. European Road Safety Observatory (2018): Traffic Safety Basic Facts 2018 – Motorways, Europäische Kommission, Generaldirektion Mobilität und Verkehr. Brüssel, S. 5
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Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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Auszeichnungen

Grimme Online Award Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den Grimme Online Award 2012 in der Kategorie Information erhalten. Ich möchte mich bei all meinen Lesern für die Unterstützung bedanken!

PUNKT Preisträger 2012

Zukunft Mobilität hat den PUNKT 2012 der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) in der Kategorie "Multimedia" gewonnen.

Logo VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) hat mich im Rahmen der VDV-Jahrestagung 2013 in Mainz als “Talent im ÖPNV” des Jahres 2013 ausgezeichnet. Der VDV vertritt rund 600 Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs, des Schienenpersonennahverkehrs, des Schienengüterverkehrs, der Personenfernverkehrs sowie Verbund- und Aufgabenträger-Organisationen.

Lizenz

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Die Inhalte dieses Artikels sind - soweit nicht anders angegeben - unter CC BY-SA 3.0 de lizensiert. Grafiken sind von dieser Lizenz aus Vereinfachungs- und Schutzgründen ausgenommen (Anwendung aufgrund der Verwendung von Grafiken / Bildern mit unterschiedlichen Lizenzen zu kompliziert) außer die CC-Lizenz ist ausdrücklich genannt.

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Verfasst von:

Anonymous

Martin Randelhoff

Herausgeber Zukunft Mobilität.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung an der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund.
Ist interessiert an innovativen Konzepten zum Lösen der Herausforderungen von morgen insbesondere in den Bereichen urbane Mobilität, Verkehr im ländlichen Raum, Wirkung autonomer Fahrzeugsysteme und nachhaltige Verkehrskonzepte.

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