[Dossier] Uber und der Umgang mit neuen nachfrageorientierten und flexiblen Angeboten
[Dossier] Uber und der Umgang mit neuen nachfrageorientierten und flexiblen Angeboten

Uber sorgt für unruhigen Schlaf in der Taxibranche. Doch ist Uber wirklich die bessere Alternative zum Taxi? Gar die Zukunft des Verkehrs? Und was bedeutet dies für etablierte Verkehrsysteme oder den Taximarkt? Oder stellt sich am Ende nur eine kleine elitäre Gruppe auf Kosten der Gesellschaft und prekärer Arbeit besser?

Dieses Dossier soll bei Beantwortung dieser Fragen helfen und einen Einblick in die komplexe Materie flexibler Verkehrssysteme und deren Wirkung geben.

[Jetzt mitmachen!] Stellen Sie VerkehrspolitikerInnen Ihre Fragen!
[Jetzt mitmachen!] Stellen Sie VerkehrspolitikerInnen Ihre Fragen!

Richten Sie jetzt Ihre Fragen und Vorschläge an die Bundes- und Landespolitik! Sei es zu zu lokalen und regionalen Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben, Budget- und Haushaltsfragen, Fördermaßnahmen für den Radverkehr, Elektromobilität und nachhaltigen Verkehrskonzepten oder (juristischen) Fragen zu Finanzierungs- oder Regulierungsfragen im Bereich des ÖPNV.

Jetzt mitmachen und Fragen stellen!

[Dossier] PKW-Maut / Infrastrukturabgabe in Deutschland
[Dossier] PKW-Maut / Infrastrukturabgabe in Deutschland

In Deutschland soll über eine “Infrastrukturabgabe” ein Teil der Finanzierungslücke bei der Finanzierung des Straßennetzes geschlossen werden. Ausländische Nutzer des deutschen Straßennetzes sollen einen Teil der Unterhaltskosten tragen, so zumindest der Plan der CSU. Doch kann dieses Vorhaben gelingen? Und welche sinnvollere Alternativen gäbe es? Lesen Sie unser Dossier!

[Dossier] Radhelmpflicht in Deutschland
[Dossier] Radhelmpflicht in Deutschland

Die Einführung einer allgemeinen Radhelmpflicht wird in Deutschland seit mehreren Jahren kontrovers diskutiert. Welche Wirkung hat aber eine gesetzliche Pflicht einen Fahrradhelm zu tragen? Kann eine Helmpflicht Verkehrstote vermeiden und eine positive Wirkung auf die Gesundheit entfalten? Oder ist eine Helmpflicht am Ende gar negativ und eine freiwillige Entscheidung jedes Einzelnen besser?

[Dossier] Luftschadstoffe im Verkehr: Umweltzonen und andere Maßnahmen
[Dossier] Luftschadstoffe im Verkehr: Umweltzonen und andere Maßnahmen

Luftschadstoffe sind neben Lärm die größten Umweltprobleme des Verkehrsbereichs. Viele Kommunen werden durch EU-Grenzwerte zu Maßnahmen in der Luftreinhaltung gezwungen, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Dieses Dossier soll einen Überblick über die Problematik geben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Welche Rolle spielen Taxis für den ÖPNV?
Welche Rolle spielen Taxis für den ÖPNV?

Taxiverkehr und ÖPNV scheinen auf den ersten Blick zwei Konkurrenten zu sein. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass sich beide Verkehrsarten sehr gut ergänzen und das öffentliche Verkehrsangebot einer Stadt verbessern. In Zukunft sollten wir vielleicht daran arbeiten, den öffentlichen Personennahverkehr enger mit dem Taxiverkehr zu verknüpfen. Zum Wohle der Stadt und ihrer Einwohner…

London: Die Folgen der Innenstadtmaut und der Low Emission Zone
London: Die Folgen der Innenstadtmaut und der Low Emission Zone

London ist die wohl berühmteste Stadt mit Innenstadtmaut. Seit 2003 muss jedes Fahrzeug, dass in die Innenstadt Londons fahren möchte, die Congestion Charge entrichten. Dieser Artikel erläutert, welche Auswirkungen die Maut auf den Autoverkehr, den ÖPNV, die Wirtschaft und die Luftqualität der britischen Hauptstadt hat. Und ob London als Vorbild für andere Städte Europas dienen kann…

Wie umweltfreundlich sind Agrotreibstoffe?
Wie umweltfreundlich sind Agrotreibstoffe?

Seit einigen Jahren werden verstärkt landwirtschaftlich nutzbare Flächen statt zur Ernährung der Menschen zur Treibstoffversorgung von Fahrzeugen eingesetzt. Die EU und andere Industrieländer wollen den Anteil von Ethanol weiter steigern. Die anderen Effekte sind jedoch Hunger, steigende Nahrungsmittelpreise und Abholzung von Regenwäldern zur Landgewinnung. Man muss daher eine Frage stellen: Wie umweltfreundlich sind Agrotreibstoffe wirklich?

Feste Fehmarnbeltquerung: Bau des längsten Absenktunnels der Welt zwischen Deutschland und Dänemark
Feste Fehmarnbeltquerung: Bau des längsten Absenktunnels der Welt zwischen Deutschland und Dänemark

Ab 2020 soll der längste Absenktunnel der Welt Fehmarn und Lolland miteinander verbinden. Das über 5 Mrd. € teure Bauwerk soll Deutschland und Skandinavien näher zueinander bringen. Kritiker bezweifeln den Nutzen und fürchten große Schäden für die Region. Kommt es zu einem “Fehmarn 21″?

Auf zu neuen Ufern in Siegen: 230 weniger Parkplätze für mehr Aufenthaltsqualität am Fluss

Fußgängerzonen kleiner und mittelgroßer Städte, oftmals ein trostloser Anblick denn geschmückte Flaniermeile mit eleganten Geschäften. Optisch wenig ansprechend, Filialgeschäfte und Ketten haben den inhabergeführten Fachhandel schon lange verdrängt, das “Shopping-Erlebnis” verlagert sich in sterile Einkaufszentren. Ein Teufelskreis: Das schlechte Angebot im Innenstadtbereich lässt das Einkaufszentrum noch attraktiver werden, Kaufkraft fließt ab, der hohe Leerstand im Innenstadtbereich wird durch kostensensitive Ein-Euro-Läden und “Billig-Ketten” genutzt und am Ende bleibt Ödnis. Ein Zustand, mit dem weder Politik noch Einzelhandel denn Bevölkerung zufrieden ist – obwohl sie alle dazu beigetragen haben.

Aber: Die Aufenthaltsqualität der Innenstädte spielt zunehmend eine wichtigere Rolle. Es wurde erkannt, dass ausblutende Innenstädte der gesamten Stadt nicht gut tun und man Chancen zur Umgestaltung nutzen sollte, wenn sie sich denn bieten. Wie beispielsweise in Siegen.

Umbau der Siegplatte am 28.04.2015 – Foto: Martin Randelhoff – CC BY-SA 3.0 DE

Die im südlichen Teil Nordrhein-Westfalens (Siegerland) gelegene Stadt Siegen (Oberzentrum mit rund 100 000 Einwohnern) wird durch den Fluss Sieg durchflossen. Im 2. Weltkrieg wurden rund 80 % der Infrastruktur Siegens zerstört. Nach dem Krieg lag der Fokus auf dem Bereitstellen funktionaler Infrastruktur und Wohnraum.

Im Zuge des Wiederaufbaus und dem städtebaulichen Leitbild einer autogerechten Stadt wurde in den Jahren 1967 und 1968 die Sieg im Innenstadtbereich auf einer Länge von 250 m mit der Siegüberkragung überbaut. Die 5.100 m² große “Siegplatte” bot Parkraum für 230 Pkw und erfüllte die damalige öffentliche Forderung nach zentral gelegenen Parkmöglichkeiten.”Mein Auto schwebt über der Sieg”, hatte die Stadtverwaltung das Bauwerk in den späten sechziger Jahren beworben.

Die Siegplatte bestand hauptsächlich aus aufgelegten Betonfertigteilelementen, welche 20 m über das Gewässer reichten (prozentualer Flächenanteil von etwa 80 % der Gewässerbreite). Im Bereich des Siegbettes lagen die Fertigteile auf einer Pfeilerreihe mit 29 Pfeilern und einem Unterzug auf. Am Ufer lagerte die Platte auf einer Ufermauer und einem Randbalken auf Bohrpfählen.

Ausbau der Sieg in der Siegener Innenstadt und Herstellung der Siegüberkragung im Jahr 1968.
Quelle: Archiv der Stadt Siegen, Referat Tiefbau

Nach mehr als 30-jähriger Nutzung wies die Siegüberkragung einen hohen Sanierungsbedarf auf. Der bauliche Zustand insbesondere der Bewehrung war so schlecht, dass die Überkragung neu errichtet hätte werden müssen.

Neben einer Sanierung wurden auch ein Rückbau und die naturnähere Gestaltung der Sieg zur Naherholungsstätte kontrovers diskutiert. Insbesondere der ansässige Einzelhandel fürchtete Umsatzeinbußen wegen der wegfallenden 230 Parkplätze. In unmittelbarer Umgebung finden sich jedoch drei Parkhäuser (Morleystraße, City-Galerie und Hindenburgstraße), die nur zu 70 Prozent ausgelastet waren. Auch das vorgebrachte Argument “Siegen sei eine ‘Einkaufsstadt’, kein ‘Badeort'” war wenig belastbar.

Ein Parkhaus schließt direkt an die ehemalige Siegüberkragung an – Foto: Martin Randelhoff – Creative Commons

Im September 2009 schrieb die Stadt Siegen im Rahmen des Strukturförderprogramms REGIONALE-2013 die Umgestaltung der Sieg europaweit aus. Im Frühjahr 2010 wurde der Entwurf des Atelier Loidl Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit BPR Dr. Bernhard Schäpertöns & Partner zum Siegerentwurf gekürt.

Illustration Loidl: Bahnhofstraßenbrücke und freigelegte Sieg

Das Pflaster im Flussbett soll entfernt und durch ein natürliches Sohlsubstrat ersetzt werden. Das rechte Ufer wird treppenartig bis an den Gehweg herangeführt und bietet ansprechende Aufenthaltsmöglichkeiten. Darüber hinaus soll die bauliche Trennung von Ober- und Unterstadt abgemindert werden.

Illustration Loidl: Visualisierung der Freitreppe

Das Projekt „Siegen – zu neuen Ufern“ und der damit verbundene Abriss der Siegplatte wurde am 06.09.2012 begonnen.

Zuvor fand die größte Kunstaktion, die es jemals im öffentlichen Raum der Stadt Siegen gab, auf der Siegplatte statt. Unter dem Motto „Platte:Kunst“ gestalteten rund 600 Schülerinnen und Schüler die 3.000 qm große Fläche nach ihren kreativen Vorstellungen. Mit der zweitägigen Veranstaltung „Tschüss Platte! Hallo Sieg!“ feierte die Stadt Siegen den Abriss der Siegüberkragung. Zum Abschied schlenderten nochmals rund 25.000 Besucher zum letzten Mal über die Siegplatte.

Am 25.10.2012 wurde die letzte Platte der Siegplatte abgebrochen. Die Baumaßnahmen sollen bis Juni 2015 abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen für die Umgestaltung der Sieg in Siegen-Mitte beträgt über 14 Millionen Euro.

Neben der Freilegung der Sieg und der Umgestaltung des Siegufers wird im Rahmen des Stadtumbauprojekts das Untere Schloss zu einem Campus für 3500 Lernende und 200 Lehrende umgestaltet. Die Fußgängerzone Bahnhofstraße wird überarbeitet. In unmittelbarer Umgebung des Bahnhofs und der Bahnhofsstraße befindet sich das Einkaufszentrum “City Galerie” mit 100 Geschäften und 23.500 m² Verkaufsfläche, in welche die meisten Filialisten und Ketten umgezogen sind. Bis zur Errichtung dieses neuen Zentrums hatte die um den historischen Stadtkern gewachsene „Oberstadt“ auf dem Siegberg den Mittelpunkt des Handelslebens in der Stadt Siegen gebildet. Die Verlegung führte zu einer bis heute anhaltenden Verödung des historischen Mittelpunkts. Der historische Mittelpunkt hat seine Funktion als solcher aufgeben müssen und hat inzwischen mehr den Charakter eines Nebenzentrums.

Die Sandstraße, vormals vierspurig geführt, wurde auf zwei Spuren eingeengt, was zum einen zu einer Verkehrsberuhigung führt, zum anderen Platz schafft für Kurzparkerstellplätze entlang der Geschäftsfront. Am Kölner Tor wurde eine platzähnliche Situation geschaffen. Dafür wurde die Bushaltestelle Kölner Tor in Richtung Obergraben verlegt. Auf der gegenüberliegenden Seite entstand eine neue Haltestelle, die unter anderem die gute Erreichbarkeit des Universitätsstandortes Unteres Schloss gewährleistet.

Im Jahr 2013 wurde „Siegen – zu neuen Ufern“ Publikumssieger beim Wettbewerb „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen”. Sehr positiv fällt die Kommunikation über den Baufortschritt auf. Auf der Webseite zum Projekt wird in einem Projekttagebuch kontinuierlich über den Stand der Arbeiten berichtet. Bürgermeister, Stadtbaurat und Stadtführer führen zudem interessierte Bürgerinnen und Bürger in regelmäßigen Führungen über die Baustellen und erläutern Errichtung des Campus mit Umnutzung des Unteren Schlosses, den Umbau der Kölner Straße, die Freilegung der Sieg und die aufwendige Gestaltung des Siegufers.

Die Ladenzeile entlang der Freitreppe bietet theoretisch sehr gute Bedingungen für Gastronomie mit einer hohen Aufenthaltsqualität im Außenbereich. Auf der rechten Sieg-Seite befanden sich Ende April ein Optiker, ein asiatischer Supermarkt, ein Reformhaus, ein Florist, ein C&A-Bekleidungsgeschäft, das Modegeschäft La Differenza und nur ein Café in Ecklage. Es bleibt zu beobachten, ob es nach Fertigstellung des Siegumbaus und der Freitreppe in diesem Bereich zu Veränderungen kommt.

Baustellen-Impressionen vom 28.04.2015

Die neue Oberstadtbrücke ist bereits fertiggestellt und freigegeben – Foto: Martin Randelhoff – CC BY-SA 3.0 DE

Der Balkon im Bereich des Café Hesse ist bereits fertiggestellt und freigegeben – Foto: Martin Randelhoff – CC BY-SA 3.0 DE

Der zweite Balkon für Außengastronomie ist ebenfalls bereits fertiggestellt. – Foto: Martin Randelhoff – CC BY-SA 3.0 DE

Foto: Martin Randelhoff – CC BY-SA 3.0 DE

Foto: Martin Randelhoff – CC BY-SA 3.0 DE

Der Zugang zum Wasser ist in einem vergleichsweise frühen Bauzustand – Foto: Martin Randelhoff – CC BY-SA 3.0 DE

Der ICx – Das neue Rückgrat des DB Fernverkehrs

SIEMENS Mobility hat im Mai 2011 mit der Deutschen Bahn einen Rahmenabrufvertrag über die Lieferung von 300 Triebzügen des Typs ICx bis zum Jahre 2030 abgeschlossen. Der Auftrag über die Lieferung von zunächst 220 Zügen hatte einen Wert von über sechs Milliarden Euro. Da es sich bei der Bestellung von Neufahrzeugen jedoch um eine komplexe und langwierige Angelegenheit handelt, wurde die Order mehrmals geändert und angepasst. Dieser Artikel beschreibt exemplarisch die Abläufe einer Triebfahrzeugbeschaffung am neuen Fernverkehrszug der Deutschen Bahn, den ICx (Baureihe 412).

Die zwölfteiligen ICx (K3s) sollen ab 2017 ausgeliefert werden, die siebenteiligen ICx (K1n) ab 2020. Die Züge werden für eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h (Typ K1n / TSI 2) und 250 km/h (K3s / TSI 1) ausgelegt.

3D-Modell des ICx in Berlin Hbf – Bild: Siemens / DB

Im ersten Schritt rief die Deutsche Bahn aus dem Rahmenabrufvertrag 130 Züge des Typs ICx ab (45 Siebenteiler und 85 Zwölfteiler). Pro Jahr sollen 20 Züge ausgeliefert werden. Sie ersetzen nach derzeitigem Planungsstand ab 2017 (ursprünglich: 2016) die lokbespannten Intercity-Garnituren der Baujahre 1971 bis 1991 (Durchschnittsalter 2013: 36 Jahre). Bei heutiger Flottenzusammensetzung steigt der Instandhaltungsaufwand für den IC-Fernverkehr um etwa acht Prozent pro Jahr. 130 ICx sollen derzeit 140 IC-Garnituren (Vmax: 200 km/h) ersetzen.

Frontansicht des ICx – Visualisierung: Siemens / Deutsche Bahn

Später ist der Austausch der Triebzüge der BR 401 (ICE 1) und BR 402 (ICE 2) geplant. Ab 2020 sollen 59 Langzüge ICE 1 (Vmax: 280 km/h / VFahrplan: 250 km/h) und ab 2025 44 Halbzüge ICE 2 (Vmax: 280 km/h / VFahrplan: 250 km/h) durch ICx, welche für Deutschland, Österreich und die Schweiz zugelassen sind, ersetzt werden. Der Ersatz der ICE 1 soll 2023 und der ICE 2 2025 abgeschlossen sein. Zu diesem Zweck war ursprünglich die Bestellung von neunzig weiteren Zügen geplant. Aufgrund von Leistungsanpassungen (Verlängerung der zehnteiligen ICx auf zwölf Teile und Verbesserung der Ausstattung) wurde diese Bestellung 2013 um 31 Züge auf 59 siebenteilige ICx reduziert.

Der ICx wird nach Einführung ca. 70 Prozent des Umsatzanteils des DB-Fernverkehrs leisten. Die Option zur Bestellung weiterer achtzig Züge kann von der DB jederzeit in Auftrag gegeben werden. Diese könnten theoretisch als Ersatz für den ICE 3 (eher unrealistisch) oder für eine Ausweitung des Angebots (Wachstumsoption) dienen. 83 Halbzüge der BR 403 (ICE 3) und 67 Halbzüge ICE-T müssen voraussichtlich 2030 ersetzt werden.

Die Züge des erstens Abruf sind für den Einsatz in Deutschland und Österreich (12 Stück des siebenteiligen Typs K1n) geeignet, die zwölfteiligen K3s für den Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Züge für den Einsatz in weiteren europäischen Ländern (Niederlande, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Polen, Tschechien, Italien) können optional beauftragt werden.

3D-Visualisierung des ICx im Berliner Hauptbahnhof – Bild: Siemens / DB

Weiterlesen ->

Hiriko Fold: Einklappbares Elektroauto für die Lösung des letzte Meile-Problems

Ich werde recht oft bei Vorträgen oder Podiumsdiskussionen gefragt, wie die Zukunft des Automobils oder der gesamten Automobilbranche aussieht. Für mich ist diese Frage immer sehr schwer zu beantworten, da ich keine Glaskugel besitze und nicht in die Zukunft sehen kann. Ich möchte aber behaupten, dass Fahrzeuge in zwanzig oder dreißig Jahren nicht mehr so aussehen wie heute. Der Elektroantrieb oder der Brennstoffzellenantrieb werden sich sicherlich durchgesetzt haben, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden die Ausnahme bleiben. Auch wird sich etwas an der Form der Fahrzeuge geändert haben. Wir werden bewusster mit den uns zur Verfügung stehenden Werkzeug Automobil umgehen, die emotionale Aufladung des Pkw wird ein wenig zurückgehen. Und die Fahrzeuge der Zukunft werden definitiv andere Maße haben als die heutigen. Einen ersten Vorgeschmack auf diese Entwicklung gab das einklappbare Elektrofahrzeug, welches von der Changing Places Group am MIT und DENOKINN gemeinsam entwickelt wurde.

Hiriko Fold im ausgeklappten Zustand – Foto: M.I.T. Changing Places Blog

Das Hiriko Fold getaufte Fahrzeug sollte ursprünglich ab 2013 für 16.000 Dollar angeboten werden. Hiriko ist das baskische Wort für “städtisch”. Zunächst sollte das Fahrzeug im Carsharing-Bereich eingesetzt werden. Hiriko wurde dafür intensiv auf den Straßen der spanischen Stadt Vitoria-Gasteiz getestet. Die Aufnahme der Serienfertigung war für den Frühjahr 2013 geplant. Leider sollte es anders kommen…

Frontansicht des Hiriko Fold im eingeklappten Zustand – Foto: Hiriko

Weiterlesen ->

Chūō-Shinkansen: 500 km/h schnelle Magnetschwebebahn zwischen Tokio und Osaka (Fertigstellung: 2045)

Seit dem Jahr 1964 existiert in Japan das Shinkansen-Hochgeschwindigkeitsstreckennetz. Die erste Strecke mit einer Länge von 515,4 km wurde am 1. Oktober 1964 zwischen der Hauptstadt Tokio und Osaka eröffnet. Mittlerweile ist das Netz auf 2387,7 km angewachsen.

Die Verbindung Tokio – Osaka ist eine der meistgenutzten Shinkansen-Verbindungen Japans. Das bestehende System ist jedoch mittlerweile an seinen technologischen und kapazitiven Grenzen angelangt.

Zur Verbesserung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs zwischen Tokio und Osaka wird am 17. Dezember 2014 mit dem Bau der Magnetschwebebahnlinie Chūō-Shinkansen von Tokio nach Nagoya begonnen werden. Die Weiterführung nach Osaka soll im Anschluss folgen. Das japanische Verkehrsministerium hat die Pläne Mitte 2014 genehmigt und im Oktober 2014 die Baugenehmigung erteilt. Am 18. Dezember 2014 wurden die Bauarbeiten aufgenommen.

Die Fertigstellung wird für das Jahr 2045 anvisiert. Vorerst wird für 53 Milliarden US-Dollar der Abschnitt Tokio (Shinagawa) – Nagoya gebaut, dessen Eröffnung für 2025 geplant ist. Die Gesamtkosten des Projektes, welches JR Central ohne staatliche Zuschüsse privat finanzieren muss, werden voraussichtlich neun Billionen Yen (~70 Milliarden Euro) betragen.

Japan wird voraussichtlich das erste Land weltweit sein, welches eine Langstrecken-Magnetschwebebahnstrecke errichtet und kommerziell betreibt.

Am 21.04.2015 stellte ein Magnetschwebezug der Baureihe L0 einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Magnetschwebezüge von 603 km/h auf. Die Geschwindigkeit wurde für 10,8 Sekunden über 600 km/h gehalten. In dieser Zeit legte der Zug 1,8 km zurück. Eine Woche zuvor war bereits am 16. April 2015 der 12 Jahre alte Geschwindigkeitsrekord von 581 km/h, den der MLX01-Prototyp im Jahr 2003 aufgestellt hatte, mit 590 km/h eingestellt worden.

Weiterlesen ->

Fünf Jahre Zukunft Mobilität

Heute vor fünf Jahren ist auf Zukunft Mobilität der erste Artikel erschienen. Zu diesem Zeitpunkt war nicht abschätzbar, in welche Richtung und vor allem wie gut sich dieser Blog nach mittlerweile 1.802 veröffentlichten Artikeln entwickeln sollte. Ich bin wirklich sehr dankbar für das, was in den vergangenen Jahren geschehen ist.

Die mit Abstand schönste Erfahrung, die das Bloggen mit sich gebracht hat, sind die vielen interessanten Menschen aus allen möglichen Bereichen, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte. Mit dem Future Mobility Camp hat sich in den vergangenen zwei Jahren ein Format etabliert, das bei einigen Schwächen sehr viele Stärken hat. Eine ist sicherlich die Vernetzung, der persönliche Kontakt und Austausch. Verkehr und Mobilität sind intensive und leidenschaftliche Themen und ich freue mich immer, wenn man diese Leidenschaft auch bei anderen spürt.

Ich persönlich habe in den vergangenen Jahren extrem viel hinzugelernt. Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Das Internet und Veranstaltungen – insbesondere im kommunalen Bereich – können relativ emotionale Diskussionen hervorbringen. Situationen, mit denen ich über die Zeit umgehen lernen musste. Mein Terminkalender ist mittlerweile auch gut mit Terminen und Aufträgen gefüllt. Ein Umstand, der einen Gelassenheit und mit Stress umzugehen lehrt. Leider muss ich mir auch eingestehen, dass in den letzten Monaten die konstante leichte Überforderung aufgrund einiger privater Ereignisse, die Kraft und Zeit gekostet haben, hin und wieder in richtige Überforderung umgeschlagen ist.

Wer mich näher kennt, weiß von meiner großen Ungeduld. Auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass es nicht sinnvoll ist, ärgere ich mich oft über entgangene Chancen und die Behäbigkeit mit der Dritte agieren (oder eben gerade nicht). Eine Mischung aus Faszination und Entsetzen. Noch vielmehr ärgere ich mich hin und wieder über mich persönlich, der es nicht mehr schafft, kontinuierlich zu bloggen und die rund einhundert Artikelentwürfe, die zu gewissen Teilen vorgeschrieben sind, fertigzustellen.

Auf der anderen Seite ist dieses “Baby” mittlerweile groß und soll den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Ich habe mir in den vergangenen Wochen einige Gedanken gemacht, in welche Richtung Zukunft Mobilität sich entwickeln soll. Der 01. April ist für größere und ernsthafte Ankündigungen jedoch ein undankbarer Tag, wird man doch nicht für voll genommen.

Daher werde ich erst morgen das Projekt “Zukunft Mobilität 2020″ starten. Ziel ist es, den Bestand und die Qualität dieses Blogs auch in den kommenden fünf Jahren zu sichern. Den zehnjährigen Geburtstag im Jahr 2020 möchte ich groß feiern!

Ich möchte mich an dieser Stelle auch für die langjährige Treue, die interessanten Gespräche, Mails, Kommentare und Kontakte bedanken. Und wie in jedem Jahr wünsche ich mir zum ZM-Geburtstag Lob, Kritik und Anmerkungen entweder per Mail, Kommentar oder per Nachricht in den einschlägigen sozialen Netzwerken.

[Video zum Wochenende] Durban in Bewegung

Durban ist mit über 3,4 Millionen Einwohnern nach Johannesburg und Kapstadt die drittgrößte Stadt Südafrikas. Die bedeutende Industrie- und Hafenstadt beherbergt zudem den größten Hafen Afrikas und den zweitgrößten Containerhafen der südlichen Hemisphäre.

Die Metrorail Durban bietet einen S-Bahn-ähnlichen Nahverkehr an. Der Busverkehr wird von der privatisierten eThekwini Municipal Bus Company durchgeführt. Daneben existiert eine große Anzahl privater Busse und Sammeltaxis (minibus), die einen hohen Anteil der Pendler befördern. Die Minibusse stellen dabei für weite Teile der Bevölkerung das einzige finanzierbare Verkehrsmittel dar. Da sie oft überladen und schlecht gewartet sind, kommt es häufig zu schweren Unfällen. Neben den Minibus-Taxis gibt es “metered taxis”, die jedoch nicht an der Straße angehalten werden können, sondern ausschließlich telefonisch bestellbar sind. Traditionelle Zulu-Rikschas dienen vor allem als touristische Attraktion. (Wikipedia)

Im August 2014 wurde in Durban der 25. Kongress der Union Internationale des Architectes (UIA) veranstaltet. Das globale Netzwerk mehrerer Architektenverbände und -organisationen beschäftigte sich mit den Zusammenhängen zwischen (regionalen) Infrastrukturen und sozialem Zusammenhalt.

Der UIA Kongress wurde das erste Mal in einem Subsahara-Staat durchgeführt. Vor dem Hintergrund eines möglichen Peaks bei fossilen Energieträgern und eines nicht vorhersehbaren Klimawandels verbunden mit allen wirtschaftlichen Folgen sollte er  die”planetization” als Gegenstück zur Globalisierung betonen. Diese Strömungen und Herausforderungen werden als maßgeblich für die zukünftige Entwicklung der Architektur gesehen.

Afrika bietet viele Chancen. Die ideologische Verblendung, welche die “westliche Kultur” in den vergangenen Jahrhunderten geprägt hat, hat sich durch die Geschichte und das Faktische als falsch herausgestellt. Die Modelle und Werte, die wir in den vergangenen Jahrzehnten gelebt haben, sind fragwürdig. Können wir eventuell alternative Werte in Afrika finden? Können wir unseren verloren gegangenen Respekt und die Verantwortung für unsere Umwelt, für unseren sozialen Zusammenhalt, unser Umfeld und die menschliche Interaktion wiederentdecken? Afrika als Kontinent hat sich in der Vergangenheit immer so entwickelt wie es andere für richtig und angebracht hielten. Jetzt ist die Zeit für Afrika, uns in die Zukunft zu führen.

Afrika hat ein starkes Bewusstsein für die Verflechtung von Dingen, Einstellungen und Menschen – jede Aktion hat eine Konsequenz. Dieses Bewusstsein muss mit der Welt geteilt werden. Um mehr Weisheit in die Architektur, aber auch in unser Zusammenleben zu bringen.

Vor diesem Hintergrund haben lokale Architekten im Umfeld des UIA Kongresses durch die Stadt geführt und spannende interessante Plätze vorgestellt. Aus der persönlichen Einstellung ihrer Wahrnehmung und den Gedanken zur Stadt der Zukunft kann man sehr viel auch für westeuropäische Gegebenheiten mitnehmen.







Seite 1 von 11712345102030>|

Schlußstrich

To plan ecffectively, planners and landowners must share a common landscape vision and a common acceptance of planning.
A. Dan Tarlock

About

In diesem Blog möchten wir die Strategien für die Mobilität von morgen skizzieren, informieren und diskutieren. Wir möchten uns mit diversen Problemen unserer Zeit beschäftigen und dabei alle Verkehrsträger im Blick behalten. Dieser Blog soll dabei helfen, die Herausforderungen von morgen ein wenig mehr ins Bewusstsein zu rücken, Alternativen und mögliche Lösungsansätze vorzustellen und umfassend zu informieren:

Denn man muss die Vergangenheit kennen, die Gegenwart analysieren um die Zukunft entwickeln zu können. (Mehr...)

Artikel der letzten 6 Monate (Gesamtes Archiv)

Oder wählen Sie einen bestimmten Monat aus:

Feeds à la carte

RSS-Feed für alle Beiträge
RSS-Feed für alle Kommentare

Um den RSS-Feed einer einzelnen Kategorien zu abonnieren, müssen Sie nur das Wort "feed" anhängen. Die RSS Feedadresse lautet also:

http://www.zukunft-mobilitaet.net/kategoriename/feed/

Linktipp / Sachdienlicher Hinweis

Sie haben einen interessanten Link, Bericht oder eine andere online verfügbare Quelle gefunden? Dann schreiben Sie uns doch bitte.

Über Zukunft Mobilität

Archiv
Datenschutzerklärung
Spread the web!
Impressum

Ein herzliches Danke an die Plugin-Entwickler der hier eingesetzten Plugins!

Theme originally made by Fearless Flyer | Wir lieben Wordpress

blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogtraffic


nach oben ↑