Artikel zum Thema London
[Copenhagenize Urban Index] Die fahrradfreundlichsten Städte 2013

Das dänische Radverkehrs-Beratungsunternehmen Copenhagenize.eu, das aus dem sehr zu empfehlenden Blog Copenhagenize.com hervorgegangen ist, bewertet im Index die radfreundlichsten Großstädte weltweit. (Liste der 20 radfreundlichsten (Groß-)Städte auf der Welt für das Jahr 2011)

Copenhagenize Index 2013Der Copenhagenize Index vergibt Noten an , für ihre Bemühungen das Fahrrad als akzeptierte und praktische Verkehrsform zu etablieren. Das Interesse, das Fahrrad als ernst zu nehmende Verkehrsart in den Städten zu haben, ist weltweit ungebrochen. Jede Stadt auf der Welt war auf die eine oder andere Weise fahrradfreundlich, bis Verkehrsplaner und Verkehrsingenieure in den sechziger Jahren mit dem Umbau der hin zu autofreundlichen Strukturen begonnen haben und , Fußgänger und Nutzer des zu drittklassigen Bürgern degradierten. Die Zeiten haben sich zum Glück geändert.

Viele Städte auf der Welt stellen sich der Herausforderung eines veränderten Mobilitätsbewusstseins und versuchen durch Maßnahmen in den Bereichen Radverkehrsinfrastruktur, Politik, , etc. auf Basis bestehender Strukturen umzusetzen, um Städte fahrradfreundlicher und damit lebenswerter zu machen.

Der Copenhagenize Index bewertet diese Maßnahmen mit 0 und 4 Punkten in 13 verschiedenen Kategorien. Darüber hinaus werden maximal 12 Bonuspunkte für besonders beeindruckende Anstrengungen oder Ergebnisse vergeben. Insgesamt können 64 Punkte erreicht werden. Das Ergebnis wird als Prozentsatz ausgewiesen (100 Prozent = 64 Punkte).

Bonuspunkte drücken vor allem den politischen Willen zu Investitionen in Radverkehrsinfrastruktur aus. Als Beispiel können hier Radverkehrspläne und geplante Maßnahmen dienen, die noch in der Konzeptionsphase sind und im nächsten Copenhagenize Index einen Effekt auf die Wertung haben werden.

Ein Beispiel für die Vergabe von Bonuspunkten ist die belgische Stadt . Die Gewinner der Kommunalwahl haben im Wahlkampf den Bau von 100 Kilometern neuen Radwegen versprochen und dafür Bonuspunkte erhalten. Da dieses Versprechen bis zur Kommunalwahl 2012 eingelöst wurde, erhält neben zusätzlichen Bonuspunkten einen höheren Basiswert für .

Auf den vorderen Plätzen finden sich auch dieses Jahr drei niederländische Städte, die vor allem von ihrer guten Infrastruktur und den Maßnahmen der Vergangenheit profitieren. Aber auch andere Länder holen Schritt für Schritt auf. 

Erstmals finden sich drei französische Städte in den Top 20. Ein Zeichen, dass sehr starke Fortschritte im Bereich Radverkehr zu verzeichnen hat. Drei deutsche und zwei japanische Städte sind ebenfalls weiterhin im Ranking vertreten und festigen den Ruf als Fahrradnationen hinter den Niederlanden und Dänemark.

Copenhagenize Index 2013

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Verkehr in 140 Zeichen am 14.05.2013
Verkehr in 140 Zeichen vom 02. – 07.05.2013
Verkehr in 140 Zeichen am 29./30.04.2013
Verkehr in 140 Zeichen am 26./27.04.2013
Rio de Janeiro: Umbau des Hafengebiets zum Porto Maravilha

Die Umgestaltung ehemaliger Hafenanlagen und -flächen steht seit einigen Jahren im Fokus von Hafenstädten: entwickelt die HafenCity, gestaltete die Docklands vollständig um und wird in den kommenden Jahren den Porto Maravilha auf fünf Millionen Quadratmetern umbauen.

Seit den 1970er Jahren erlebte der Hafen von Rio de Janeiro stets einen Niedergang. Zurzeit stehen über eine Million Quadratmeter Wohn- und Büroflächen leer, viele historische Gebäude sind vom Verfall bedroht. Aufgrund der steigenden Grundstückspreise und einigen Großereignissen wie den 450. Geburtstag der Stadt und den 2016 stattfindenden Olympischen Sommerspielen entschloss sich die Stadt gemeinsam mit der brasilianischen Regierung und privaten Investoren den Hafen selbst, als auch dort entstandene Industriegebiete sowie ältere bestehende Wohnviertel, wie zum Beispiel Gamboa, zum Porto Maravilha (Marvelous Port) umzubauen. 

Alleine für die Olympischen Sommerspiele wurde ein Investitionsplan für rund 11 Milliarden Euro vorgelegt, von dem ein großer Teil auf die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel und verstärkte Sicherheitsvorkehrungen entfallen sollen. Ein gewisser Teil wird auch für die Revitalisierung des Hafengebietes genutzt werden.

Der Plan sieht vor, 700 Kilometer neue Wasser-, Abwasser-, Strom-, Gas- und Telekommunikationsleitungen zu verlegen, vier Kilometer Straßentunnel zu errichten und 650.000 Quadratmeter neue Gehwege, 17 Kilometer Radwege und drei neue Kläranlagen zu bauen. 70 Kilometer des Straßennetzes sollen vollständig saniert werden. Zudem sollen 15.000 neue Bäume gepflanzt werden. Dadurch soll der Grünanteil in diesem Gebiet von heute 2,46 Prozent auf 10,96 Prozent steigen.

Mit verschiedenen Sozial- und Bildungseinrichtungen soll der Anstieg der Bevölkerungszahl von heute 22.000 auf 100.000 Einwohner in zehn Jahren begleitet werden. Alle derzeitigen Bewohner sollen auch nach dem Umbau zur gleichen Miethöhe dort leben dürfen. Mindestens drei Prozent der Grundstückserlöse müssen zur Mietsicherung der heutigen Bewohner eingesetzt werden.

Eine neue soll das Hafengebiet in an die Knotenpunkte des anbinden. Die Linie wird auf eine Kapazität von 200.000 Fahrgästen am Tag ausgelegt. Durch weitere Maßnahmen im Verkehrsbereich wie das Einhausen einiger Hauptverkehrsstraßen und das Anlegen von Boulevards sollen Lärm und Luftverschmutzung reduziert werden. Des Weiteren soll der um 50 Prozent verbessert werden. Die Elevado da Perimetral, eine aufgeständerte Hauptverkehrsstraße (40.000 Kfz / Tag) soll vollständig rückgebaut und durch , der längste davon 1.800 Meter, ersetzt werden.

Hafenstraße Rio de Janeiro

Elevado da Perimetral in Rio de Janeiro

Die erste, von der Öffentlichen Hand finanzierte Bauphase begann 2010 mit dem etappenweisen Abriss der Hochstraße und den Ersatz durch Tunnel. Der Abriss soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. In der zweiten Phase sollen mithilfe von Public-Private-Partnerships (PPP) bis zu 7,6 Milliarden Reales (~ 3 Milliarden Euro) in 15 Abschnitten investiert werden.

Verkehr in 140 Zeichen am 22./23.03.2013
  • Jede dritte Regionalairline stirbt, in den letzten fünf Jahren verschwanden 65 Anbieter – aeroTELEGRAPH – http://t.co/GH8Oov4PFj ->
  • Ein BASt-Großversuch zeigt, dass Tempokontrollen und zusätzliche Überholstreifen Landstraßen sicherer machen – ZEIT – http://t.co/44Er0npuUw ->
  • Spanische Radfahraktivisten bitten wegen der drohenden Radhelmpflicht in verschiedenen Botschaften um Asyl – http://t.co/U2ecKuvRAV ->
  • Deutsche Bahn/Stuttgart 21: Land bereit zur Zahlung für Filderbahnhof – Eurailpress – http://t.co/M6KqfMfM4t ->
  • Die Deutsche #Bahn AG zahlt an den Bund eine Dividende in Höhe von 525 Mio. EUR. ->
  • Debatte um Berlin-Tegel geht weiter – airliners – http://t.co/o42fHLazl0 #BER #TXL ->
  • Forscher Gerstengarbe vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: “Mit einer Öko-Diktatur kämen wir nicht weiter” http://t.co/mLDbdfuc3Y ->
  • Bahnstrom bleibt vorerst bei EEG-Umlage begünstigt, bis Mai soll eine endgültige Lösung des Problems erarbeitet werden. #energiewende #bahn ->
  • Designvorschlag aus London: Ein Lkw, der das Risiko eines Unfalls mit Radfahrern weitestgehend minimiert – LCC – http://t.co/4cqS46nXHo ->
  • Hochgeschwindigkeitszüge als wirtschaftlicher Impuls für zweitrangige – Atlantic Cities – http://t.co/nwOdAxxWwm #hsr #hgv ->
  • Neue Untersuchung: CO2-Reduktionsziele der EU bis zum Jahr 2020 werden Autofahrern Geld sparen – Green Car Congress – http://t.co/yysbyN3X8t ->
  • Der Traum der kontrollierten Automobilisierung – Telepolis – http://t.co/xAkEcCZLuG ->
  • gegen überlange Güterzüge (>740 Meter) im – SWR – http://t.co/pb9bWc1LWU ->
  • USA: Grundstücke in Nähe einer ÖPNV-Linie haben sich im Wert besser entwickelt als Grundstücke ohne ÖPNV-Anschluss – http://t.co/YpGXsleCha ->
  • Tolle Untersuchung: Charterpassagiete fliegen selten, machen mehr Fehler und sind daher teurer – aeroTELEGRAPH – http://t.co/U2tXraCap6 ->
  • Zur Ankurbelung der Wirtschaft beschließt Ohio 1,5 Milliarden Dollar Verkehrsinfrastrukturinvestitionen – http://t.co/97cHEBwMee ->
  • Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Seehäfen fordert den von Weser, Ems und – NDR – http://t.co/HDtYxnEFBf #hafenwirtschaft ->
  • Ich finde das Ergebnis komisch. Deutsche Umwelthilfe fordert wirksame Abgasreinigung für den “Luftverpester” Stadtbus http://t.co/TZCzeGLW4q ->
  • Die Nutzungsdauer eines Busses beträgt 12-14 Jahre. Neu angeschaffte Busse haben alle EURO V / VI oder EEV-Motoren. Die Zeit löst das Prob. ->
  • Die Motoren und Getriebe sind zudem sehr gut auf den Stadtverkehr abgestimmt. Eine Umrüstung ist finanziell eindeutig reine Utopie. ->
  • Aber natürlich kann man gerne über die Busförderung diskutieren. Die DUH-Betrachtung eines einzelnen Parameters hilft jedoch nicht. ->
  • Chinesische Regierung beschließt strenge Kraftstoffeffizienzwerte (5l / 100km) für die heimische Automobilindustrie – http://t.co/UXVv4LqXhS ->
  • Kraftstofftechnisch optimierter Lkw benötigt 54 Prozent weniger Diesel als ein konventioneller Sattelzug – TreeHugger http://t.co/aeZB5DHDrr ->
  • Die Arbeiten am Flughafen Berlin Brandenburg #BER werden vermutlich im August wieder aufgenommen. Realistisches Eröffnungsdatum: Fj. 2015 ->
  • Wird sich der neue US-Außenminister Kerry für globale Regeln zur Minimierung der Luftfahrtemissionen einsetzen? – http://t.co/8wPhBkEw1D ->
  • Obama-Vorschlag: Müssen in bei großen Infrastrukturprojekten die mit betrachtet werden? – http://t.co/W5tqCFjpcD ->
  • Streit um den Nord--Kanal (NOK) – thb – http://t.co/zyxSkOLrsw #ramsauer #schifffahrt ->
  • High Tech-Mitfahrgelegenheit: SideCar Ridesharing-App startet in Chicago Streetsblog Chicago – http://t.co/q63hTTZkO8 ->
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Schlußstrich

Weniger Autos sind natürlich besser als mehr. Wir müssen in Zukunft Mobilitätskonzepte verkaufen und nicht nur Autos. [...] Wenn die Automobilindustrie es nicht schafft, grüner zu werden, wird sie keine Zukunft haben.
Winfried Kretschmann, erster grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, BILD am SONNTAG vom 24.04.2011

About

In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

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