Herausgeber Zukunft Mobilität.
Studiert Verkehrswirtschaft an der TU Dresden.
Ist interessiert an Verkehrs- und Infrastrukturplanung / -betrieb, Kombiniertem Verkehr, Eisenbahnverkehr und Seeschifffahrt.
Veröfentlicht am 22. Februar 2012 (Stand: 22.02.2012) in den Kategorien: Umwelt
Auf der letzten TEDxVictoria-Konferenz hat der Fotograf Garth Lenz einen Vortrag über die wahren Kosten unserer Ölabhängigkeit gehalten. Beginnend mit einigen wunderschönen Landschaftsaufnahmen endet Garth Lenz in seinem sehr ergreifenden Vortrag mit einigen schockierenden Bildern des Teersandabbaus in Alberta. Einige Bilder von den Folgen unserer Ölabhängigkeit waren bereits hier zu sehen.
In Alberta befindet sich das größte Rohölvorkommen außerhalb Saudi-Arabiens. Durch die massive Ausweitung des Teersandabbaus, der in den nächsten Jahren noch weiter fossiert werden soll, ist Kanada nicht nur zu einem wichtigen Erdölproduzenten geworden, sondern auch zum drittgrößten Produzenten von Kohlenstoffdioxid weltweit. Giftstoffe vergiften Natur und Menschen.
Und durch die Zerstörung des borrealen Nadelwaldes, einem der größten CO2-Speicher auf unseren Planeten, werden die Folgen noch extremer.
Garth Lenz Fotografien fangen diesen ergreifenden Moment ein, wenn unberührte Landschaft mit einem Industrieprojekt unglaublichen Ausmaßes konfrontiert wird. Seine Arbeit hat ihm bereits mehrere Preise wie den Pris de la Photographie Paris und den International Photography Award eingebracht.
Viel wichtiger ist jedoch die Botschaft, die er verkündet: Schaut nicht weg, wenn ein solch toller Fleck Natur zerstört wird – nur um den Status quo zu erhalten. Strengt euch an, um diese Zerstörung zu verhindern. Mit anderen Worten: Beendet endlich eure Ölabhängigkeit!
As important as his visual style is the content that Garth chooses to focus on, his understanding of complex environmental issues allows him to make powerfully relevant and important images.
Alle Grafiken können im Vollbildmodus (3000 px * 3000 px bzw. teilweise sogar 5100 px * 5100 px) betrachtet werden.
Europa
Für diese Visualisierung hat Fischer 60.000 Ortsveränderungen in einem Radius von 32 Kilometern und mehr genutzt. 750.000 zufällig ausgewählte Geodaten wurden in einem 16 Kilometer-Radius zusammenfasst und ergaben dieses Bild:
Großbritannien
1.016.334 Ortsveränderungen, die durch 500.000 Kontrollpunkte geleitet wurden und zu 15.000 Punkten aggregiert wurden, ergaben diese Visualisierung der britischen Verkehrsströme:
Taxiverkehr ist ein äußerst interessantes Gebiet in den Verkehrswissenschaften. Nicht nur, dass Zielwahl und Routenwahl nach anderen Regeln funktionieren und daher schwer zu modellieren sind, Taxis spielen auch für einen funktionierenden ÖPNV eine größere Rolle, als man zunächst denken mag.
Auch wenn heute in Berlin Busse und Bahnen streikbedingt still standen, ist Berlin eine interessante und durchaus bewegte Stadt.
Der Berliner Fotograf Matthias Makarinus hat diese Bewegung im Mai 2010 bis September 2011 in über 50.000 Fotografien festgehalten. Entstanden ist ein atemberaubendes Zeitraffervideo über Berlin und den Verkehr in der 3 Millionen Einwohner-Metropole. Seien es Busse oder Straßenbahnen der BVG, Ausflugsdampfer auf der Spree oder Züge im Berliner Hauptbahnhof.
Das Video passt auch sehr gut als “Video zum Wochenende“, da die Berliner U-Bahn diese Woche ihr 110. Jubiläum begeht, das von der BVG anscheinend eher still gefeiert wurde.
Die Fotos sind mit einer Canon 5D Mark II und mehreren verschiedenen Linsen gemacht worden.
In der vergangenen Nacht lief um 00:55 Uhr auf ARTE die neue Folge der Serie “Der Blogger / le blogueur“. Thema der letzten Ausgabe waren “Express-Züge: Tempo um jeden Preis?”. Trotz der französischen “TGV-Gläubigkeit” behandelte “der Blogger” die Entwicklungen sehr kritisch.
In Spanien wurde Kritik an den hohen Fahrpreisen laut, den sich viele Spanier nicht leisten können / wollen. Ein ähnliche Entwicklung ist auch in China zu beobachten. Aber auch das französische TGV-Netz bekam sein Fett weg. Der kritische Journalist Marc Fressoz sprach gar von der französischen Hochgeschwindigkeitspleite. Insbesondere sei der TGV wegen der französischen Überheblichkeit und des hohen Preises kein Exportschlager, der jedoch innerhalb Frankreichs derart viel Kapital binde, dass für regionale Eisenbahnverkehre schlicht kein Geld mehr vorhanden sei. In Frankreich sind ein Drittel der TGV-Strecken nicht rentabel, dennoch soll der Bau weiterer Lignes à grande vitesse (LGV) vorangetrieben werden.(siehe auch hier und hier)
Es gibt wohl nur wenige Städte, die so autozentriert sind wie Los Angeles. In den letzten Jahrzehnten wurde diese Entwicklung stets durch bauliche wie auch politische Maßnahmen unterstützt.
Die Folgen sind unübersehbar. Aufgrund der Zersiedelung müssen Pendler morgens und abends weite Strecken zurücklegen, selbst achtspurige Autobahnen sind regelmäßig von Staus betroffen. Laut INRIX National Traffic Scorecard war das Gebiet um Los Angeles – Long Beach 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006 das am meisten von Staus geplagte Gebiet der USA. 11,5% aller in den USA existierenden Staus des Jahres 2010 traten in der Metropolregion L.A. auf.
Um die zunehmenden Verkehrsprobleme zu beheben, bzw. zumindestens zu lindern, investiert Los Angeles massiv in das S-Bahnnetz, das Schnellbusnetz, das Radwegenetz und alle anderen alternativen Verkehrsträger zur Straße. Allerdings braucht der Wandel seine Zeit. Derzeit fahren immer noch zwei Drittel aller Pendler alleine mit ihrem Pkw zur Arbeit und zurück, nur 15 Prozent nehmen andere auf ihrem Arbeitsweg mit (Carpooling). 11 Prozent nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel und nur fünf Prozent gelangen zu Fuß oder mit dem Fahrrad (nur 0,9%) zu ihrem Arbeitsplatz. Dabei hatte Carmageddon doch gezeigt, was möglich wäre. Aber trotzdem fährt jeder Einwohner L.A.s jeden Tag durchschnittlich 33,6 Kilometer!
Dabei ließe sich durch bereits kleine Änderungen am Modal Split, der Verkehrsfluss erheblich verbessern. Wie genau Los Angeles unterwegs ist und welches Änderungspotential existiert, visualisiert diese menschliche Infografik:
Aber natürlich gibt es auch eine weitaus weniger bewegte Infografik zum Thema “Verkehr in Los Angeles”:
Seit Februar 2003 muss für die Fahrt mit dem Auto in die wichtigsten Kernstadtteilen von London, City und West End, die sogenannte Congestion Charge entrichtet werden. Diese Innenstadtmaut muss von allen Fahrzeugen (mit natürlich einigen Ausnahmen) bezahlt werden. Sie beträgt seit der letzten Erhöhung im Dezember 2010 zehn Pfund (etwa 12 Euro).
Im Jahr 2003 wurde die Congestion Charging Area (Staugebührzone) auf einer Fläche von 21 Quadratkilometern eingerichtet. Ungefähr 202.000 Einwohner sowie zahlreiche Pendler waren betroffen. Im Jahr 2007 wurde die Zone nach Westen erweitert und umfasste auch die Stadtteile Kensington und Chelsea mit insgesamt 435.000 Einwohnern. Nach massiver Ablehnung in der Bevölkerung wurde die Erweiterung am 24.12.2010 wieder rückgängig gemacht. Gleichzeitig wurde die Mautgebühr von 8 Pfund auf 10 Pfund je Tag erhöht.
Die Innenstadtmaut muss von Montag bis Freitag 07:00 bis 18:00 entrichtet werden. Vor Ausweitung der Mautzone musste bis 18:30 bezahlt werden.
Infrastrukturprojekte zu planen und umzusetzen, dauert seine Zeit. Daher werden Artikel in diesem Blog ständig aktualisiert. Es lohnt sich also, bereits gelesene Artikel nochmals aufzurufen.
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In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren: